Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
508.601
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Maklerprovision - Makler Anspruch auf Provision

20.06.2011 12:46 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Für den Verkauf seines Hauses hat mein Sohn einem Makler einen Alleinauftrag für 6 Monate erteilt.
Nach 2 Monaten erzählten wir unseren Freunden von der Verkaufsabsicht. Diese Freunde haben sich sofort für den Ankauf entschieden, und der notarielle Vertrag wurde inzwischen abgeschlossen.
Der Makler beansprucht nun mehr, obwohl er im Kaufvertrag nicht erwähnt ist, vom Käufer sowie vom Verkäufer jeweils 3% Provision zzgl. MwSt.
Unsere Frage: Hat der Makler Anspruch auf diese Provision?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Nach meiner Einschätzung hat der Makler in dem von Ihnen geschildertem Fall keinen Anspruch auf Zahlung der Provision. Denn die hierfür erforderlichen Voraussetzungen des § 652 BGB liegen nach Ihren Angaben nicht vor.

Zunächst hat der Auftraggeber grundsätzlich auch bei einem Alleinauftrag weiterhin das Recht, sich selbstständig neben dem Makler – wie nach Ihrer Schilderung hier erfolgt - um den Abschluss des gewünschten Kaufvertrages zu bemühen, es sei denn vertraglich wurde etwas anderes vereinbart. Der Makler kann insoweit seinen Lohnanspruch bzw. den Anspruch auf Zahlung der Provision gemäß § 652 BGB nur geltend machen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, dass ein wirksamer Maklervertrag vorliegt und der Makler selbst den Nachweis für den Vertragsschluss erbracht hat, also entsprechende Bemühungen des Maklers ursächlich dafür waren, dass Ihr Sohn mit dem Käufer in Kontakt gekommen sind.

Hier fehlt es spätestens an der zuletzt genannten Voraussetzung, nämlich dem erforderlcihen Kausalzusammenhang zwischen Maklerleistung und Kaufvertragsschluss. Denn nach Ihrer Sachverhaltsschilderung liegt kein entsprechender Nachweis der Vermittlung vor, dies müsste der aber Makler beweisen können. Da der Käufer jedoch von sich aus an Sie bzw. Ihren Sohn herangetreten ist, liegt gerade keine Leistung des Maklers vor, welche zum Vertragsschluss geführt bzw. die Abschlussbereitschaft des Käufers zumindest gefördert hätte. Aus diesem Grund kann dieser daher auch keine Provision beanspruchen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Ansonsten wünsche ich noch einen schönen Tag und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66361 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnell und hochprofessionell! Sehr empfehlenswert. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell, ausführlich und verständlich. Für mich eine hilfreiche und kompetente Antwort. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super-schnelle und detaillierte, verständliche Antwort. Vielen Dank sagt die Firma ...
FRAGESTELLER