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Makler Courtage falsche info


| 24.08.2007 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,
Ich bin Holländer, so mein Deutsch ist nicht perfekt, ich hoffe Sie verstehen mich trotzdem.

Ich habe eine Frau und zwei Kindern, und wir sind neulich von aus Hamburg ins schöne Dinkelsbühl umgezogen. Wir haben ende Juni eine Wohnung gesehen, neu renoviert, und wurde uns vesprochen rechtzeitig wurde alles klar sein.

Der einzige Grund warum wir uns für diese Wohnung und gegen eine andere entschieden haben, ist dass wir in Juli einziehen könnten ohne noch selber malen zu müssen oder andere Arbeit.

Wir sind uns schriftlich einig geworden auf 15. Juli 2007 als Mietbeginn. Telefonisch und per Mail mit Maklerin und via ihr mit Vermieter auf 9. Juli 2007.

Nur wenige Tagen für Einzug, die Containers schon gefüllt, haben wir dann gehört dass die Treppe zu erste und zu zweite Stockwerk nicht da sind (kommen 10 Tagen später) und Küche auch noch nicht.

Mit Umzugsunternehmen telefoniert, er wurde zwei Mann mehr schicken, ich bezahle, aber ok.

Angekommen, stellt sich aber folgende fest. Die drei Schlafzimmer, mit Holzböden, sind nicht versiegelt. Ich wollte erst einfach alle Möbel darauf stellen, und später bei Übergabeprotokoll (bis heute noch keine vorliegen) notieren. Aber da ich ein freundlicher Mensch bin, wollte ich Vermieter die Chance geben alles zu erledigen so dass die Böden nicht unnötig schmutzig werden und innerhalb eine Monat wieder geschliffen werden müssen.

Vermieter ist spät nachmittags mit sein Handwerker gekommen, beiden müssten bestätigen dass die Böden nicht ausreichend versiegelt sind (Zeugen, Männer Umzugsunternehmen, ich selber und meine Frau). Er wurden schnellst möglich jemand schicken, und das hat mehr als 10 Tagen gedauert.

Dazu kommen (bis Heute) folgende Problemen wovon vielen uns versprochen von Maklerin:

Wohnzimmer/Arbeitszimmer vorne.
Beide mit kaputte Fußbodem (habe ich dir sehen lassen)
Nicht wie versprochen ein Kabelanschluß

Nach wie vor können unsere Nachbarn in Haus freilich in beide Raumen laufen da die Zwischentür noch immer kein Schloß hat. Ein Nachbar hat glaube ich noch immer keine Schlüssel für diese andere Tür.

Terrasse
Noch immer liegt da die Hofe mit Steinchen, kann meine Kindern nicht freilich rundlaufen lassen.

Schuppen
In die Schuppe die wir auch mieten liegt ganz viel Abfall von die Handwerker. 50% gefüllt. Ganz viel Abfall sogar, und auch noch viele (halb)leer Bierflaschen.

Küchen (seit gestern ok)
Küchen noch immer nicht 100% zu nutzen da nach wievor Geschirrspüler nicht gut angeschlossen ist.

Badezimmer
Dusche ist nicht zu nutzen da nach wievor die versprochene Schutz in Form art Kabine oder was anderes niet angebracht worden ist von euch. Wir können nur in Badewanne uns waschen.

Esszimmer
Nach wievor liegen da Kiloweise Fliesen, die ich heute selber in Schuppe bringen werde (noch mehr Abfall dort).

Verschiedene Schalfzimmer
Kommen nach wievor Kabel aus Wand. Ich vermute dass sind Telefonanschlüssen.
In diese Zimmer kann ich meine Kindern auch nicht frei rundlaufen lassen.

Umzugstermin komplett da neben, hat mich viel Geld gekosten, keine einzige auch nur kleine Entschuldigung von Vermieter.

Unsere Küche unter Wasser und wieder keine einzige Form von Entschuldigung.


27. Juli (innerhalb 2 Wochen nach offizielle Mietbeginn), nachdem auch die Geschirrspüler falsch installiert wurde, und unsere Küche unter Wasser stand, Vermieter mehrere Versprechen nicht eingehalt hat, alles wieder gekündigt, mit 3 Monaten, da ich auch ein Alternative brauche.

Muss ich trotzdem Courtage zahlen?

Hierbei muss ich auch erwähnen dass die Wohnung für 90 m2 angeboten wurden. Ganz oben ist alles schief. Maklerin hat mir gesagt auf meine Frage welche m2 50 en welche 100% gerechnet werden, dass unter 1 meter höhe 50% gerechnet wird.

Wie Sie wissen stimmt das nicht. Übrig bleibt 75 m2. Muss ich ihr bezahlen trotz falsche info?

Bin ich als freundlicher Mensch wieder der Dumme?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen auf der Grundlage des von Ihnen angegebene Sachverhalts wie folgt.

Grundsätzlich müssen Sie unterscheiden zwischen möglichen Ansprüchen gegen die Maklerin und Ihren Vermieter.

Die Maklerin könnte vertragliche Aufklärungspflichten verletzt haben. Die Maklerin muss Ihnen alle bekannten Umstände mitteilen, die für den Abschluss des Mietvertrag erheblich sind. Wie weit diese Aufklärungspflicht jeweils reicht, bestimmt sich nach dem Einzelfall. In Bezug auf alle Ereignisse die von der Maklerin für die Zukunft "versprochen" wurde( Fliessen, Küche etc. ), wird im Ergebnis nicht die Maklercourtage abhängig sei. Die Maklerin wird hier nicht im Wissen gehandelt haben, dass diese Arbeiten nicht erledigt werden können ( oder man wird es Ihr zumindest nicht nachweisen können ). Das Fertigstellen lag hier auch nicht in Ihrem Machtbereich, sondern in dem des Vermieters.
Mit der Wohnfläche verhält es sich anders. Sollte Sie die Maklerin tatsächlich über die Größe der Wohnung getäuscht werden ( Flächen unter 0,5 m werden nicht berechnet ), wird hier eine Verletzung der Hinweispflicht gegeben sein. Sollte dies Angabe für Sie auch kausal in Bezug auf den Vertrag gewesen sein, könnten Sie Schadensersatzansprüche gegen die Maklerin geltend. Für eine abschließende Bewertung ist hier allerdings eine konkrete Prüfung anhand der Gesamtumstände erforderlich.


Gegen den Vermieter könnten Ihnen ebenfalls Schadensersatzansprüche zustehen, sofern er Ihnen den vertragsbemäßen Verbrauch der Mietsache zur Verfügung gestellt hat. Hier ist entscheidend, ob Sie den Vermieter mit Fristsetzung zur Herstellung der ordnungsgemäßen, zum wohnen geeigneten Zustand aufgefordert haben. Weiterhin wird zu klären sein, wie groß die Beeinträchtigung tatsächlich war. Dies kann im Rahmen dieser Online- Anfrage nicht geleistet werden.
Sollte aber im Ergebnis das Fehlverhalten des Vermieters kausal Ihren erneuten Umzug erzwungen haben, könnten Sie im Ergebnis
die neu entstanden Umzugskosten als Schadensersatz geltend machen. Aber auch hier muss auf eine Prüfung anhand der Gesamtumstände verwiesen werden.

Weiterhin können Sie für die restliche Mietzeit die Miete mindern. Zum einen für die zu niedrigen Quadratmeterzahl ( nach der Rechtssprechung Recht zu Minderung, wenn die Angabe 10 % nach unten abweicht ), zum anderen für mögliche andere Beeinträchtigungen, sofern Sie wesentlich den Gebrauch der Mietsache beeinträchtigen.

Ich empfehle Ihnen, die Maklerin in Bezug auf die Courtage hauptsächlich mit der falschen Wohnungsgröße zu konfrotieren und mit dem Hinweis darauf die Courtage vorerst zurückzuhalten. Sollte Sie zu keiner gütlichen Eingigung kommen, müßten Sie einen Kollegen vor Ort kontaktieren, der über die Online- Anfrage hinaus, die Gesamtumstände beurteilen kann.
Dem Vermieter gegenüber sollte Sie die Miete mindern ( auch rückwirkend für die Wohnungsgröße ) und ihn mit möglichen Schadensersatzforderungen auseinandersetzen. Sollten Sie auch hier nicht zu einer Einigung kommen, empfehle ich Ihnen - wie oben - einen Kollegen vor Ort zu kontaktieren.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 24.08.2007 | 14:40

Hallo,
Herzlichen Dank für Ihren Antwort. Hat mich gut gefallen.

Neben die viele Emotionen, gibt es ein wichtigere Kausales Verband zwischen das Mietvertrag (auf Maklerin Papier) und unsere Problemen.

Maklerin wurde von uns sehr oft gesagt dass wir nur unterschreiben wenn Haus fertig ist bei Einzug, bis Schlüsselübergabe kennten wir Vermieter nicht, haben nicht mit ihm gesprochen oder kommuniziert.

In Kontrakt steht dass wir Verantwortlich sind für die Zustand von die Holzfußböden und gerade das war der Grund warum ich nicht so einziehen wollte.

Jetzt, bei lesen diese Forum, weis ich dass die Fußböden immer eine Verantwortlichkeit sind von Vermieter.

Ohne diese Satz in Kontrakt wären wir ohne Problemen eingezogen.

Jetzt, und das ist mein persönliche Leid, hat meine Frau soviel Stress mit diese Situation dass sie zurück nach Hamburg geht, mit die Kindern!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.08.2007 | 14:57

Sehr geehrter Fragesteller,

richtgerweise sind die Fußböden grundsätzlich eine Angelegenheit des Vermieters.
Nach Ihren Schilderungen hat Ihnen die Maklerin einiges zugesichert, was Sie im Ergebnis nicht halten konnte. Insofern sollten Sie sich dringend mit der Maklerin in Verbindung setzten, um dies zu klären. Eine weitergehende rechtliche Vertretung erscheint - soweit es zu keiner Einigung kommt - sinnvoll.

Ich hoffe, Ihnen ein wenig hilfreich gewesen zu sein und wünsche Ihnen alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt

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