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Maklercourtage wirklich fällig ?

| 16.09.2013 11:39 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Maklercourtage kann auch dann fällig werden, wenn aufgrund einer von einem Makler eingestellten Anzeige im Internet, über die der Interessent die entsprechende Immobilie gefunden hat, ein Kauf- bzw. Mietvertrag geschlossen wird, ohne dass der Makler direkt am Vertragsschluss beteiligt ist.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Sachverhalt:

Ich habe auf einem Immobilienportal ein Mietobjekt entdeckt und mein Interesse dafür bekundet.
Ersichtlich war das es von einem Immobilienbüro inseriert wurde und dafür eine Maklercourtage fällig wäre.
Nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem Makler wurde mir nur eine Handynummer übermittelt mit der Bitte mich mit dem eigentlichen Vermieter in Verbindung zu setzen.

Ich erkundigte mich bei dem Vermieter und dieser bestätigte das er damals den Makler beauftrag hatte. Nachdem ich mit dem Vermieter telefoniert hatte, hatte dieser mir offenbart dass das Objekt schon vergeben wäre. Somit war das Thema „Makler" und diese Wohnung für mich erledigt.

Einen Monat später rief mich der Vermieter erneut an und sagte, dass die Wohnung nun wieder Verfügbar wäre, und ob ich noch Interesse an dieser hätte. Ich habe dem Vermieter zugesagt und einen Besichtigungstermin vereinbart, daraufhin kam es auch zu einem Mietvertrag zwischen dem Vermieter und Mir.

Nach 1 Woche erhielt ich einen Anruf vom Vermieter, dass sich der Makler bei Ihm erkundigte an wen er denn nun Vermietet habe. Der Vermieter hatte ihm meinen Namen mitgeteilt. Kurz darauf erhielt ich ein Schreiben mit der Forderung, die Courtage von dem Immobilienmakler zu zahlen.
Nach meinem Empfinden ist das nicht rechtens, da er nun mit dem eigentlichen Abschluss nichts mehr zu tun hatte, denn der Vermieter rief mich an und nicht andersherum.

Liege ich mit dieser Vermutung richtig, oder bin ich nun doch Verpflichtet die Courtage zu entrichten.

Vielen Dank im Voraus für eine hilfreiche Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt beantworten möchte:

Wie Sie schildern, haben Sie auf einem Internetportal eine von einem Maklerbüro geschaltete Immobilienanzeige entdeckt. Dieser konnten Sie entnehmen, dass im Falle eine Vertragsschlusses für den Mieter (also Sie) die Zahlung einer Maklercourtage fällig wird.

Indem Sie sich daraufhin mit dem Makler in Verbindung gesetzt haben und dieser Ihnen die Kontaktdaten des Vermieters vermittelte und letztlich ein Vertrag geschlossen wurde, sind Sie verpflichtet eine Maklercourtage zu zahlen.

Die Tatsache, dass Sie sich allein mit dem Vermieter in Verbindung setzten ändert nichts daran. Auch dass der Vertrag quasi erst beim zweiten Anlauf geschlossen worden ist, dürfte unerheblich sein.
Denn letztlich hat der Makler Ihnen die Immobilie durch die Schaltung seiner Anzeige und die Nennung der Kontaktdaten des Vermieters vermittelt im Rahmen seines Auftrages. Mithin ist die Tätigkeit des Maklers (auch) ursächlich für den Abschluss des Mietvertrages.

Auch wenn Sie das Empfinden haben, dass der Makler eigentlich nichts bzw. nicht viel getan hat, um einen Vertragsschluss zwischen Ihnen und dem Vermieter herbeizuführen, dürfen Sie nicht außer Acht lassen, dass der Makler regelmäßig schon vor Vertragsabschluss Arbeit im Rahmen seines Auftrages leistet, die ebenfalls mit der Courtage vergütet wird.
So hat er z.B. die Immobilie zu besichtigen, die Rahmendaten mit dem Vermieter zu klären, ein Exposé zu schreiben und kümmert sich letztlich um die Vermarktung der Immobilie, dazu entwirft und schaltet er Anzeigen z.B. auf geeigneten Internetportalen für potenzielle Käufer oder Mieter.

Grundsätzlich sind Sie verpflichtet, die entsprechende Maklercourtage zu zahlen.

Allerdings müssen Sie die vom Makler geforderte Höhe der Courtage nicht unbedingt akzeptieren, wenn diese über dem ortsüblichen Satz liegt. Sie haben dann die Möglichkeit, Einspruch gegen die Höhe der Courtage einzulegen und können ortsübliche Preise verlangen. Da Sie zur Höhe jedoch keine Angaben machen, kann ich diesbezüglich keine abschließende Beurteilung abgeben.

Im Übrigen müssten Sie sich mit Ihrem Vermieter bezüglich der Courtage auseinandersetzen. Möglicherweise wäre dieser bereit diese ganz oder teilweise zu übernehmen, wenn Sie ihm die Situation schildern. Verpflichtet wäre er allerdings nicht dazu.

Es tut mir leid, Ihnen keine für Sie positivere Antwort geben zu können.

Ich hoffe, Ihnen jedoch einer erste rechtliche Orientierung geboten zu haben.

Bei Verständnisproblemen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Anke Thiede
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 16.09.2013 | 13:24

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