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Mahnung von dubiosen Inkasso Unternehmen

04.01.2021 17:07 |
Preis: 30,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


11:23

Guten Tag.

Ich bin Ende 2019 aus Deutschland ausgewandert, habe alles ordnungsgemäß gekündigt und mich abgemeldet. Ich schätze so im Oktober bekam meine Mutter adressiert auf meinen Namen den ersten Mahnbrief. Bei meiner Mutter habe ich zuletzt im Jahr 2018 gewohnt. In diesem Brief waren auch schon ordentlich Versäumnisgebühren hinzugerechnet, jedoch war es der erste Brief den meine Mutter, beziehungsweise ich erhielt. Aus dem Schreiben konnte ich nicht erlesen wie die Forderung zu Standen gekommen war. Daraufhin versuchte ich bei dem Inkasso Unternehmen anzurufen, habe jedoch niemanden erreicht. Nach kurzer Recherche im Internet fand ich unzählige gleicher Erfahrungsberichte über dieses dubiose Unternehmen. Ich machte mir keine Sorgen und dachte mir es handelt sich um eine Form von Betrug.

Nun bekam ich Ende Dezember einen gelben Brief von einem Amtsgericht. Dort steht, dass das Gericht den Anspruch des Antragstellers nicht geprüft hat. Es geht um einen Dienstleistungsvertrag gem. Rechnungen vom 17.07.20 bis 15.09.20 von einem Telekommunikationsanbieter. Ich hatte tatsächlich einen Vertrag bei diesem Anbieter, jedoch wurde mir die Kündigung bestätigt und das Verhältnis war Ende März beendet. Bestätigung ist noch vorhanden. Den Router habe ich auch nach Anweisung zurück gesendet. Nachweis dafür ist nicht mehr vorhanden, jedoch habe ich einen Zeugen.
Ursprünglich handelte es sich um einen Betrag von 44,27€. Bei dem ersten Brief den meine Mutter erhielt war der Betrag meiner Erinnerung nach schon bei ca 150€. Nun werden 227,09€ von mir gefordert. Ein Schreiben zum Widerspruch ist beigelegt. Da ich mich nicht in Deutschland aufhalte und das Schreiben auch nicht zu mir zugestellt wurde habe ich bisher nichts unternommen.

Der Betrag bereitet mir keine Sorge. Ich möchte aber auf gar keinen Fall dieses nach meiner Empfindung unseriöse Unternehmen unterstützen.

Wie soll ich mit dieser Sache umgehen? Was wäre das Klügste?

Mit freundlichen Grüßen

04.01.2021 | 18:25

Antwort

von


(755)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben einen gerichtlichen Mahnbescheid zugestellt bekommen, sofern man noch von einer Zustelladresse bei Ihrer Mutter sprechen kann. Halten Sie die Forderung für unbegründet, müssen Sie Widerspruch mittels des beigefügten Widerspruchsschreibens einlegen oder durch einen Bevollmächtigten ( etwa Ihre Mutter ) oder durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl einlegen. Anderenfalls wird gegen Sie auf Antrag des Gläubigers ein Vollstreckungsbescheid erlassen. Aus diesem Titel könnte dann 30 Jahre die Zwangsvollstreckung gegen Sie betrieben werden. Das Mahngericht prüft im gerichtlichen Mahnverfahren in der Tat nicht, ob die Forderung tatsächlich berechtigt ist. Es wird einfach mangels Widerspruch ein Vollstreckungstitel erlassen. Sie sind daher gehalten zu handeln, wenn dies vermieden werden soll.

Ob die Forderung berechtigt ist, kann hier natürlich nicht beurteilt werden. Sie können auch Widerspruch einlegen und dann die zugrundeliegenden Rechnungen nochmals anfordern. Sollten die Rechnungsbeträge aus dem beendeten Vertragsverhältnis berechtigt sein, können Sie dann immer noch eine Einigung mit dem Inkassounternehmen erzielen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 04.01.2021 | 20:37

Danke für ihre Antwort! Eine Frage habe ich noch. Wenn ich nie durch den Telekommunikationsanbieter eine Rechnung erhalten habe, da ich schon lange nicht mehr an dieser Adresse gemeldet war, kann ich die Rechnung ja auch nicht begleichen.

Wenn ich nun Widerspruch einlege und es zu einem Gerichtsverfahren kommt, kann ich dafür dann trotzdem belangt werden?

Beste Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.01.2021 | 11:23

Sofern die Forderung, die in der nicht erhaltenen Rechnung ausgewiesen ist, berechtigt ist, muss diese dann auch erfüllt werden. Etwas anderes ist, ob die mit der Verzögerung eingetretenen Folgekosten, also Zinsen, Gebühren des Inkasso etc., von Ihnen verlangt werden können. Dies wäre dann nicht der Fall, da sie nicht schuldhaft in Verzug geraten sind. Dies wäre in einem gerichtlichen Verfahren dann im Einzelnen darzulegen.

ANTWORT VON

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