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Maklergebühren über internetkontakt

07.04.2008 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Guten Tag,

ich möchte gerne Klarheit über folgenden Sachverhalt:

Ich habe im Internet eine Immobilienanzeige eines Maklers gefunden und nach der fernmündlichen Kontaktaufnahme ein Expose(mit Hinweis auf die Maklerprovision) und die Adresse/Telefonnummer der Verkäufers erhalten.
Danach trat der Makler in keinster Weise mehr in Erscheinung.

Der Kauf kam durch den Direktkontakt mit dem Verkäufer und dessen Organisation zustande. Der Verkäufer gibt an, dem Makler keinen Auftrag für sein Haus erteilt zu haben. Er hatte privat Käufer gesucht, auf diese Anzeige meldete sich auch der Makler - was er erst spät im Gespräch zu erkennen gab. Der Verkäufer erklärte sich dann bereit, ihm Informationsmaterialien über das Haus zu geben und dem Makler mitzuteilen, wann das Haus verkauft sei. Darüber existiert eine schriftliche Vereinbarung, deren genauen Inhalt ich nicht kenne, die beim Makler liegt.

Mit mir wurde kein Vertrag abgeschlossen.

Jetzt möchte der Makler eine Provision in Höhe von 6%zzgl. MwSt. bei einem Kaufpreis von 95000 €.

Meine Frage: Ist der Makler grundsätzlich zu dieser Forderung berechtigt auch wenn es zwischen uns keine schriftliche Abmachung gibt?

Wenn ja - muß ich tatsächlich die gesamte Provision zahlen, auch wenn der Makler so gut wie nicht tätig wurde und es vom Gefühl her ein reines "Abzocken" ist?

Vielen Dank im voraus.
I.P.

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Die Entstehung eines Lohnanspruches für den Makler ist in § 652 BGB: Entstehung des Lohnanspruchs ausdrücklich geregelt. Dies ist der Fall mit dem Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages oder für die Vermittlung eines Vertrages.

Hierfür reicht eine Mitteilung des Maklers aus, anhand derer der Auftraggeber in die Lage versetzt wird, in konkrete Verhandlungen über den Abschluss des Hauptvertrages zu treten. Die Auskunft über die Kontaktdaten des Verkäufers ist hierfür bereits ausreichend. Eine weitere Tätigkeit wird von einem Makler grundsätzlich nicht geschuldet.

Darüber hinaus ist es nicht erforderlich, dass zwischen dem Interessenten und dem Makler ein schriftlicher Mäklervertrag geschlossen wird. Für einen konkludenten Vertragsschluss ist es in der Regel ausreichend, dass der Makler dem Interessenten ein Exposé mit Provisionsverlangen übermittelt und der Interessent diesen Dienst in Kenntnis des Maklerberufes entgegennimmt (die bereitgestellten Informationen verwendet). Es kommt hierbei insbesondere darauf an, dass für den Interessenten erkennbar ist, dass der Makler für den Abschluss eines Hauptvertrages die Maklerprovision verlangen wird.

All diese Voraussetzungen scheinen in Ihrem Fall erfüllt. Insbesondere wurden Ihnen mit dem Vertragsangebot (Zusendung des Exposés) ausdrücklich auch Hinweise zur Entstehung der Maklerprovision zugesandt. Dieses Vertragsangebot des Maklers haben Sie mit der Kontaktierung des Verkäufers (und damit der Verwendung der Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen) angenommen. Im Ergebnis ist somit von einem tatsächlich bestehenden Provisionsanspruch des Maklers auszugehen.

Etwas anderes kann nur dann gelten, wenn die Provisionsklausel für Sie missverständlich war. D.h. wenn für Sie nicht eindeutig zu erkennen war, dass der Makler beabsichtigte, die Provision von Ihnen einzufordern und vielmehr Eindruck vermittelte, die Vergütung würde von der Gegenseite verlangt werden. Um dies zu klären müsste die Willenserklärung des Maklers (Exposé) genau überprüft werden.

Ich hoffe, Ihnen trotz der negativen Antwort geholfen zu haben.

Bitte beachten sie jedoch, dass es sich hierbei lediglich um eine erste Einschätzung handeln kann und bereits geringe Sachverhaltsabweichungen zu einer anderen Beurteilung führen können.


Mit freundlichen Grüßen


Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de

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