Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Maklercourtage : Mit oder ohne Steuer ?

| 12.09.2009 14:12 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


17:04
Wir haben gerade unser Haus verkauft und uns wurde vorab gesagt , die Verkäufercourtage betrage 3% .
Als jedoch die Rechnung kam , waren zwar 3% ausgewiesen aber zuzüglich MwSt .
Das macht dann nach Adam Riese aber 3,57 % !
Gilt hier nicht das Gleiche , nämlich wer Endverbraucher im Sinne des Gesetzes ist , bekommt Preise immer inkl. MwSt. ?

In diesem Fall macht das nämlich eine ganze Menge aus und ich möchte das eigentlich so nicht bezahlen .
12.09.2009 | 15:39

Antwort

von


(140)
Saarlandstraße 62
44139 Dortmund
Tel: 0231 580 94 95
Web: http://www.rechtsanwalt-do.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

I.
Sie haben recht.

Es dürfte sich um einen Verstoß gegen §1 Abs.1 Preisangabenverordnung (PangV) handeln.
Die PangV ist für Immobilienmakler bindend.

Danach muss gegenüber privaten Letztverbrauchern der so genannte Endpreis angegeben werden.
Also jeder, der Endverbrauchern gewerbsmäßig Waren oder Dienstleistungen anbietet oder als Anbieter unter Angabe von Preisen wirbt, hat den Bruttopreis einschließlich Umsatzsteuer und aller eventuell zusätzlich anfallenden Preisbestandteile anzugeben.

Endverbraucher ist dabei derjenige, der eine Ware oder Dienstleistung für den privaten Verbrauch erwirbt.
Gemäß §9 PangV fallen Unternehmer und solche Personen nicht darunter, die im Rahmen einer selbständigen beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit Waren oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Ich nehme an, dass Sie als Privatperson das Haus verkauften.


II.
Sie haben eine Provision in Höhe von 3 % vereinbart. Dies konnten und durften Sie als Endpreis verstehen. Der Makler kann die überschiessenden 0,57 % also nicht fordern.

Übrigens: Über die Höhe der Courtage ist der Makler beweispflichtig.


III.
Verstöße gegen die Preisangabenverordnung können zu einer wettbewerbrechtlichen Abmahnung führen oder gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1 PangV als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld (<25.000 €) geahndet werden.
Oft reicht der Hinweis auf das Bußgeld, um den Makler zu bewegen, von der höheren Rechnung Abstand zu nehmen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick geben und meine Antwort hat Ihnen weiter geholfen. Noch Fragen? Dann nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion.

Wenn ich Sie in der Sache tätig werden soll, rufen Sie mich gerne an. Sie können mir auch eine Email z.B. mit einer Rückrufbitte schicken. Ich melde mich dann bei Ihnen.

Bitte bedenken Sie, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Zu einer umfassenden Beratung gehört, gemeinsam alle relevanten Informationen zu erarbeiten. Das kann diese Plattform nicht leisten. Hier soll nur eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen gegeben werden. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Tatsachen bei Ihrer Schilderung kann sich eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben.



Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Belgardt
Rechtsanwalt


Kanzleianschrift:
Großholthauser Str. 124
44227 Dortmund

Kontaktmöglichkeiten:

Telefon: 0231. 580 94 95
Fax: 0231. 580 94 96
Email: info@ra-belgardt.de

**********************************




Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2009 | 16:49

Sehr geehrter Herr RA ,

der Verkauf des Hauses war notwendig , da unser Unternehmen unverschuldet in erhebliche wirtschaftliche Schieflage geraten ist .
Wir sind eine KG bestehend aus mir , meiner Frau und Ihrer Schwester .
Letzteren beiden gehörte das Haus zu gleichen Teilen , welches NICHT Betriebsvermögen war .
Und auch wenn der gesamte Verkaufserlös dem Unternehmen zufliesst so ist dies aber auch eine rein private Sache (buchhalterisch als Privateinlage zu verbuchen) , zumal nicht die Firma den Verkauf eingeleitet hat (man kann nicht verkaufen was einem nicht gehört) und auch die Maklerrechnung an die private Anschrift versandt wurde . Daher wäre die Rechnung auch steuerlich nicht anrechenbar .
Übrigens wurde der Verkauf von der Immobilienabteilung unserer Hausbank durchgeführt da uns das am einfachsten schien .

Nach alledem würden wir uns - Ihre obigen Angaben zugrunde gelegt - im Zweifel gegen den Rechnungsbetrag zur Wehr setzen wollen falls ein Gespräch mit der Bank hier keine Klärung bringt .

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2009 | 17:04

Sehr geehrter Fragesteller,
der Verkauf eines Wohnhauses durch einen Unternehmer ist privat, wenn der Verkauf nicht im Rahmen der gewerblichen Tätigkeit erfolgt. Nach Ihrer Schilderung spricht einiges für einen Privatverkauf, insbesondere da der Verkauf nicht durch die KG erfolgte.
Falls die Verhandlungen mit der Bank scheitern, melden Sie sich gerne, wenn ich Sie in der Sache vertreten soll.

Bis dahin alles Gute,
RA Belgardt

Bewertung des Fragestellers 29.09.2009 | 17:07

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Sebastian Belgardt »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.09.2009
5/5,0

ANTWORT VON

(140)

Saarlandstraße 62
44139 Dortmund
Tel: 0231 580 94 95
Web: http://www.rechtsanwalt-do.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Nachbarschaftsrecht, Miet und Pachtrecht