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Maklerprovision - Bestellerprinzip bei einem Grundstück mit Abrissobjekt

1. März 2022 14:25 |
Preis: 59,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Grundstück soll über ein Maklerbüro veräußert werden. Auf diesem Grundstück befindet sich aktuell ein Haus welches voraussichtlich, aufgrund der hohen Sanierungskosten, abgerissen werden muss.
Das mit dem Verkauf beauftragte Maklerbüro erhalt durch den Verkäufer keine Vermittlungsprovision. Es ist jedoch geplant, vom Käufer eine Provision von 5,95% inkl. MwSt. zu verlangen.
Im Rahmen eines reinen Grundstücksverkaufs wäre dies, gemäß dem neuen Bestellerprinzips, möglich. Der Verkauf eines Einfamilienhauses würde diesem Widersprechen.

Ist es im vorliegendem Fall somit rechtens, nur vom Käufer eine Provision verlangen oder muss hier eine Provisionsteilung erfolgen?
Spielt dabei die Form des Angebots (Inserat über Gründstücksverkaufs bspw.) eine tragende Rolle?

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus..

1. März 2022 | 15:05

Antwort

von


(2040)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Höhe des Maklerentgelts, auch Courtage/Provision genannt, bestimmt sich aus dem Vertrag, hilfsweise aus § 653 BGB (nach der Üblichkeit).

Ein Maklervertrag, der den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Kaufvertrags über eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus oder die Vermittlung eines solchen Vertrags zum Gegenstand hat, bedarf der Textform.

Es kommt also darauf an, ob das zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses noch steht oder nicht.
Wird nur das Grundstück verkauft und das Haus schon abgerissen, ist es anders.

Für die Wohnraumvermittlung regeln §§ 2, 3 WoVermittG den Provisionsanspruch.

Das wäre hier anders, wenn nur das eine Grundstück verkauft würde, siehe oben.

Beim Immobilienverkauf zahlt aktuell in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Hamburg in der Regel nur der Käufer eine Maklerprovision, während in den übrigen Bundesländern Verkäufer und Käufer sich zumeist die Maklerprovision teilen.

Aber es kommt es eben auf das Bestellerprinzip an, ob dieses gilt oder nicht, was abhängig vom Bestand einer existierenden Wohnimmobilie ist (Haus eben vorhanden oder schon abgerissen).

Die Teilung der Maklergebühren gilt nicht für unbebaute Grundstücke und Mehrfamilienhäuser.

Vom Käufer eine Provision in Höhe von 5,95% inkl. MwSt. zu verlangen, wäre im letzteren Fall möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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