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Maklergebühren - Eigentümer hat keine Maklervertrag muss Käufer Provision zahlen


02.10.2007 23:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Wir sind durch puren Zufall auf ein Grundstück gestoßen und
haben den Eigentümer ermittelt. Dieser bekam vor kurzem
ungebetenen Besuch eines Maklers mit dem Sie keine feste
Vereinbarung geschlossen hatten. Er hat offensichtlich ohne
ihr Wissen das Grundstück im Internet zum Verkauf angeboten
und verlangt dafür Maklergeühren obwohl sie ganz klar gesagt
haben sie überlegen es sich noch.
Wenn wir jetzt das Grundstück erwerben müssen wir Provision
zahlen?
Sehr geehrte Ratsuchenden,


Ihre Sachverhaltsschilderung ist zwar ein wenig knapp, auf der Grundlage der gegebenen Informationen sehe ich hier allerdings keine rechtliche Verpflichtung Ihrerseits, eine Provision an den Makler zahlen zu müssen.

Ob nämlich zwischen dem Makler und dem Eigentümer überhaupt rechtliche Verpflichtungen bestehen - was offenbar zweifelhaft ist - spielt hier nicht die entscheidende Rolle.

Denn zum Einen entsteht der Anspruch auf einen Mäklerlohn nach Wortlaut, Sinn und Zweck des § 652 Abs. 1 BGB nur gegenüber derjenigen Partei (hier also Verkäufer bzw. Käufer), die sich gegenüber dem Makler eigens verpflichtet hat, und das wäre hier allenfalls der Eigentümer und nicht Sie.

Zum Anderen wäre aber auch noch Voraussetzung, dass der Kaufvertrag dann auch aufgrund der Vermittlung oder aufgrund des Nachweises einer Gelegenheit zum Vertragsschluss zustande kommt. Daran wird es hier fehlen, weil Sie ja schon bevor der Makler sich eingeschaltet hat, mit dem Eigentümer in Vertragsverhandlungen waren. Somit kann die Tätigkeit des Maklers nicht als ursächlich für den Vertragsabschluss gesehen werden. Die Ursächlichkeit wäre zudem vom Makler zu beweisen.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Befürchtungen relativieren und Ihnen die generelle Rechtslage verständlich machen. Sollten im Verlauf der Angelegenheit dennoch Probleme auf Sie zukommen, vertrete ich Sie gerne.
Zunächst haben Sie aber noch die Möglichkeit, hier Rückfragen zum Verständnis zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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