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Maklerprovision - Absage Makler nach Zusage, jetzt Verkauf durch Eigentümer

| 08.02.2016 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Wir möchten ein Haus erwerben, auf das wir über einen Makler aufmerksam geworden sind.
Nach einigen Verhandlungen einigten wir uns auf einen Kaufpreis (inkl. verhandelter Provision), dem der Makler per Mail zustimmte. Wir kümmerten uns um die Finanzierung und einen Gutachter, der vor Vertragsunterzeichnung nochmal die Bausubstanz prüfen sollte (so mit dem Makler vereinbart).
Plötzlich meldete sich der Makler und behauptete einen weiteren Interessenten zu haben, der mehr bieten würde. Wenn wir nicht bereit wären mehr zu zahlen, würde der andere Interessent den Zuschlag erhalten. Da wir der Überzeugung waren, bereits eine Einigung erzielt zu haben (und vermuteten, dass es dem Makler nur darum ging, die bereits verhandelte Provision zu erhöhen), wiesen wir nochmals auf seine schriftliche Zusage hin, aber ohne Erfolg. Aufgrund dieser unseriösen Vorgehensweise brachen wir den Kontakt zum Makler ab.

Die Immobilie wurde jedoch bisher nicht verkauft, der Maklervertrag ist inzwischen ausgelaufen und die Immobilie wird nun direkt vom Eigentümer angeboten, der auch bereit wäre an uns zu verkaufen.

Muss ich dem Makler, wenn wir die Immobilie jetzt direkt vom Eigentümer erwerben, eine Provision zahlen, obwohl der Makler damals seine Vereinbarung mit uns nicht eingehalten hat?

Sehr geehrter Fragesteller,

leider ist davon auszugehen, dass zu Gunsten des Maklers eine Provisionszahlung anfallen wird. Inhalt eines Maklervertrages ist, dass dem Auftraggeber (hier Verkäufer) ein Vertragspartner (Sie als Verkäufer) vermittelt und hierdurch ein Provisionsanspruch ausgelöst wird.

Genau diese Leistung wurde vorliegend erbracht, der Kontakt zwischen Ihnen und dem Verkäufer ist hergestellt. Hierfür ist es auch unerheblich, dass die vereinbarte Vertragsdauer abgelaufen ist. Diese entfaltet nur zwischen dem Makler und seinem Auftraggeber Wirkung. Durch den Ablauf ist lediglich festgelegt, dass er keine weiteren Tätigkeiten mehr erbringt, der aktuelle Kontakt beruht aber bereits auf seiner Arbeit.

Wenn Sie mit dem Verkäufer eine Einigung erzielen sollten, müssen Sie dem Makler eine Provison bezahlen, auch wenn sein Verhalten zuvor zumindest diskussionswürdig war.
Eventuell gelingt es Ihnen, mit dem Verkäufer einen etwas geringeren Preis zu vereinbaren, so dass Sie das Eingesparte für die Maklerrechnung einplanen können.
Passen Sie aber auf: Eventuell war es ja sogar der Verkäufer selbst, der den Makler mit einem "erfundenen weiteren Interessenten" vorgeschickt hat, um den Preis nach oben zu treiben.

Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2016 | 13:13

Sehr geehrte Frau Fritsch,
vielen Dank für Ihre Einschätzung, aus der sich noch eine Nachfrage ergibt:
Wenn ich, obwohl der Makler damals seine Zusage widerrufen hat, wie Sie sagen, provisionspflichtig bin, müsste ich dann die kompletten, inserierten 7,14% zahlen, oder nur die Provision in der Höhe, wie sie damals bereits verhandelt war?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.02.2016 | 13:30

Sehr geehrter Fragesteller,

die Provision berechnet sich ausgehend von der endgültig vereinbarten Kaufpreissumme, also auf Basis dessen, was Sie nunmehr endgültig mit dem Verkäufer vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 10.02.2016 | 08:25

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Stellungnahme vom Anwalt:
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