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Maklercourtage Höhe Nettokaltmiete

| 10.09.2014 10:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ich habe eine Makler zur Anmietung einer Wohnung hinzugezogen, welcher mir dir Wohnung dann auch vermittelt hat.
Im Mietvertrag ist die Nettokaltmiete ausgewiesen mit einem Betrag X.
Des weiteren ist im Mietvertrag eine Mietminderung wegen Baulärms angegeben, so dass sich die Nettokaltmiete ab dem Tag des Bezuges für einen Zeitraum X absenkt.

Nun hat mir der Makler eine Rechnung über den Betrag X mal 2 plus MwSt. gestellt.
Ich bin der Ansicht, da im Mietvertrag eine geringere Nettokaltmiete angegeben ist, dass sich die Maklerprovision auch nur auf diesen Betrag beziehen darf, also der Makler die Provision in Höhe von X(gemindert) mal 2 plus MwSt erheben darf.

Ich bitte diesbezüglich um Rechtsauskunft.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Maklerprovision ist im Wohnungsvermittlungsgesetz (WoVermG) geregelt. Die Höhe der Maklerprovision darf maximal zwei Monatsmieten zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (z. Zt. 19%) betragen. Die Grundlage für die Berechnung kann die Nettokaltmiete sein, wenn über die Nebenkosten gesondert abgerechnet wird, § 3 Abs. 2 S.3 WoVermRG.

Dabei dürfte die Provision nach der üblichen Monatsmiete, also ohne Berücksichtigung der Mietminderung, zu bestimmen sein. In dem Moment wo Sie eine entsprechende Vereinbarung mit dem Makler treffen, wissen beide Parteien nichts von Mietminderungsmöglichkeiten einzelner in Betracht kommender Mietobjekte. Die Höhe der Maklercourtage wäre somit bei Vertragsschluss nicht eindeutig bestimmbar. Es läge in der Hand des Mieters, kurz nach Einzug die Miete zu mindern und dadurch den Makleranspruch auf die Provision zu kürzen. Die Höhe der Mietminderung wird häufig auch von den Gerichten unterschiedlich beurteilt. Eine solche Vereinbarung ist weder vom Makler noch vom Wohnungssuchenden gewollt, denn die Folgen sind von den Parteien nicht vorherzusehen.

In Ihrem Fall ist im Mietvertrag die Nettokaltmiete ausgewiesen. Dass der Vermieter zusätzlich eine Mietminderung wegen Baulärms im Mietvertrag mit aufnimmt ist löblich, jedoch nicht geschuldet. Der Provisionsanspruch des Maklers kann aber auch nicht davon abhängen, ob der Vermieter auf die Mietminderung hinweist oder nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Sollten weiterhin Unklarheiten bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.09.2014 | 11:47

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