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Maklercoutage


| 05.12.2012 16:37 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
momentan haben wir nach einer Wohnungsanmietung ein Streitthema mit dem Makler bzgl. seiner Courtage. Damit der Text nicht zu unübersichtlich wird versuche ich die Ereignisse in Stichpunkten zusammen zu fassen.

- Mitte August haben wir bei Immobilienscout eine Wohnung gefunden, Kontakt mit dem Makler aufgenommen und diese Wohnung besichtigt (im Folgenden „große" Wohnung genannt). Bei der Besichtigung zeigte der Makler drei Wohnungen um den Stand der Renovierungsarbeiten darzustellen. An den anderen Wohnung bestand zu der Zeit kein Interesse.

- Die Entscheidung ist auf die große Wohnung gefallen und der Makler hat unsere Unterlagen an die Hausverwaltung weiter geleitet.

- Anfang September erhielten wir den Mietvertrag. Zeitlich bekamen wir von dem Makler eine schlechte Nachricht. An der großen Wohnung bestand Interesse von einer weiteren Person (zu dem Zeitpunkt wussten wir nicht, wer diese Person ist). Der Makler riet uns dazu den Mietvertrag zu unterschreiben und so die Hausverwaltung unter Zugzwang zu setzen.

- Nach persönlichen Telefonaten mit der Hausverwaltung erfuhren wir, dass das weitere Interesse an der großen Wohnung familiererseits der Vermieterin war. Die Hausverwaltung riet uns dazu von dem Mietvertrag zurückzutreten. Gleichzeitig bot man uns eine der anderen beiden Wohnungen an (im Folgenden kleine Wohnung genannt).

- Da zu diesem Zeitpunkt der Makler den Schlüssel hatte vereinbarten wir einen Termin um uns die kleine Wohnung „bewusst" anzuschauen.

- Wir haben uns dann auf den Vorschlag der Hausverwaltung eingelassen, der Vertrag für die große Wohnung wurde aufgehoben und ein neuer Mietvertrag für die kleine Wohnung wurde geschlossen. Wohl bemerkt um alle Formalismen zum Mietvertrag der kleinen Wohnung haben wir uns selber gekümmert, der Makler hatte hier, bis auf das Aufschließen der Wohnungstür zur „zweiten bewussten Besichtigung" nichts mehr mit zu tun.

- Zudem hatten wir unsere alte Wohnung mittlerweile gekündigt, uns blieb hier nicht viel anderes übrig.

- Bei der Schlüsselübergabe haben wir von der Hausverwaltung erfahren, dass der Makler von dem Umstand des familiären Interesses Informiert war und der Vermieter zu den Besichtigungen benachrichtigt werden sollte. Er riet uns also unter Vortäuschung falscher Tatsachen zur Unterschrift des Mietvertrages der großen Wohnung.

- Nun will der Makler für die Vermietung der kleinen Wohnung, die uns von der Hausverwaltung (und dem Vermieter angeboten wurde) seine Courtage in Höhe von knapp 1000,-€ haben. Einen Betrag, den wir als völlig überzogen halten, zum einen hat er uns in Schwierigkeiten gebracht, zu falschem Aktionismus geraten und uns Informationen verschwiegen. Eine Aufwandsentschädigung, welche wir ihm angeboten haben, in Höhe von 300,-€ schlug er aus.

Ich würde sie bitten, uns vielleicht einen kurzen Hinweis zu geben, ob sich ein rechtstreit lohnen, sprich Aussicht auf Erfolg hätte. Vielen Dank im Voraus
05.12.2012 | 17:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

wegen der Höhe der Maklergebühr, richtet sich dies grundsätzlich nach den vertraglichen Bestimmungen (meist bei 2,38 Kaltmieten inkl. MwSt.) oder eben nach § 653 BGB nach dem üblichen Lohn, der grundsätzlich ebenfalls in dieser Größenordnung anzusiedeln ist. Nach § 3 Wohnungsvermittlungsgesetz darf die Provision im Übrigen diesen Satz auch nicht übersteigen, wenn es sich um Wohnraum handelt.

Fraglich ist jedoch die Ursächlichkeit für die Entstehung des Maklerlohnes.
Dafür muss er eine Gelegenheit zum Abschluss eines Mietvertrages geschaffen haben.
Er hatte Ihnen zuvor die große Wohnung gezeigt, dessen Vertrag aber nicht zustande gekommen ist. Sie haben dann vom Vermieter eine kleinere Wohnung versprochen bekommen.

Für eine Maklerprovision spricht, dass der Kontakt über den Makler zustande gekommen ist und dieser scheinbar auch die kleine Wohnung für die Vermieterin vermitteln sollte.

Dagegen spricht, dass der ursprüngliche Vertrag nicht zustande gekommen ist und die Maklertätigkeit im Grunde genommen nur für die große Wohnung aufgenommen worden war und der Makler lediglich die kleine Wohnung aufgeschlossen hatte und ebenfalls falsche Angaben machte, um Sie dort reinzureiten und eventuell seine Provision zu erhöhen.

Ich möchte Ihnen da auch "reinen Wein einschenken", indem ich Ihnen nicht aus Gefallensgründen sage, dass es hierbei kein Risiko gibt, sondern Sie darauf hinweisen muss, dass es ein nicht kleines Prozessrisiko gibt, auf der einen, wie auch auf der anderen Seite und es vom erkennenden Gericht abhängt, ob ein solcher Maklerlohn seine Gültigkeit hat. Dies kann unterschiedlich entschieden werden, sodass ich ein Prozess lediglich bei Bestehen einer Rechtsschutzversicherung anrate.

Wenn Sie keine Versicherung haben sollten, sollten Sie die Gebühr lieber zahlen, um das Kostenrisiko bei einem Streitwert von € 1.000,00 (= € 784,10) klein zu halten, jedoch nicht höher als vertraglich vereinbart, bzw. wenn nichts vereinbart worden ist, nicht mehr als 2,38 Kaltmieten inkl. MwSt.


Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2012 | 18:13

Vielen Dank der Antwort. Ein Rechtschutzversicherung besteht, so dass das Kostenrisiko hier nicht zum tragen käme.

Würden sie uns raten selbst tätig zu werden, sprich ohne Aktions des Maklers einen "örtlichen" Anwalt aufzusuchen oder sollten wir auf eine Aktion des Makler warten (Schreiben von seinem Anwalt etc.)

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2012 | 18:33

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn eine Rechtsschutzversicherung besteht, macht es in einem späteren möglichen Gerichtsverfahren immer einen besseren Eindruck, wenn man sich kümmert, als wenn einfach abgewartet wird. Dies hat zwar offiziell keinen Anklang im Urteil, dennoch spielen bei Gerichtsentscheidungen auch oft Sympathiewerte eine Rolle, die nicht unterschätzt werden dürfen, da Normen dehnbar sind.

Wenn Sie mögen, kann meine Kanzlei auch gerne die Vertretung übernehmen. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage ist dies von Hannover auch aus kein Problem.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin zur Verfügung stehen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer
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