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Mahnung wegen ausstehender Telefonrechnung


02.04.2007 14:21 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Ich bin letztes Jahr umgezogen und habe daher meinen Telefonanschluß bei Netcologne gekündigt. Die letzte Rechnung erhielt ich wie alle anderen Rechnungen zuvor per E-Mail am 12.09.2006 zugesandt. Diese Wurde von mir am 15.09.2006 beglichen.

Nun gab es anscheinend noch eine Abschlussrechnung vom 30.09.2006 die ich anscheinend trotz Nachsendeauftrag durch die Post nicht erhielt.

Am 31.03.2007 erhielt ich nun ein Schreiben von einer Anwaltskanzlei, die mir eine Rechnung mit Mahnkosten etc. von fast 100 Euro präsentiert. Darin wird unter anderem aufgeführt, daß ich die Mahnungen einer Firma Schimmelpfeng Forderungsmanagement GmbH ignoriert hätte. Mahnungen, die ich nie erhalten habe.

Während ich die ursprüngliche Forderung noch für realistisch halte, kann ich die zusätzlich entstandenen Kosten nicht akzeptieren, da sie nicht durch mein Verschulden entstanden sind. Andererseits möchte ich wegen diesem geringen Betrag nicht wirklich vor Gericht und den ganzen Stress mitmachen.

Wie soll ich mich nun am besten verhalten? Welche Chancen hat die Anwaltskanzlei die ganzen zusätzlichen Kosten wie Mahngebühren, Spesen etc. gegen mich duchzusetzen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Sie schulden den Ersatz der Rechtsverfolgungskosten dann, wenn der Forderungsinhaber eine Inkassofirma / Anwaltskanzlei mit dem Forderungseinzug beauftragt hat, nachdem Sie sich in Verzug befunden haben. Ein Verbraucher kann nach § 286 BGB nach Nichtleistung nach Erhalt einer Mahnung in Verzug kommen oder 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufforderung leistet, wenn er auf diese Folgen in der Rechnung besonders hingewiesen worden ist.

Hinsichtlich des Verzugseintritts ist netcologne darlegungs- und beweispflichtig. Es kommt daher darauf an, ob netcologne die Rechnungsstellung, Mahnung und/oder den entsprechenden Zugang nachweisen kann. Dies kann hier nicht beurteilt werden.

Da Sie schildern, dass Sie einen Nachsendeauftrag eingerichtet haben, trifft Sie hinsichtlich Ihrer Erreichbarkeit allerdings kein Verschulden. Anderes kann natürlich gelten, sollte eine andere Übermittlungsart bzw. Abruf vereinbart sein.

Hinsichtlich des weiteren Vorgehens rate ich Ihnen Folgendes:

Da Sie die Hauptforderung für berechtigt halten, sollten Sie diese unverzüglich überweisen.

Sollten Sie die Rechtsverfolgungskosten ebenfalls für berechtigt halten, da Sie den Nachweis der Verzugseintritt doch für wahrscheinlich halten, sollten Sie diese ebenfalls überwiesen, um ggf. eine weitere gerichtliche Geltendmachung zu verhindern.

Wenn Sie tatsächlich keinerlei Rechnungen, Mahnschreiben etc. erhalten haben, sollten Sie schriftlich darauf hinweisen und um entsprechenden Nachweis bitten. Danach können Sie auch die Nachweisbarkeit des Verzugseintritts besser einschätzen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

http://www.ra-freisler.de
http://www.kanzlei-medizinrecht.net



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