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Maklergebühr bei Hauskauf


| 12.12.2017 18:12 |
Preis: 67,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Evgen Stadnik



Sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt:
Ein Angehöriger einer Erbengemeinschaft wird beauftragt, das bebaute Grundstück der Verstorbenen zu veräußern. Dieses geschieht zunächst über einen Makler, der Angehörige schaltet aber auch parallel selbst eine Anzeige im Internet.
Im Internet sieht ein Interessent (der spätere Käufer) diese Wohnung, die vom Makler auf seiner Homepage inseriert ist. Der Interessent nimmt Kontakt mit dem Makler auf und vereinbart einen Besichtigungstermin, der auch wahrgenommen wird. Weitere Termine zwischen Makler mit diesem Interessenten wegen des bebauten Grundstücks gibt es nicht.
Der Interessent wendet sich dann direkt an den Angehörigen, weil dessen Telefonnummer in einer Fensterbank liegt. Die beiden werden sich einig und es kommt zum Kauf der Immobilie.
Der Makler erfährt davon und fordert nun die ihm seiner Meinung nach zustehende Maklergebühr.
Frage: Ist diese Forderung berechtigt?
Zusatz: Der Käufer ist gebürtiger Pole, wohnt seit einigen Jahren in Deutschland. Er versteht die deutsche Sprache, das Verständnis für die Schriftform ist allerdings stark eingeschränkt.
Viele Dank und beste Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Forderung des Maklers berechtigt ist. Es herrscht der Grundsatz, dass sobald die Tätigkeit des Maklers für den Kaufvertragsabschluss kausal war (auch wenn nur das vom Makler gefertigte Expose ohne seine Kenntnis eingesehen wurde) ist der Maklerlohn fällig.

Hier war wohl die Tätigkeit des Maklers für den Kaufvertragsabschluss kausal. Auch wenn wohl nicht seitens des Maklers bewiesen werden kann, dass das Expose auf dessen Webseite eingesehen worden war, so gab es aber einen Besichtigungstermin. Nur aufgrund dieses Termins ist es zu einer Kommunikation mit den Eigentümern gekommen auf deren Grundlage dann der Kaufvertrag geschlossen wurde. Insofern kann man die Tätigkeit des Maklers nicht hinwegdenken, ohne das der Verkauf des Hauses stattgefunden hätte.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Prognose erteilen kann, aber Sie werden wohl die Maklerkosten tragen müssen. Eine Verweigerung der Zahlung wäre mit einem sehr hohen Prozessrisiko behaftet.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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