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Makler droht wegen Google.Bewertung

07.05.2017 13:40 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Guten Tag,
ich habe vor kurzem eine Bewertung bei Google zu einem Makler abgegeben. Sie lautete:
"Hat mir eine sehr teure und unrentable Allianz Index Select Riesterrente schmackhaft gemacht. Bei 1575€ Abschlussprovision ist das verständlich. Hab diese gekündigt und werde zu einem Anbieter mit einem provisionfreien Indexprodukt wechseln."

Diese Zahlen hatte ich von 2 Internetseiten und ferner habe ich bereits gekündigt und da wurde mir von der Allianz gesagt, dass ich jetzt große Verluste habe, weil in den ersten 5 Jahren diese Provisionen gezahlt werden würde.
http://rürup-renten-vergleich.de/allianz-index-select-test
https://vorsorgekampagne.de/test-allianz-index-select/

Nun habe ich bereits 2 Briefe des Makler erhalten, in denen er mir mit rechtlichen Schritten droht, falls ich die Bewertung nicht zurücknehme. In der nächsten Woche soll ich Post von seinem Anwalt bekommen.
Nachdem ersten Brief habe ich die Rezension abgeändert und nichts mehr von etwaigen Kosten geschrieben.
Die aktuelle Rezension lautet:

"Herr XXX hat mir eine sehr teure und unrentable (da unglaubliche hohe Abschluss und Verwaltungskosten bei diesem Produkt anfallen) Allianz Index Select Riesterrente schmackhaft gemacht. Hab diese gekündigt und werde zu einem Anbieter mit einem provisionsfreien Indexprodukt wechseln.
Viele Verbraucherschützer sprechen bei dieser Index Select Rente von übler Täuschung.
Hätte mir hier mehr Aufklärung seitens des Maklers gewünscht.
Ferner soll angemerkt werden, dass eine vorherige Bewertung nicht mehr auffindbar ist und mir von Herrn Gehrke persönlich mit einem Anwalt gedroht wurde, falls ich meine Bewertung nicht zurücknehme. Ich hoffe die freie Meinungsäußerung wird aufrecht erhalten und mit Kritik konstruktiv umgegangen.
Richtigstellung: In einer vorherigen Bewertung sprach ich von Provisions- und Maklerkosten deren Höhe ich nicht wissen kann und daher nur geschätzt waren. Diese Behauptungen ziehe ich selbstverständlich zurück, da ich diese schlicht nicht exakt wissen kann."
Daraufhin hat er einen Antwort verfasst in der er schrieb (da diese Version wieder gelöscht wurde, habe ich einen Screenshot gemacht) "Dies hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, sondern ist schlichtweg üble Nachrede."

Ich fühle mich bedroht und es kommt mir so vor als ob ich eingeschüchtert werden soll. Ferner hat er in einem Brief auch meine berufliche Tätigkeit als Lehrer in Frage gestellt und mich persönlich herabgewürdigt. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir in diesem Fall helfen.

Mit freundlchen Grüßen
Max Kraus

07.05.2017 | 15:18

Antwort

von


(1150)
Kurfürstendamm 70
10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die neue Bewertung ist in der Tat leider angreifbar, da Sie die gekaufte Riesterrentenversicherung als sehr teuer und unrentabel bezeichnen, und auch behaupten, dass viele Verbraucherschützer diese als üble Täuschung bezeichnen. Diese drei Punkte sind Tatsachenbehauptungen, die Sie beweisen müssen. Gelingt Ihnen der Beweis nicht, kann ein Gericht Sie zur Unterlassung verurteilen.

Ich empfehle daher, die Beweislage sehr sorgfältig zu prüfen.

Gegen die Einschüchterungsversuche könnten Sie eine Unterlassungs- und Feststellungsklage erheben, allerdings müssen Sie auch da nachweisen, dass Ihre Behauptungen über die Gegenseite zutreffend sind.

Gegen herabwürdigende bzw. Ihren Beruf in Frage stellende persönliche Briefe können Sie nur dann eine Klage erheben, wenn Ihnen mit einem rechtswidrigen Übel gedroht oder diese Briefe wiederholt übersandt werden. Ein rechtswidriges Übel ist hier nicht erkennbar, und solange diese Briefe "nur" als einmalige Reaktion auf die jeweilige neue Bewertung übersandt werden, kann auch da nichts gemacht werden.

Wenn die Briefe aber Beleidigungen enthalten, können Sie Strafanzeige erstatten und auf Unterlassung klagen. Das müssen dafür aber drastische Herabwürdigungen sein.

Sollte sich der gegnerische Anwalt tatsächlich bei Ihnen melden, sollten Sie Ihrerseits einen Anwalt hinzuziehen, um Waffengleichheit herzustellen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 07.05.2017 | 15:32

Sehr geehrter Herr Weber,
vielen Dank für Ihre Antwort. Können Sie bitte noch etwas genauer auf die ehemaligen Bewertung eingehen, die ich ja bereits zurückgenommen und richtiggestellt habe. Droht mir hier Ungemach?

Ferner beziehe ich mich bei der Bewertung auf Urteile der Verbraucherzentrale Hamburg(IndexSelect: Allianz abgemahnt), der Zeitschrift Ökotest (Garantiert fragwürdig), Manager Magazin (Verbraucherschützer sprechen von "übler Täuschung"), Bund der Versicherten (falsche Angaben zum Neugeschäft). Das sind doch Dinge auf die man eine Bewertung gründen kann, oder nicht?

mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.05.2017 | 16:06

Sehr geehrter Ratsuchender,

bei der ersten Bewertung müssen Sie nicht nur die Zahlen und die Unrentabilität beweisen, sondern auch, dass der Makler diese wegen der hohen Provision empfohlen hat. Zumindest letzteres ist nicht einfach, so daß Ihnen gerade da Ungemach drohen kann.

Die genannten Quellen helfen Ihnen, sind jedoch kein Allheilmittel. Wenn sich herausstellt, dass auch diese falsch sind, geraten Sie in Beweisnot, da Sie sich diese Behauptungen der Quellen zu Eigen gemacht haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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