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Maklergebühr an zwei Makler fällig?

29.01.2008 09:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Hallo und guten Tag,

der Sachverhalt ist wie folgt: Wir planen ein Haus zu kaufen und durchforsten dabei v.a. die gängigen Internetpotale. Bei immobilienscout24.de stießen wir Anfang Dezember auf ein interessantes Angebot und füllten das Standardkontaktformular aus. Das Objekt wurde von Makler A (Provision 5% + Mwst.) angeboten. Daraufhin nahm eine Mitarbeiterin telefonisch Kontakt mit uns auf und wir vereinbarten gleich einen Besichtigungstermin. Diesen mussten wir allerdings krankheitsbedingt absagen. Weiteren Kontakt mit A gab es nicht, wir bekamen auch nichts zugesandt, kein Expose per Post, keine E-Mail, nichts.

Nach unserer Genesung und weiteren Internetrecherchen entdeckten wir dasselbe Objekt, allerdings angeboten von Makler B (Provision 3% + Mwst.). Wir nahmen Kontakt mit B über das Kontaktformular auf, vereinbarten eine Besichtigung und erhielten das Expose per E-Mail. Die Besichtigung fand auch statt. Dass zwischen uns und B ein Maklervertrag zustande gekommen ist, ist uns klar.

Aber wir fragen uns, ob auch zwischen uns und A ein rechtswirksamer Maklervertrag entstanden ist und ob A im Falle des Kaufs der Immobilie auch eine Provision verlangen kann.

Danke und Gruß, CH

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Vorbehaltlich gesonderter Bedingungen auf der Seite immobilienscout24.de, welche mir nicht bekannt sind, sind zunächst die Vertragsbeziehungen zwischen den Parteien zu betrachten: Grundsätzlich bestehen Vertragsverhältnisse nur in Form des Maklervertrages zwischen Auftraggeber und Makler und in Form des vermittelten Vertrages (Hauptvertrag) zwischen Auftraggeber und dessen Vertragspartner, also Ihnen.

Dabei steht es dem Auftraggeber grundsätzlich frei, mehrere Makler zu beauftragen. Die Frage, ob Makler A ebenfalls einen Anspruch auf die Maklerprovision hat, richtet sich also nach dem Vertragsverhältnis zwischen Auftraggeber und dem Makler. Liegt ein Alleinauftrag vor, so schuldet der Auftraggeber ggfls. auch dem ersten Makler die Provision, falls er über einen anderen Makler veräußert. Das ist dann aber grundsätzlich ein Problem des Auftraggebers und nicht Ihres.

Unabhängig davon dürfte ein Provisionsanspruch des Maklers A bereits daran scheitern, dass er seine Leistung nicht erbracht hat: Zu unterscheiden sind hier Nachweis- und Vermittlungsmakler, wobei mir die Ausgestaltung des Maklervertrages nicht bekannt ist. Eine tiefergehende Ausführung dieser Unterscheidung ist jedoch m.E. entbehrlich. Beim Nachweismakler reicht jedenfalls nicht aus, wenn der der Interessent erst später Interesse an einem Vertragsschluss findet und mit dem Auftraggeber den Vertrag schließt. Vermittlung würde nur dann vorliegen, wenn der Makler bewußt auf Ihre Willensentschließung zum Abschluss des Kaufvertrages eingewirkt hätte.

Ein Anspruch des Maklres A dürfte demnach ausgeschlossen sein. Rein vorsorglich könnte Sie diese Frage bei Makler B bzw. dem Eigentümer ansprechen und sich von Makleransprüchen des Maklers A freistellen lassen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.


Mit freundlichen Grüßen

André Sämann
Rechtsanwalt
_______________________________________
Herzogswall 34
45657 Recklinghausen

Telefon 02361 370 340 0
Telefax 02361 370 340 1

Mail info@ra-saemann.com
Web www.ra-saemann.com
_______________________________________


Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

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