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Maklerkosten ohne Vertrag?

| 14.02.2016 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Zusammenfassung: Voraussetzungen des Anspruchs auf Zahlung einer Maklercourtage

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit über 10 Jahren sind wir Mieter einer ETW. Der Eigentümer erwägt seit einigen Jahren den Verkauf, er fragte auch, ob wir Interesse hätten, war damals nicht machbar. Nun wurde ein Makler beauftragt, der sich auch wegen Terminabsprachen bei uns vorgestellt hat, vom Selbsterwerb durch uns war nicht die Rede. Inzwischen Rentner, haben wir uns jetzt entschlossen, die ETW zu kaufen, um Umzugsstress/-arbeit vorzubeugen. Wir sind auf die Eigentümer zugegangen, haben ein Angebot gemacht und es wird akzeptiert. Dem Makler wurde davon MItteilung gemacht, damit er bitte die weitere Vermarktung einstellt.Seit Beginn seiner Tätigkeit vor einigen Monaten hat er den Eigentümern keine ernsthaften Interessenten vermitteln können. Jetzt möchte er bei Vertragsabschluss die 5-stellige Provisionssumme von uns erheben, obwohl es dafür keinerlei Grundlagen gibt. Kommt er damit durch? Die Eigentümer haben einen Alleinauftrag mit ihm, der aber nicht den Verkauf durch sie selbst ausschließt, schrftl. ist festgehalten, dass ihnen keine Courtagekosten entstehen, im Höchstfall ein Betrag < 1000€, bei Pflichtverletzungen zu zahlen ist. Diese wären aber lt. Vertrag auch nicht nachvollziehbar, da durch E-Mailverkehr belegbar ist, dass wir sie ansprochen haben und nicht umgekehrt.Wie ist hier die Rechtslage? Danke für eine schnelle Antwort! Freundliche Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, dass der Makler einen unmittelbar gegen Sie gerichteten vertraglichen Anspruch auf Zahlung einer Maklercourtage hat. Dies würde den Abschluss eines Maklervertrags zwischen Ihnen und dem Makler voraussetzen, welcher nicht ersichtlich ist.

Auch dürfte kein Vergütungsanspruch aus dem zwischen dem Makler und dem Eigentümer geschlossenen Maklervertrag bestehen. Neben dem Erfordernis eines wirksamen Vertragsschlusses setzt der Anspruch auf Zahlung einer Courtage unter anderem auch voraus, dass der Makler eine für den Abschluss des Kaufvertrags (zumindest mit-)ursächliche Maklerleistung erbringt. An einer solchen fehlt es, wenn Sie anderweitig mit dem Verkäufer Vertragsverhandlungen aufgenommen haben. Wenn es dem Eigentümer vertraglich nicht untersagt war, sich selbst um einen Kaufinteressenten zu bemühen, ist auch eine Pflichtverletzung nicht erkennbar.

Daher teile ich im Ergebnis Ihre Rechtsauffassung, wonach ein Anspruch auf Zahlung einer Maklerprovision nicht besteht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2016 | 17:57

Vielen Dank für die schnelle Antwort, das gibt Sicherheit. Der Makler soll ja nicht umsonst gearbeitet haben- keine Provision, aber Ersatz für Aufwendungen (pauschal im Vertrag vereinbart), richtig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2016 | 18:08

Sehr geehrte Fragestellerin,

ob der Makler einen vertraglichen Anspruch auf Aufwendungsersatz geltend machen kann, hängt vom konkreten Inhalt des Vertrages ab. Diese Aufwendungen dürften allerdings sehr viel geringer ausfallen als die eigentliche Provision. Sollte Aufwendungsersatz geschuldet sein, wäre es sicherlich eine angemessene Kompromisslösung, wenn Sie und der Verkäufer sich diese Kosten teilen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.02.2016 | 13:51

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