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Makler verlangt Provision zzgl. MwSt trozt Bescheinigung eines Betrags X

| 09.09.2010 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Beim Hauskauf hatte ich folgende Sachverhalt:

Ich hab den Makler auf einen gewissen Prozentsatz (weniger als 3.57 %) runter gehandelt.

Von Anfang an Bestand ich darauf, das dieser inkl. MwSt ist.
Vorm Notartermin hab ich den Makler gebeten mir eine Bescheinigung darüber auszustellen, das der ausgemachte Prozentsatz inkl. und nicht zusätzlich MwSt ist.
Diese Bescheinigung hat er mir auch ausgestellt, jedoch mit einem Betrag X ohne Hinweis, ob dies nun ein Netto oder Brutto Betrag ist.

Generell ist es ja so, das bei einem Privatkäufer wie mir wohl bei einem Nettobetrag explizit ein Hinweis auftauchen muss, das der Betrag zzgl. (Netto) zu sehen ist.
(Nachdem ich den Notartermin vereinbart hatte, teilte mir der Makler per Email mit, das x % zzgl. Mwst zu zahlen sind.)


Meine Frage nun:

Wie verhält es sich in meinem Fall, wenn der Makler vorher immer von zzgl. MwSt gesprochen hat, aber ich ihm vor der Bescheinigung klar gemacht hab, das ein Kauf für mich nur inkl. Mwst in Frage kommt,
aber kein Zusatz in der Bescheinigung auftaucht, ob der Betrag nun inkl. oder zzgl MwSt zu sehen ist.

Wenn ich auf einen Betrag X inkl. MwSt bestehen kann (wegen der Bescheinigung ohne Hinweis auf MwSt), soll ich vor der Rechnung noch Stellung auf seine Email nehmen und widersprechen oder erst wenn er seine Rechnung stellt?
(Möchte ja deswegen auch nicht den noch anstehenden Notartermin gefährden.)

09.09.2010 | 21:47

Antwort

von


(105)
Georg-Schumann-Str. 14
01187 Dresden
Tel: 03513324175
Web: http://www.familienrecht-streit.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsangaben und Ihres Einsatzes.

Ich habe Sie so verstanden, dass Sie das Haus als Privatperson kaufen wollen. Damit sind Sie Verbraucher, so dass Sie durch § 1 Abs.1 PAngV (Preisangabenverordnung) geschützt sind. § 1 Abs.1 PAngV schreibt vor, dass für den Letztverbraucher, also Sie, durch den Unternehmer bie jeder Leistung der Endpreis angegeben werden muss. Das bedeutet, dass als Preis derjenige bezeichnet werden muss, der auch bereits die Mehrwertsteuer einschließt. § 1 Abs.1 PAngV gilt auch für Immobilienmakler, so dass diese an die Vorschirft zur Angabe des Endpreises gebunden sind.

Bereits ohne Ihre Nachfrage beim Makler und seine schriftliche Versicherung konnten Sie bei den weniger als 3,57 % von dem Endpreis, also inklusive Mehrwertsteuer, ausgehen. Für Sie gilt als Endpreis damit die weniger als 3,57%.

Sie müssen daher nur den vereinbarten Prozentsatz zahlen und nicht die höhere Forderung. Ich empfehle Ihnen den Makler auf diese Rechtslage hinzuweisen und ebenfalls zu erwähnen, dass es eine Ordnungswidrigkeit darstellt, nicht den Endpreis anzugeben. Die Ordnungswidrigkeit kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Normalerweise müsste der Makler dann von seiner Forderung Abstand nehmen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben. Bitte beachten Sie, dass geringfügige Sachverhaltsabweichungen zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen können. Bitte beachten Sie weiter, dass eine Onlineberatung keine Beratung vor Ort ersetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen

C.Richter
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Carolin Richter

Bewertung des Fragestellers 15.09.2010 | 17:25

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