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Maklercourtage fällig trotz unsicherem Mietvertrag?

| 08.09.2013 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Zur Maklerprovision bei Kündigung des vermittelten Mietvertrages.

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 14.8. habe ich einen Mietvertrag (Beginn 1.12.) für ein Einfamilienhaus - vermittelt über einen Immobilienmakler und im Beisein des Vermieters - unterschrieben. Das Haus sollte eigentlich verkauft werden. Da sich aber kein passender Käufer gefunden hat, wurde die Mietoption vom Makler mit in sein Angebot aufgenommen und ich habe den Zuschlag bekommen. Der Verkauf des Hauses würde somit gestoppt; der Vermieter will sich verkleinern und ein neues Haus bauen. Am 26.8. bekam ich von dem Makler die Nachricht, dass die Finanzen des Vermieters derzeit noch geprüft werden, da er für sein neues Haus einen Kredit benötigt und das zu vermietende Haus aber ebenfalls noch abzuzahlen ist. Im schlimmsten Fall würde der Mietvertrag auf Grund dessen platzen, wurde mir vom Makler mitgeteilt. Die Courtage wollte der Makler dann dem Vermieter in Rechnung stellen.
Ich habe nun den Mietvertrag mit der gesetzlichen Frist von 3 Monaten vor Mietbeginn zum 1.12. gekündigt, da mir das ganze zu unsicher ist und die Bankentscheidung bezüglich der Mietgeschichte immer noch aussteht. Zudem ist der zugesagte Einzugstermin 1.12. überhaupt noch offen. Weiterhin habe ich herausgefunden, dass das Haus jetzt trotzdem hinterrücks versucht wird, weiterzuverkaufen.
Ich habe jetzt die Rechnung für die Maklergebühr erhalten. Mich würde nun Ihre Einschätzung zu dem Thema Maklercourtage interessieren; hat der Makler nicht von Beginn an seine Sorgfaltspflicht verletzt und demnach kein Anrecht auf seine Gebühr bzw. was raten Sie uns?

Vielen Dank

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte

1.

Nach § 652 BGB schuldet ein Makler grundsätzlich nur den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages oder die Vermittlung eines Vertrages.

Mit dem Zustandekommen des Mietvertrages zwischem Ihnen und dem Vermieter ist die Maklerrprovision daher verdient.

2.

Der Anspruch auf Maklerprovision könnte nachträglich enfallen, wenn Sie den Mietvertrag wirksam anfechten könnten wegen Irrtums oder arglistiger Täuschung.

Dafür gibt Ihre Schilderung jedoch nichts her.

3.

Dass Sie den Mietvertrag wider gekündigt haben, ist der Anspruch auf Maklerprovision leider nicht entfallen.

Ich kann Ihrenj Angeben auch nicht entnehmen, welche konkrete nVorwürfe Sie dem Makler machen wollwn.

4.

Geprüft werden sollte aber, ob der VERMIETER seine vorvertraglichen Hinweispflichten verletzt hat und Sie gegenüber dem VERMIETER einen Anspruch auf Erstattung der Maklerprovision haben.

Hierzu ist die umfaasende Prüfung des gesamten Sachverhalts erforderlich, was im Rahmen einer Onlie-ERSTberatung nicht möglich ist.

Ich empfehle Ihnen daher, den Sachverhalt durch einen Rewchtsanwalt vor Ort umfassend prüfen zu lassen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.09.2013 | 21:29

Vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort,
könnten Sie mir bitte bezüglich Punkt 4 noch die Rechtsgrundlage für die eventuelle Verletzung der vorvertraglichen Hinweispflicht nennen?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.09.2013 | 22:05

Sehr geehrter Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Rechtsgrundlage für einenSchadenersatzanspruch wegen Pflichtverletzungen bei Vertragsverhandlungen ist § 280 BGB in Verbindung mit § 311 BGB.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwlat Moosmann

Bewertung des Fragestellers 08.09.2013 | 22:02

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