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Maklerin kündigen


| 31.01.2018 12:04 |
Preis: 30,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



Guten Tag,

ich hatte eine Maklerin damit beauftragt, eine Wohnung für mich zu verkaufen. Es wurde kein schriftlicher Maklervertrag abgeschlossen, sondern es lief alles nur über mündliche Absprache. Nun läuft die Sache ergebnislos schon seit über 6 Monaten, und ich habe zunehmend auch persönliche Schwierigkeiten mit der Dame. Daher habe ich gesagt, falls der aktuelle Interessent wieder abspringt, dass ich dann die Zusammenarbeit beenden möchte, ihr also den Auftrag entziehen werde.

Nun hatte die Maklerin natürlich Aufwand. Sie hat Bilder der Wohnung gemacht, ein Exposé erstellt, Anzeigen geschaltet und ein paar Interessenten die Wohnung gezeigt. Daher ist sie nun der Meinung, dass ich ihr den Auftrag nicht entziehen könne, weil sie Arbeit darin investiert hat.
Es wurde jedoch nie ein ordentlicher Maklervertrag abgeschlossen, schon gar kein befristeter Vertrag. Alles wurde nur telefonisch besprochen, ohne dass irgendwelche bestimmten Vereinbarungen getroffen wurden. Natürlich hätte sie einen Provisionsanspruch, falls einer der Interessenten, mit denen sie Kontakt hatte, die Wohnung doch noch kaufen möchte.

Meine Frage lautet nun aber: besteht darüber hinaus hier irgendein Anspruch mir gegenüber? Muss ich ihr in irgendeiner Weise eine Aufwandsentschädigung bezahlen?

Und obwohl es ja nie einen schriftlichen Vertrag gab, muss die Kündigung des Maklerauftrages dennoch schriftlich erfolgen?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Grundsätzlich bedürfen Maklerverträge nicht der Schriftform und können auch mündlich erfolgen.

Ein solcher Vertrag ohne Vertrag-Laufzeit kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden (Palandt § 652 Rdn. 12).

Der Makler hat nur dann Anspruch auf Aufwendungsersatz, wenn dies ausdrücklich vertraglich vereinbart wurde (§ 652 Absatz 2 BGB ). Da Sie diesbezüglich keine Vereinbarung mit der Maklerin getroffen haben, hat die Maklerin auch keinen Anspruch auf Erstattung irgendwelcher Kosten wie Lichtbilder, Exposé, Anzeigen etc..

Die Kündigung des mündlich vereinbarten Maklervertrages sollten Sie auf jeden Fall schriftlich vornehmen, allein schon aus Beweisgründen. Die Maklerin hat, da nicht vereinbart, keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Kosten.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2018 | 13:15

Guten Tag Herr Dratwa,

vielen Dank für Ihre rasche und punktgenaue Antwort.

Wenn ich darf, nur noch eine kurze Nachfrage: Genügt zur Einhaltung der Schriftform für die Kündigung eine eMail die ich der Maklerin geschrieben hatte? Und auf die sie auch geantwortet hat, die mail also nachweislich erhalten hat?

Oder sollte ich besser einen Brief schreiben und diesen per Einschreiben versenden?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2018 | 13:17

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Kündigung sollte per Brief mit Rückschein erfolgen.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


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