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Maklergebühr - bei mehreren Maklern

20.05.2008 07:35 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Auf der Suche nach einem Haus (zur Miete) warte ich bis heute auf den Besichtigungstermin durch ein Maklerbüro, mit dem ich schon Kontakt hatte. Inzwischen hat mir ein anderer Makler das gleiche Objekt angeboten und mir sogar Telefonnummer der jetzigen Mieter und die Adresse des Objektes mitgeteilt sowie die Grundrisse per Email übermittelt. Ich habe diesem zweiten Makler nun heute, noch am gleichen Tag, per Email mitgeteilt, dass ich schon Vorkenntnis von diesem Objekt hatte und welche Firma es mir angeboten hat. Bin ich damit sicher gegen die Berechnung einer Maklergebühr des zweiten Maklers oder muss ich noch etwas anderes tun?

20.05.2008 | 08:35

Antwort

von


(199)
Ulzburger Str. 362
22846 Norderstedt
Tel: 040 / 547 89 42
Web: http://www.bischoff-maertens.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Rechtsgrundlage für die Forderung einer "Maklergebühr", also eines Provisionsanspruchs eines Maklers, ist § 652 BGB . Danach entsteht der Lohnanspruch des Maklers, wenn der Hauptvertrag (hier: Mietvertrag) infolge des Nachweises oder der Vermittlung des Maklers zustande kommt. Nach dieser Grundregel ist es grundsätzlich nicht ausgeschlossen, daß mehrere Makler mitursächlich für einen Vertragsabschluß sind. Dann stehen auch allen Maklern, die mitursächlich für den Vertragsabschluß waren, Provisionsansprüche zu.

Wann eine (Mit-)Ursächlichkeit vorliegt, ist eine Frage des Einzelfalls. So ist bei Vorkenntnis z.B. aufgrund des Nachweises eines anderen Maklers der zweite Makler nicht (mit-)ursächlich für den Vertragsabschluß (OLG Karlsruhe NJW-RR 94, 509 ), es sei denn der zweite Makler liefert eine zusätzliche, für den Vertragsabschluß wesentliche Information (BGH NJW-RR 96, 114 ).

In Ihrem Fall stellt es sich für mich so dar, daß Sie von dem zweiten Makler zusätzliche Informationen über das Objekt erhalten haben. Damit hätte dieser Makler sich seine Provision nach meiner derzeitigen Einschätzung (kleine Änderungen im Sachverhalt können hier eine andere Bewertung erforderlich machen) in jedem Fall verdient, wenn Sie den Mietvertrag abschließen. Jedoch habe ich nach Ihrer bisherigen Schilderung Bedenken, ob der erste Makler bisher überhaupt eine Tätigkeit entfaltet hat, die als Setzen einer Ursache für den Abschluß des Mietvertrags bewertet werden kann. Dieser Provisionsanspruch ließe sich möglicherweise mit Erfolg abwehren.

Ich hoffe, Ihnen einer erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Gesetzestext:
§ 652 BGB
"(1) 1Wer für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags oder für die Vermittlung eines Vertrags einen Mäklerlohn verspricht, ist zur Entrichtung des Lohnes nur verpflichtet, wenn der Vertrag infolge des Nachweises oder infolge der Vermittlung des Mäklers zustande kommt. 2Wird der Vertrag unter einer aufschiebenden Bedingung geschlossen, so kann der Mäklerlohn erst verlangt werden, wenn die Bedingung eintritt.
(2) 1Aufwendungen sind dem Mäkler nur zu ersetzen, wenn es vereinbart ist. 2Dies gilt auch dann, wenn ein Vertrag nicht zustande kommt."


ANTWORT VON

(199)

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