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Makler-Alleinaufrag vorzeitig gekündigt. Gebührenrechnung erhalten

19.08.2014 08:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich auf der Homepage „ frag-einen-anwalt.de „ gestöbert, leider jedoch nichts für meinen Fall gefunden.

Ich habe lediglich eine kurze, für mich jedoch immens bedeutsame Frage und hoffe sehr auf Ihre zeitnahe Unterstützung:

Ich habe einen Makler mit dem Verkauf meines Hauses beauftragt und einen Alleinvertrag unterschrieben. Dieser Vertrag hatte eine Laufzeit von sechs Monaten.

Der Makler ist seinen Verpflichtungen nachgekommen. Es gab auch Besichtigungstermine, die aber zu keinem Vertragsabschluss führten, da die Kunden kein Kaufinteresse hatten.

Der Alleinauftrag wäre zum Oktober kündbar gewesen.
Aus privaten Gründen habe ich mich doch noch gegen den Verkauf meiner Immobilie entschieden. Dieses habe ich dem Makler telefonisch mitgeteilt. Daraufhin haben wir den Vertrag aufgelöst.

Nun hat er mir allerdings eine Rechnung zukommen lassen, in der er 600,00€ von mir haben möchte, für seine bisherige Tätigkeit.

Diese Rechnung beinhaltete keine Kostenaufstellung, sodass ich nachvollziehen konnte, wie sich die Rechnungssumme zusammensetzt. Ich hatte den Makler aufgefordert, mir eine Aufstellung zukommen zu lassen, in der nachvollziehbar ist, wie sich die Kosten zusammensetzen. Dieser Bitte ist er auch nachgekommen. Allerdings beinhaltet diese Aufstellung nur eine Auflistung der insgesamt zustande gekommenen Kosten, die er mit meinem Auftrag hatte (2.200,00€).

Nun ist meine Frage: Muss ich der Zahlungsaufforderung nachkommen und die Rechnung begleichen? Im Alleinauftrag war keine Regelung getroffen, was eine vorzeitige Kündigung des Vertrages angeht. Wenn ich nicht verpflichtet bin, diese Summe zu zahlen, wie soll ich dann in diesem Fall weiterverfahren.

Über eine zeitnahe Antwort wäre ich sehr dankbar und möchte mich im Voraus bedanken.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die von Ihnen beschriebene Diskrepanz zwischen dem geforderten Betrag von € 600,00 und den nachgewiesenen Aufwendungen von € 2.200,00 legt die Vermutung nahe, dass es sich bei der geforderten Summe nicht unbedingt um einen Auslagenersatz handelt. Diesbezüglich sollte der Makler zunächst um weitere Aufklärung gebeten werden.

Grundsätzlich wird dem Makler mit dem Maklervertrag eine Provision für den Fall vereinbart, dass aufgrund der Vermittlungstätigkeit des Maklers ein Vertrag zustande kommt, § 652 Abs. 1 BGB. Einen darüber hinausgehenden Anspruch auf Ersatz der ihm entstandenen Auslagen hat der Makler nur, wenn dies explizit vereinbart wurde, § 652 Abs. 2 BGB.

An dieser Rechtslage ändert auch der Umstand nichts, dass der Maklervertrag vorzeitig beendet wurde. Da der Makler mit der Beendigung einverstanden war, liegt ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag vor, so dass der Makler an sich mit Schadensersatzansprüchen ausgeschlossen ist. Allerdings kann der Makler im Vertrag für den Fall der vorzeitigen Vertragsbeendigung einen Ersatz seiner Auslagen oder ein anderes Entgelt vorgesehen haben.

Daher wäre anhand des Maklervertrags und etwaiger AGB zu prüfen, ob generell oder für den Fall einer vorzeitigen Vertragsbeendigung ein Auslagenersatz oder ein anderes Entgelt wie z.B. eine Vertragsstrafe vereinbart wurde.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.08.2014 | 10:19

Sehr geehrter Herr Henning,

vielen Dank, für Ihre schnelle und präzise Antwort.
In den AGB´s und auch im Alleinvertrag, den ich unterzeichnet habe, ist nichts geregelt über ein Auslagenersatz oder ein anderes Entgelt, welches bei vorzeitiger Beendigung des Vertrages fällig wäre.
Gehe ich Recht mit der Annahme, dass ich mich auf den von Ihnen genannten Paragraphen beziehen kann und dem Makler mitteilen kann, dass ich aus diesen und den anderen von Ihnen erläuterten Gründen, der Zahlungsauffordern nicht nachkommen werde?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.08.2014 | 10:46

Hallo

und danke für die ergänzenden Mitteilungen. Davon ausgehend, dass die Verträge zumindest offensichtlich die verlangten € 600,00 nicht "hergeben" und auch von Gesetzes wegen ein solcher Betrag nicht geschuldet ist, kann in der Tat unter Hinweis auf Vertrag und Gesetz die Zahlung des Betrages verweigert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

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