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Maklergebühr zu Recht?


04.03.2005 13:28 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Mein Vater hatte Interesse an einem Reihenhaus welches von einer Bank zum Verkauf angeboten wurde.
Er besorgte sich das Expose dieses Objektes und unterschrieb einen Maklervertrag.
Aus Interesse fuhr ich mit zu dem Besichtigungstermin.
Daraufhin war klar das, dass Objekt für meinen Vater nicht in Frage kam aber ich das Objekt kaufen würde.
Ich signalisierte dem Makler dass ich mit seiner Maklergebühr nicht einverstanden wäre.
Daraufhin nahm ich mit dem Verkäufer selbst den Kontakt auf und wickelte das Geschäft ab.
Nach dem Verkauf sandte der Makler die Forderung der gesamten Maklergebühr – diese lehnte ich mit dem Hinweis auf einen fehlenden Maklervertrag, sowie den insgesamt nur 30 minütigen Tätigkeit für mich, ab, überwies aber als Beratungskosten 1.500,- Euro.
Nach nunmehr einem Monat kam ein Schreiben des Anwaltes das die kpl. Forderung + 300 Euro Anwaltskosten einfordert.
Besteht Aussicht diese Forderung abzulehnen?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie erst bei dem Besichtigungstermin mit dem Makler zusammengetroffen sind, ihm dort zu verstehen gegeben haben, dass Sie mit seinem Provisionsverlangen nicht einverstanden sind, und im weiteren Verlauf nicht mehr mit dem Makler zusammengearbeitet haben, dann haben Sie selbst keinen Maklervertrag geschlossen, aus dem heraus Sie eine Provision schulden würden.

Allerdings erscheint mir Ihre Vorgehensweise ein wenig "tricky", um es flapsig auszudrücken. Es könnte die Vermutung aufkommen, dass Ihr Vater nur als eine Art Strohmann aufgetreten sei, als er sich mit dem Makler in Verbindung gesetzt und den Vertrag unterschrieben hat, und es in Wahrheit um ein Haus für Sie ging. Möglicherweise ist Ihr Vater dann als Ihr Stellvertreter bei dem Abschluss des Maklervertrags anzusehen, mit der Folge, dass in Wahrheit Sie und nicht Ihr Vater Vertragspartner des Maklervertrags sind. Eine solche Stellvertretung müsste allerdings der Makler beweisen, da er ja derjenige ist, der hieraus Ansprüche gegen Sie ableiten will. Sie sollten daher überlegen, ob der Makler irgendwelche Anhaltspunkte dafür vorbringen könnte, dass Ihr Vater von vornherein für Sie aufgetreten ist. Wenn dies nicht der Fall ist, dann brauchen Sie der Zahlungsaufforderung keine Folge leisten und können auch einer etwaigen Klage des Maklers getrost entgegen sehen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 04.03.2005 | 19:40

Dies ist das Anschreiben der Anwälte - ändert das etwas an dem von Ihnen beantworteten Sachverhalt? Und emfiehlt es sich auf dieses Schreiben zu Antworten?
Besten Dank übrigens für Ihre Einschätzung der Rechtslage
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Mit dem von Ihrer Seite unterbreitetem Vorschlag kann sich unsere Mandantin nicht einverstanden erklären. Selbstverständlich ist im vorliegendem Fall ein rechtsgültiger Maklervertrag entstanden. Von Ihrem Vater wurde im Rahmen einer gemeinsamen Besichtigung auch eine Nachweisbestätigung unterzeichnet.
Die Tätigkeit unserer Mandantschaft war auch ursächlich für den erfolgreichen Vertragsabschluß, wie auch bereits durch den zeitlichen Zusammenhang bestätigt wird.
wir fordern Sie daher auf ...
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Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2005 | 21:28

Das ist natürlich so ein Standardschreiben. Um Ihre Sicht der Dinge deutlich zu machen, sollten Sie kurz zurückschreiben, dass Ihr Vater zwar Vertragspartner des Maklers/der Maklerfirma war, auch die entsprechenden Unterschriften geleistet hat, das Haus jedoch ihm nicht erfolgreich vermittelt werden konnte, weshalb der Makler keine Provisionsansprüche gegen ihn geltend machen kann. Sie wiederum haben sich zwar für das Haus entschieden, haben aber keinen Vertrag mit dem Makler abgeschlossen, auf dessen Grundlage dem Makler Provisionsansprüche zustehen könnten. Daher kann der Makler weder von Ihnen noch von Ihrem Vater die Zahlung einer Provision verlangen.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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