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Maklerprovision - Anspruch auf Provision durch Zusendung von Exposee?

| 02.03.2009 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


15:45
Wir haben von Freunden einen Tipp bekommen, dass ein Makler ein für uns interessantes Objekt zur Vermietung anbietet. Auf den Anruf meiner Frau erhielten wir vom Makler die Adresse mit der Aussage, unsd as Objekt erstmal von außen anzusehen, ob es überhaupt etwas für uns ist. Ein paar Tage später erreichte uns ein unangefordertes Exposée für das Objekt "Driescherfeld 2". Name und Adresse des Vermieters wurde uns NICHT genannt. Ein Versuch, den Makler zu erreichen schlug fehl, ein Rückruf ist nie erfolgt. Zur gleichen Zeit wurde das Objekt von einem anderen Makler in Immobilienscout angeboten. Da wir den anderen Makler nicht erreicht haben und unter Zeitdruck standen, haben wir uns mit diesem Makler aus Immobilienscout in Verbindung gesetzt. Durch seine Vermittlung ist ein Mietvertrag für das Objekt "Driescherfeld 2 b" zustande gekommen. Die fällige Provision haben wir fristgerecht beglichen. Das war im Juli 2008. Mitte Februar erreichte uns nun ein Schreiben des ersten Maklers, in dem er einen Provisionsanspruch gegen uns geltend macht. Ist dieser Anspruch rechtens?
02.03.2009 | 11:25

Antwort

von


(562)
Mädewalder Weg 34
12621 Berlin
Tel: 030.56702204
Web: http://www.RafBB.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Voraussetzung für Ihre Zahlungspflicht ist das Vorliegen eines Maklervertrages. D.h. nachdem der Makler Sie davon unterrichtet hat, dass Sie im Falle eines Vertragsabschlusses seine Courtage zu zahlen hätten, müssten Sie weiter seine Dienste in Anspruch genommen haben. Weiterhin dürfte der Makler nicht für den anderen Vertragspartner tätig gewesen sein, wenn dies vertraglich ausgeschlossen war; § 654 BGB

Darüber hinaus muss die Vermittlung des Maklers ursächlich für den Vertragsschluss gewesen sein. Dies kann dann zweifelhaft sein, wenn zwischen Vermittlung und Kaufvertrag eine nicht unerhebliche Zeitspanne liegt. Da die erste Besichtigung im April dieses Jahres erfolgte, ist von einer Ursächlichkeit auszugehen.
Sollten daran jedoch Zweifel bestehen, ist der Makler für die Ursächlichkeit beweispflichtig.

2.
Nach Ihrer Schilderung haben Sie keinen Maklervertrag abgeschlossen. Der Makler hat Ihnen zwar ein Exposee zugesandt, aus dem idR hervorgeht, dass die Leistungen des Maklers kostenpflichtig sind. Da Sie aber weitere Dienste des Maklers nicht in Anspruch genommen haben, ist es zu keinem Vertragsschluss gekommen.

3.
Sie sollten daher dem Makler mitteilen, dass kein Provisionsanspruch besteht. Sollte der Makler gerichtlich gegen Sie vorgehen, rate ich Ihnen einen Rechtsanwalt zu Ihrer Vertretung zu beauftragen. Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

4.
Möglicherweise haben Sie gegen den zweiten Makler einen Anspruch auf Rückzahlung der Courtage, da Ihnen das Objekt bereits bekannt war und damit eine Ursächlichkeit der Vermittlungstätigkeit des Maklers mit dem Abschluss Mietvertrag nicht gegeben war. Dies bedarf jedoch einer eingehenderen Prüfung Ihrer gesamten Unterlagen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Rückfrage vom Fragesteller 02.03.2009 | 15:38

Sehr geehrter Herr Bordasch,
vielen Dank für Ihre schnelle und umfassende Antwort. Wäre es denn eigentlich grundsätzlich möglich, dass wir die Maklerprovision für ein und das selbe Objekt 2x entrichten müssen oder ist dies rein rechtlich schon ausgeschlossen und gibt es hierzu vergleichbare Fälle? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.03.2009 | 15:45

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn die o.g. Voraussetzungen einer Zahlungspflicht bei beiden Maklern vorliegen (Maklervertrag und Ursächlichkeit für den Vertragsschluss), können Sie auch verpflichtet sein zweimal Courtage zu bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 02.03.2009 | 15:36

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