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Makler fordert eine höhere Provision

17.06.2020 21:31 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


22:29

Zusammenfassung:

Es geht um die Maklergebühren beim Immobilienkauf bzw. Verkauf.

Sehr geehrte Rechtsanwälte,

Ich möchte ein Haus kaufen. Die Nachfrage ist sehr hoch und der Makler möchte eine höhere Provision als ursprünglich im Expose gefordert.

Ist es legitim im Ankauf, dass der Makler eine höhere Provision fordert, anstatt der aufgerufenen 3,57 % möchte er nun 5,95 %.

Alternativ möchte er einen Bonus?

Wäre so etwas grundsätzlich in Ordnung?

Was kann ich ihm bieten ohne in einen Graubereich zu gelangen?

Vielen Dank

17.06.2020 | 22:34

Antwort

von


(852)
Vorstadt 42
41812 Erkelenz
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Gerne zu Ihrer Frage:

Grundsätzlich kommt es im Rahmen der zivilrechtlichen Vertragsfreiheit darauf an, was Sie im Maklervertrag vereinbart haben.

Wenn der Makler eine höhere Provision, als ursprünglich im Expose gefordert haben will, kommt es darauf an, ob der diesbezügliche Inhalt des Exposé Vertragsbestandteil geworden ist. Denn an sich ist ein Exposé noch kein Vertrag sondern ein Angebot zur Eingehung eines Vertrags.

Nur wenn sie im vorvertraglichen Vertrauen schon bestimmte Aufwendungen hatten oder Ihnen sonstige Nachteile zugefügt wurden, könnten Sie - was aber näher zu prüfen wäre - den Makler
auf Grund der "aufgerufenen" 3,57 % ggf. in Anspruch nehmen.

Ansonsten ist es so, dass die Maklerprovision für den Immobilienkauf in den Bundesländern unterschiedlich geregelt war. Mit dem 14.05.2020 (Zustimmung BR am 5.06.2020) hat der Bundestag eine Gesetzesnovelle verabschiedet: „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser"

Damit gelten im Sinne Ihrer Anfrage jetzt die §§ 656 a - d BGB , wonach vereinfacht die Provisionen auf die Parteien (quasi paritätisch) verteilt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Rückfrage vom Fragesteller 20.06.2020 | 20:09

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich kann dem Makler, um das Haus erwerben zu können, guten Gewissens die erhöhte Maklerprovision bzw einen Bonus bezahlen?

Auch sobald das neue Gesetz im Jahr 2021 eingeführt wurde?

Mit den Besten Grüßen und vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.06.2020 | 22:29

Gerne zu Ihrer Nachfrage:

Der Bundesrat hat zwar die Gesetzesnovelle §§ 656 a - d BGB angenommen und wird auch keinen Antrag nach Art. 77 II GG stellen. Dennoch ist das Gesetz noch nicht im Bundesgesetzblatt verkündet und damit - entgegen meiner obigen Ausführungen "jetzt" noch nicht in Kraft.
Es könnte also zweckmäßig sein, mit der Unterzeichnung des Maklervertrags noch abzuwarten, weil das neue Gesetz den Verbraucher durchaus besser stellt als mit der noch geltenden Rechtslage.
Da nach Art. 3 des Gesetzesentwurfs das Inkrafttreten in der Tat auch erst in 2021 zu erwarten wäre, ist es eine Frage der merkantilen Opportunität, wie Sie verfahren sollten.
Da mir nicht bekannt ist, warum der Makler von dem Exposé abweicht gehe ich vom Normalfall für Bayern aus: Gesamt ca. 7,14 %, paritätisch für Käufer/Verkäufer 3,57%/3,57 %, wobei das durchaus individuell verhandelbar ist. 5,95% + 5,95% halte ich allerdings für überzogen.

Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich.
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt

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