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Maklercourtage über Grundstücksverkauf

27.06.2009 13:25 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Folgender Sachverhalt: Grundstückseigentümer A möchte ein grösseres (2000m2) unbebautes Grundstück verkaufen. Er beauftragt einen Bauträger B mit einer Parzellierungsplanung und schliesst mit diesem einen Maklervertrag ab. B führt die Parzellierungsplanung durch ( - stellt dafür auch immer wieder Rechnungen an A, die A auch bezahlt - ), plant die Bebauung der Parzellen und sucht unter anderem per Inserat in der lokalen Zeitung nach Käufer für die geplanten Häuser. Der Maklervertrag über die Grundstücke war zeitlich befristet und ist mittlerweile ausgelaufen.
Aufgrund eines der Inserate meldet sich ein Interessent C bei dem Bauträger B. Er bekommt Pläne für die Häuser, bekommt auch Preise für die Häuser genannt (mit dem Hinweis: ohne Grundstück). Auf die Nachfrage, ob man die Grundstücke auch unbebaut erwerben kann, wird ihm gesagt, dafür sei der Eigentümer zuständig. Der Name des Eigentümers wurde ihm aber nicht genannt.
Durch (wirklichen) Zufall erfährt der Interessent C aber in den folgenden Wochen den Namen des Eigentümers A und kontaktiert diesen direkt, ohne nochmals den Makler / Bauträger B einzuschalten. Käufer und Verkäufer werden schnell handelseinig.

Frage: Hat der Makler ein Recht auf eine Courtage, von Käuferseite oder von Verkäuferseite?
Vielen Dank für die Antwort

27.06.2009 | 15:09

Antwort

von


(833)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:


Damit der Makler einen Anspruch auf Provision (Courtage) geltend machen kann, muss er eine Ursache zum Zustandekommen des Kaufvertrages gesetzt haben.

Gemäß § 652 Abs. 1 BGB kann die Leistung eines Maklers im Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages (Nachweismakler) oder in der Vermittlung eines Vertrages (Vermittlungsmakler) bestehen. In der Regel erfolgt ein Tätigwerden als Nachweismakler, da dieser schon mit dem Nachweis einen Provisionsanspruch erworben hat, ohne dass es auf weitere Vermittlungsbemühungen ankommt. Er muss seinem Auftraggeber lediglich einen diesem vorher nicht bekannten Interessenten für den Vertragsschluss benannt haben und ihn somit in die Lage versetzt haben, in konkrete Verhandlungen über den angestrebten Vertragsschluss einzutreten.

Auf den ersten Blick sind die Voraussetzungen für einen Provisionsanspruch nicht gegeben, weil der Vertrag ohne eine Handlung des Maklers zustande gekommen ist. Allerdings kann eine abschließende Beurteilung erst nach Prüfung des Maklervertrages erfolgen, weil in diesem abweichende Vereinbarungen zugunsten des Maklers enthalten sein können – insbesondere im Hinblick auf die Ursächlichkeit der Maklerleistung für den Vertragsabschluss.

In Maklerverträgen wird auch häufig vereinbart „Provision trägt Käufer“ – ob dies hier der Fall ist, kann nicht beurteilt werden – ansonsten müsste sich der Makler an seinen Auftraggeber halten.

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt mit der Detailprüfung zu beauftragen; in diesem Zusammenhang stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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