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Makler gehört der Erbengemeinschaft an -> Maklergebühr zulässig?

| 05.03.2019 14:20 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Maklercourtage bei personeller Verflechtung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beabsichtige ein Haus zu kaufen. Der Verkauf erfolgt durch einen Makler der mir bei der Besichtigung mitgeteilt hat das er mit dem Eigentümer verwandt ist, darin habe ich kein Problem gesehen. Wir haben uns auf einen Kaufpreis geeinigt und gerade wird der Entwurf des Kaufvertrages durch einen Notar erstellt.
Heute wurde mir von dem Makler mitgeteilt das der Entwurf vom Notar versandt wurde, dabei hat er auch erwähnt das eine Erbengemeinschaft involviert ist und er mit dazugehört.

Jetzt zu meiner Frage: Darf der Makler, wenn er ein Haus verkauft und Teil der Erbengemeinschaft ist überhaupt eine Maklerprovision verlangen oder ist das unzulässig?

Vielen Dank für die Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Maßgebend für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit einer Maklerprovision ist eine Verflechtung zwischen dem beauftragten Makler und dem Verkäufer. Liegt eine solche Verflechtung vor, kann der Makler den Maklervertrag nicht erfüllen ohne sich eines Interessenkonfliktes auszusetzen.

Die provisionshindernde Verflechtung liegt dann vor, wenn der Makler an dem Hauptvertrag beteiligt ist, aus dessen Zustandekommen sich die Maklercourtage begründet.
Die Verflechtung ist hier durch eine Miteigentümerstellung nachweislich vorhanden und wird dadurch untermauert, dass der Makler als Verkäufer den Kaufvertrag auch unterzeichnen muss.
Danach besteht kein Anspruch auf Zahlung einer Maklerprovision, wenn der Makler in einem wirtschaftlichen Verhältnis zum Vertragspartner des Kaufvertrages steht.

Folglich wird ein Eigengeschäft des Maklers angenommen. Für den Anfall der Maklercourtage fehlt es dann einem mit einem Dritten zustande gekommenen Hauptvertrag. OLG Koblenz NJW-RR 1992, 614 .

Im Ergebnis sehe ich aufgrund der Verflechtung des Maklers und dem Eigeninteresse bei dem Hauptvertrag ein Entfallen der Maklercourtage.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 07.03.2019 | 06:54

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