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Makler und Bauträger Durcheinander

15.11.2019 18:35 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


09:23
Guten Tag.

Wir haben vor einigen Wochen in einer Immobilienplattform im Internet ein Grundstück gefunden, welche von einem Bauträger beworben wurde. Der Bauträger verweist im Inserat mit folgendem Hinweis auf einen rechtlichen Sachverhalt:

"Bei Vermarktung durch nicht autorisierte Firmen oder Personen durch Projektierung oder Einbindung in andere Vermarktungsabläufe und Weitergabe von, durch den Anbieter erhaltenen Fakten, zur Immobilie oder zum Grundstück, an Dritte, wird eine Unterlassungsklage mit einem Streitwert von mind. der Höhe der Courtage erhoben."

Meine Frau hatte damals Kontakt aufgenommen und auch die genaue Adresse und einen Beratungstermin erhalten, welchen ich wahrgenommen hatte. Dort hat sich herausgestellt, dass der Bauträger in Wirklichkeit das Grundstück noch gar nicht besitzt und es auch doppelt so groß ist und bereits für das geplante Vorhaben im Plan geteilt war. Offenbar bestand auch schon ein konkretes Interesse an der ersten Hälfte. Der Bauträger hat mir dann auch eine Grobkalkulation gemacht, welche aber sehr hoch ausgefallen ist.

Wenige Tage später bin ich dann in der selben Internetplattform auf ein anderes Inserat eines Maklers aufmerksam geworden und habe mich darauf auch gemeldet. Es hat sich dann herausgestellt, dass es sich dabei um das selbe Grundstück (diesmal aber das Ganze) handelte, welches dieser Makler nun aber direkt für den Verkäufer vermarktet. Nun haben wir auch Bekannte aus dem selben Ort, die sich mit uns zusammen dieses Grundstück kaufen wollen würden und dann auch aufteilen um dort dann jeweils ein Einfamilienhaus zu bauen.

Meine Frage hierzu: Haben wir vom ersten Makler / Bauträger eine "Unterlassungsklage" oder gerechtfertigte Provision zu erwarten? Zweite Frage: Unter welchen Umständen lässt sich eine eventuelle "Doppelprovisionierung" hier verhindern?

Vielen Dank und freundliche Grüße
15.11.2019 | 19:11

Antwort

von


(370)
Herforderstrasse 26
33602 Bielefeld
Tel: 0521/5436685
Tel: 0176/38400010
Web: http://www.asthoff.com
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage.

Sie fragten:
Haben wir vom ersten Makler / Bauträger eine "Unterlassungsklage" oder gerechtfertigte Provision zu erwarten? Zweite Frage: Unter welchen Umständen lässt sich eine eventuelle "Doppelprovisionierung" hier verhindern?

Dazu soll es heißen:
"Bei Vermarktung durch nicht autorisierte Firmen oder Personen durch Projektierung oder Einbindung in andere Vermarktungsabläufe und Weitergabe von, durch den Anbieter erhaltenen Fakten, zur Immobilie oder zum Grundstück, an Dritte, wird eine Unterlassungsklage mit einem Streitwert von mind. der Höhe der Courtage erhoben."

Verboten ist demnach die VERMARKTUNG; in Ihrem Flale kann ich nicht erkennen, dass Sie das Grundstück in irgendeiner Form vermarkten würden. Auch binden Sie das Angebot nicht in Vermarktungsabläufe ein. Offenbar wollte der Anbietende verhindern, dass ein nicht erwünschter Makler das Projekt bewirbt. Die Weitergabe von Daten an Dritte kann der Anbietende in Ihrem Falle nicht, schon gar nicht mit dem angegebenen Streitwert einer Unterlassungsklage zuführen. Ich kann auch nicht erkennen, wo Sie Daten/Fakten weitergegeben hätten.

Der einzige, der hier Schuldner der Forderung werden könnte, ist der Makler. Sie, als Käufer, sehe ich keiner Gefahr ausgesetzt.

Wegen der Maklercourtage wird diese bei Abschluss eines Maklervertrages fällig; verkauft Makler B das komplette Grundstück, so fällt bei Makler B die Courtage an. Wenn diese der Käufer bezahlen soll, so muss darüber eine EINIGUNG bestehen. Auf Grund des "Beratungstermins" sehe ich die Provision als nicht entstanden an, da das zu Grunde liegende Geschäft nicht abgeschlossen wurde.

Das Folgegeschäft, dass Sie beschreiben, betrifft ein anderes Grundstück, nämlich das ganze. Es handelt sich um ein anderes Angebot, welches Sie frei sind, anzunehmen.






Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2019 | 19:02

Sehr geehrter Herr Asthoff.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Der Bauträger beschäftigt uns immer noch. Zufälligerweise haben sowohl wir als auch unsere Bekannten vom Bauträger (Makler A?) offenbar eine Wiederrufserklärung online unterschrieben, die wie folgt aufgebaut ist:

-----------------------------------------------

Sehr geehrte....,

Sie haben am 20. Oktober 2019 Interesse an dem folgenden Objekt xy bekundet:

Provision: 3,57 inkl. MwSt auf den Grundstückspreis

Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns, MAKLER A (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular* versenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
-----------------------------------------

Gehen wir demnach nicht doch eine weitere (erfolglose) Vermakelung ein und müssen Makler A demnach auch eine Provision auszahlen? Im vom Makler A über die Internetplattform versendete Exposé steht noch folgendes:

-----------------------------------------
Alle genannten Angaben zu dem Baugrundstück beruhenauf Informationen durch den Eigentümer/Makler. MAKLER Aübernimmt keine Haftung fürfehlerhafte Fremdaussagen. Irrtum und Zwischenverkaufmüssen wir uns daher vorbehalten. Für den Nachweis bzw. die Vermittlung des Baugrundstücks entstehteine Maklercourtage von 3,57% inkl. MwSt. aus dem Grundstückskaufpreis. *Bei Vermarktung durch nichtautorisierte Firmen oder Personen durch Projektierungoder Einbindung in andere Vermarktungsabläufe und Weitergabe von, durch den Anbieter erhaltenen Fakten, zur Immobilie oder zum Grundstück, an Dritte, wird eine Unterlassungsklage mit einem Streitwert von mind. der Höhe der Courtage erhoben
-----------------------------------------

Die untere Passage hatten wir schon mal hier in der ursprünglichen Fragestellung enthalten.

Nur um nochmal sicher zu gehen: Im Zweifel entsteht durch diese Konstellation eine identische Aufteilung und Planung der Einfamilienhäuser durch diese beiden Familien, nur eben ohne den Bauträger / Makler A.

Danke und freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2019 | 09:23

Letzte Zweifel werden sich hier wie so oft bei schwierigen juristischen Fragestellungen nicht ganz ausräumen lassen.

Ungeachtet dessen gehe ich aber schon nicht von einer Identität aus. Das was Makler B anbietet bietet A aber grade nicht an. Besonderheiten könnten sich auch ergeben wenn das Grundstück geteilt wird bevor sie es erwerben. Dann würde die Zeil-Identität nämlich wegfallen. Dennoch bleibe ich bei meiner ersteinschätzung aufgrund der wenigen vorgelegten Text-Passagen bei der oben aufgeführten Meinung.

ANTWORT VON

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