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Maklerprovision Gewerberaum

| 01.11.2017 11:59 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Guten Tag,

es geht um die Anmietung eines 14qm-Raumes in einem Business StartUp-Center. Der Erstkontakt kam über die Anzeige eines Maklers zustande - hier wird dauerhaft ein Raum (von 3 Räumen) inseriert, einer davon steht meist leer. Über diese Anzeige wurde im Zeitraum noch mindestens eine weitere Anmietung umgesetzt.
Nach der Besichtigung am 24.08.2016 hat der Makler weder den angefragten Grundriss noch die NK-Abrechnung nachgereicht. Der Vermieter hat die Vermietung an mich abgelehnt (wegen freiberuflicher Tätigkeit, statt wie gewünscht: gewerbliche Tätigkeit). Hier hat der Makler nicht vermittelt, um mir die Anmietung zu ermöglichen.

Mehrere Monate später bin ich direkt an den Vermieter herangetreten und war mit ihm wegen der Bedenken gegen meine Tätigkeit im Gespräch. Zum 01.05.2017 (also 9 Monate später! und ohne Zutun des Maklers) konnte ich den Raum anmieten.
Diese Anmietung hat insofern eine andere Grundlage, dass ich die Miethöhe auf 400,- warm (statt zuvor 400,- kalt + 100,- warm) verhandelt habe.

Die Rechnung des Maklers erreicht mich Ende Oktober 2017 (Formfehler: da datiert auf den 24.06.2016!)

- Zeitpunkt erste Besichtigung mit Makler: 24.08.2016, keine Vermittlung des gewünschten Raumes wg. ausgeführter Tätigkeit;
Miete 400,- kalt + 100,- warm
- Anmietung: zum 01.05.2017, eigene Verhandlungen, zu 400,- warm inkl. NK
- Rechnung: datiert vom 24.06.2016 (?!)

Habe ich eine Möglichkeit, die Maklerrechnung zu umgehen bzw. zu mindern? Wenn ja, mit welcher Argumentation? Wie könnte eine Einigung in der Praxis aussehen? Danke für Ihre Einschätzung!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Makler hat immer dann einen Anspruch auf die Courtage, wenn sein Handeln für eine spätere Vermittlung bzw. Anmietung ursächlich war. In Ihrem Fall hat der Makler anzeigen geschaltet, Ihnen das Objekt gezeigt aber schließlich eine Vermietung abgelehnt.
Dies jedoch ist unschädlich, denn Sie hatten ein Interesse an der Anmietung und haben daher den Eigentümer kontaktiert und mit diesem die Konditionen einer Vermietung ausgehandelt und schließlich auch einen Mietvertrag erhalten. Dies genügt nach den Maßstäben der Rechtsprechung.

Die Rechtslage und die Rechtsprechung sind insofern eindeutig zu Ihren Lasten. Allerdings könnten Sie den Makler anschreiben, ankündigen, dass Sie die Ursächlichkeit seiner Tätigkeit anzweifeln und ihm daher einen Vergleich in Höhe von 30%-50% der Rechnung vorschlagen. Dann warten Sie ab, wie er reagiert.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2017 | 12:41

Von welcher Miethöhe berechnet sich dann die Maklerprovision bzw. mein Vergleichsvorschlag?
von der ursprünglich angegebenen Miethöhe? ...oder der tatsächlich ausgehandelten Miete?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.11.2017 | 12:44

Maßgeblich für die Provisionsberechnung wäre Ihnen gegenüber die tatsächlich vereinbarte Miete. Diese können Sie Ihrem Vorschlag durchaus zugrunde legen.


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Bewertung des Fragestellers 01.11.2017 | 12:56

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