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Makler - Provisionsverlangen

| 09.05.2012 09:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Über eine Anzeige eines Maklers bei immowelt.de bin ich auf eine Wohnung aufmerksam geworden. Aufgrund der Fotos und meiner Ortskenntnis wusste ich, wer der Vermieter ist. Diesen habe ich umgehend kontaktiert. Er wiederum meinte, dass die Wohnung über den Makler vermietet werden soll. So habe ich den Makler angerufen und einen Besichtigungstermin mit ihm wahrgenommen. Die Wohnungsbesichtigung erfolgte durch den Vormieter, der Makler verlies die Besichtigung vorzeitig. Bei diesem Termin eröffnete er mir sein Provisionsverlangen i. H. v. 2 Nettokaltmieten. Weiterhin wurde mir die Mieterselbstauskunft ausgehändigt, welche ich ausgefüllt zum Makler gesandt habe. Die weitere Vertragsverhandlung sowie der Abschluss des Mietvertrages erfolgte direkt mit dem Vermieter, der mir ja bereits bekannt war. Auch äußerte der Vermieter, wenn es nach dem Makler ginge, dann würde ich die Wohnung nicht bekommen.

Nun ist meine Frage, ob der Makler einen Provisionanspruch hat.

09.05.2012 | 10:13

Antwort

von


(578)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ein Maklerauftrag kann durch schlüssiges Verhalten zustande kommen, wenn der Kunde nach Kenntnis eines an ihn gerichteten Provisionsverlangen weitere Dienste entgegennimmt.

Nach Ihrer Mitteilung wurde ihm in Besichtigungstermin mitgeteilt, dass der Makler auch von Ihnen eine Provision wünscht. Bis dahin dürften Sie davon ausgehen, dass der Makler für den Verkäufer tätig ist und von diesem bezahlt wird.

Fraglich ist, ob Sie danach noch die Dienste des Maklers in Anspruch genommen haben. Die Fortsetzung des Gesprächs nach Mitteilung des Provisionsverlangens wird hierfür nicht ausreichend erachtet, allerdings die Kontaktaufnahme mit der Gegenseite über den Makler. Dies ist in Ihrem Fall geschehen, da Sie nach Ihrer Schilderung die Mieterauskunft an dem Makler geschickt haben.

Im Zweifel kommt auch ein Nachweismaklervertrag zustande, bei dem es also nur darauf ankommt, dass Ihnen eine Gelegenheit zum Abschluss des Vertrags nachgewiesen wurde, es auf die Vermittlung eines Vertrags im Sinne einer Einwirkung auf die Willensentschließungen also nicht ankommt.

Es genügt somit, dass der Makler Sie in die Lage versetzt hat, in konkrete Verhandlungen über den angestrebten Mietvertrag einzutreten. Dies ist durch die Anzeige auf immowelt.de geschehen. Sie teilen zwar mit, dass Ihnen die Wohnung und der Vermieter bereits bekannt waren, so dass sich hier die Frage stellt, ob diese Anzeige ursächlich für den Abschluss des Mietvertrags war. Soweit ich Sie verstehe, wussten Sie allerdings vor dem Lesen der Anzeige auf immowelt.de nicht, dass diese konkreten Wohnung aktuell neu vermietet werden sollte, Sie wussten nur wer der Vermieter ist, und konnten ihn dann aufgrund der Anzeige direkt kontaktieren. Nur wenn Ihnen vorher auch bekannt war, dass diese Wohnung neu zu vermieten war, könnten Sie Vorkenntnis einwenden und dem Makler entgegenhalten.

Wie Sie sehen, bin ich nach kursorischer Prüfung leider eher der Auffassung, dass dem Makler die beiden Mieten als Provision zustehen. Ich bedaure, keinen besseren Bescheid geben zu können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 09.05.2012 | 11:51

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