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Makler ohne Auftrag


| 21.06.2006 17:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir haben über ein Internetportal eine Wohnung gefunden, die über einen Makler angeboten wurde. Mit dem Makler fand ein Besichtigungstermin statt, die Wohnung wurde dabei vom Hausmeister aufgeschlossen. Mit dem Eigentümer / Vermieter ist nun ein Mietvertrag zustande gekommen. Es stellte sich allerdings heraus, dass bereits zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme mit dem Makler der Vertrag zwischen Vermieter und Makler ausgelaufen war, also kein Vertrag mehr bestand. Der Makler verlangt nun aber trotzdem 2,32 Monatsmieten Gebühr. Frage:
- Müssen wir die Gebühr bezahlen? Im Internet habe ich eine BGH-Entscheidung gefunden, die dies zu meiner Überraschung bejaht.
- Wenn wir zahlen müssen: Hat es Sinn, zu versuchen, sich mit dem Makler z.B. auf die Hälfte der Kaution zu einigen?
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich unter Zugrundelegung Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt:

Der Makler Ihnen die Möglichkeit zum Abschluss eines Mietvertrages nachgewiesen. Der Mietvertrag ist nach Ihren Angaben auch zustande gekommen. Nach Ihren Angaben haben Sie sich gegenüber dem Makler vertraglich verpflichtet, in diesem Fall die Maklerprovision zu bezahlen.
Ihre mit dem Makler getroffene Vereinbarung besteht unabhängig von einem eventuellen Vertrag zwischen Vermieter und Makler, in dem dieser –Ihre Angaben deuten darauf hin- einen Alleinauftrag an den Makler erteilt hat.

Nach Ihren Angaben ist davon auszugehen, dass der Maklerlohn fällig und zu bezahlen ist.

Unabhängig davon können Sie natürlich versuchen, eine Verringerung des Maklerlohnes mit dem Makler zu vereinbaren. Wenn der Makler darauf eingeht, um so besser; verpflichtet dazu dürfte er aber nach meiner Einschätzung nicht sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.


Ergänzend weise ich auf folgendes hin:
Die Auskunft im Rahmen dieses Forums kann nur die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind, umfassen. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die im Einzelfall auch zu einem völlig anderen Ergebnis führen können Verbindliche Empfehlungen darüber, ob und gegebenenfalls wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, sind nur im Rahmen der Erteilung eines Mandats möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Iris Lemmer-Krueger
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2006 | 18:43

Das ging ja schnell! Und bestätigt leider meine Befürchtungen (hätten wir einen Tag früher in die Zeitung geschaut, hätten wir die Wohnung auch ohne Makler gefunden, als sie nämlich vom Eigentümer inseriert wurde...).

Jetzt besagt aber doch das Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung § 6. (1) "Der Wohnungsvermittler darf Wohnräume nur anbieten, wenn er dazu einen Auftrag von dem Vermieter oder einem anderen Berechtigten hat.". Wer kontrolliert das denn, bzw. wer kann in dem Fall ein Bußgeld verhängen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2006 | 20:16

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Für die Verfolgung einer Ordnungswidrigkeit ist die Verwaltungsbehörde örtlich zuständig, in deren Bezirk die Ordnungswidrigkeit begangen, entdeckt oder der Betroffene zur Zeit der Einleitung des Bußgeldverfahrens seinen Wohnsitz hat.

Die sachliche Zuständigkeit bestimmt sich nach dem Recht des betreffenden Bundeslandes. -Ich bitte um Verständnis, dass ich diese im Rahmen der Nachfragefunktion, die zur Klärung von Verständnisfragen dient, eine weitergehende Prüfung nicht durchführen kann. Informationen deswegen können Sie aber sicherlich über das Ordnungsamt Ihrer Gemeinde erhalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen im Rahmen der Nachfrage weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

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