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Mahnungen

| 31.07.2013 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Sehr geehrte Damen und Herren,

es handelt sich um einen etwas komplizierten Fall. Meine Mutter hat früher immer bei einer Sammelbestellerin eines Versandhauses bestellt. Dort hat sie die Sachen auch immer regelmäßig per Raten gezahlt. Da diese Sammelbestellerin ja mehrere Kunden hatte, hat sie mit dem Geld das sie bekam unter anderem auch andere Rechnungen ausgeglichen. Sprich: welche am ehesten zur Zahlung dran war - egal von welchem Kunden - wurde beglichen. War an sich auch kein Problem da sie sich immer notierte von wem sie wieviel Geld wann erhalten hat. Mittlerweile ist die Dame verstorben und es stehen noch Schulden aus. Ihre Tochter hat diese Schulden übernommen und angeblich von ihrem eigenen Geld abbezahlt. Nun seien von Seitens meiner Mutter noch mehr Schulden offen. Meine Mutter ist ja gutgläubig und hat somit an die Tochter monatlich Geld überwiesen. Irgendwann hat sie diese dann eingestellt weil es genug war. Nun meldete sich die Tochter mehrmals das noch sehr vieles offen sei von meiner Mutter will uns aber keine Rechnungen zeigen. Das nächste Problem ist das, wie vorher beschrieben, die Sammelbestellerin ja auch verschiedenste Rechnungen - nicht nur die meiner Mutter mit dem Geld beglichen hat. Wir haben also die Tochter aufgefordert uns die Unterlagen zukommen zu lassen. Das macht sie nicht, stattdessen kam nun die zweite Mahnung.
Ich muss dazu sagen das meine Mutter nie einen Vertrag, eine Ratenzahlung etc unterschrieben hat, bzw irgendwas auf ihren Namen läuft. Rein die Sammelbestellerin ist gemeldet und machte unter sich die Schulden ihrer Kunden aus. Ist das was die Tochter hier nun betreibt (wir gehen davon aus das sie selbst einfach Geld braucht) rechtens? Bzw wie sollen wir nun vorgehen? Sie hat mehr als genug Geld bekommen.

Ich danke schonmal für Ihre hilfe!

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Ihre Mutter muss natürlich nur das bezahlen, was Sie auch bestellt und erhalten hat.

Sollten Beträge noch offen sein, wären diese auch zu zahlen. Es kann ohne weitere Prüfung nicht beantwortet werden, ob das Verhalten der Tochter der Sammelbestellerin rechtens ist.

Die Sammelbestellerin/deren Tochter hat darzulegen und zu beweisen, dass ihr noch Geld zusteht bzw. noch Forderungen offen sind.

Da Ihre Mutter die Sammelbestellerin beauftragt hatte, Bestellungen zu tätigen, handelt es sich hier um einen Auftrag im Sinne des § 662 BGB.

Der Beauftragte (die Sammelbestellerin bzw. deren Tochter) hat gegenüber dem Auftraggeber (d.h. gegenüber Ihrer Mutter) Auskunft zu erteilen und "Rechenschaft" abzulegen (§ 666 BGB).

Ihrer Mutter ist eine geordnete Aufstellung der Bestellungen und die Höhe der bezahlten/offenen Bestellungen zu übermitteln.

Diese Aufstellung wurde Ihnen trotz Aufforderung nicht übermittelt.

Sie können daher weitere Mahnungen ignorieren.

Erst wenn Sie Post vom Gericht erhalten sollten, müssen Sie reagieren.

Wenn es keine nachvollziehbaren Unterlagen zu offenen Rechnungen /unbezahlten Bestellungen Ihrer Mutter gibt, wird die Angelegenheit im Sande verlaufen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 31.07.2013 | 14:41

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