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Mahnung von Fitness-Center

05.03.2013 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Guten Tag,

mein Problem ist folgendes. Ich wohnte aufgrund meiner Bachelor-Thesis für sechs Monate (01.09.2010 - 28.02.2011) in Friedrichshafen am Bodensee. Um mich sportlich zu betätigen wollte ich mich für diesen Zeitraum in einem örtlichen Fitness-Center anmelden. Hierzu ließ ich mich vor Ort von dem damaligen Studioleiter beraten, ob eine Mitgliedschaft für diesen Zeitraum möglich wäre. Er versicherte mir, dass das kein Problem sei, da ich monatliches Kündigungsrecht bzw aufgrund eines Umzugs sowieso ein Sonderkündigungsrecht habe. Weiterhin wurde an dieser Stelle mündlich vereinbart, dass ich nur für diesen Zeitraum eine Mitgliedschaft eingehe.Nach Ablauf dieser Zeit habe ich wie besprochen meine Kündigung persönlich im Studio vorbeigebracht. Als Nachweis für den Umzug legte ich dem Schreiben eine Bescheinigung über die Beendigung meines Mietverhältnisses von meiner Vermieterin bei. Da ich während dieser Zeit nicht auf der Stadt gemeldet war, konnte ich leider keine Abmeldung von der Stadt mitbringen. Im Studio wurde mir aber explizit versichert, dass das Schreiben der Vermieterin ausreichend sei.
Etwa sechs Monate später (ich war dann Wohnhaft im Pforzheim aufgrund meines Master-Studiums), erhielt ich erstmal Post bzw. eine Mahnung des Fitness-Centers in Höhe von ca. 450€ (Beitrag März-August). Nach einem klärenden Telefonat, indem ich erklärte, dass der Vertrag bereits gekündigt sei, wurde mir gesagt, dass die Sache dann erledigt sei. Wieder ca. sechs Monate später erhielt ich dann erneut Post mit der gleichen Forderung. Als ich dann wieder telefonisch versucht den Fall zu klären wurde ich gebeten Nachweise für den Umzug zu erbringen. Hierzu wurde mir versichert, dass ein Nachweis des damaligen Arbeitgebers in Friedrichshafen, sowie eine Imma-Bescheinigung von Pforzheim (01.03.2011) ausreichend sei. ich übermittelt diese Daten via Email und dachte die Sache wäre nun entgültig erledigt. Als ich vor einer Woche nun meine Eltern besuchte, fand ich eine Stapel von Mahnung (Aktuell 480€) eines Inkasso-Unternehmens, welches durch das Fitness-Center beauftragt wurde. Nach telefonischen Klärungsversuch wurde mir gesagt, dass falls ich keinen Nachweis über die Kündigung erbringen kann, ich diesen Betrag auf jeden Fall begleichen muss.

Nun meine Frage: Da ich leider keine Kopie der Kündigung (Ist ja schon zwei Jahre her) mehr habe und auch keine Abmeldung bei der Stadt Friedrichshafen, muss ich den Betrag wirklich begleichen?

Viele Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:





Frage 1:
"Da ich leider keine Kopie der Kündigung (Ist ja schon zwei Jahre her) mehr habe und auch keine Abmeldung bei der Stadt Friedrichshafen, muss ich den Betrag wirklich begleichen?"



Wenn Sie die wirksame Kündigung nicht nachweisen können, ist das schon einmal sehr problematisch.

Zwei Probleme bestehen hier:

Sie haben die Kündigung persönlich überreicht. Dies wäre dann ausreichend, wenn es dafür Zeugen gibt oder der Empfänger die Entgegennahme quitiert hätte. Beides fehlt wohl leider.


Zum anderen geben Sie an, sich nicht ordnungsgemäß umgemeldet zu haben. Nicht korrekt war die Auskunft des Centers, die Bescheinigung der Beendigung Ihres Mietverhältnisses von Ihrer Vermieterin sei ausreichend für die Abmeldung. daraus geht ja nur hervor, dass Sie nicht mehr dort wohnten, nicht aber wo Sie hingezogen sind.

Den Beweis des Umzugs führen Sie durch eine Meldebestätigung der Stadt Pforzheim. Nach Ihrer Schilderung haben Sie sich aber nicht in Pforzheim angemeldet, sondern haben vermutlich die Adresse Ihrer Eltern als Meldeadresse benutzt. Dies ist umso tragischer als Ihnen offenbar in dieser Sache bereits Mahnschreiben vom Inkassobüro zugegangen sind. Dies wird voraussichlich zu einem Schufaeintrag führen, der Sie in Ihrer wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit 3 Jahre lang erheblich lähmen wird.

Die mündliche Vereinbarung, Ihre Mitgliedschaft bestehe nur für den Zeitraum 01.09.2010 - 28.02.2011 ist ohne schriftliche Fixierung im Fitnessvertrag leider wertlos.

Sollte sich ihrer aktuelle Meldeadresse (Bei den eltern ?) nicht weit weg von Friedrichshafen befinden, sieht es in der Sache nicht besonders rosig für Sie aus, weil Sie die erforderlichen Nachweise nicht mit Gewissheit führen können.






Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Fork, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2013 | 13:22

Sehr geehrter Herr Fork,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Der Wohnsitz meiner Eltern bzw. mein damaliger Erstwohnsitz (Zweitwohnsitz n.v.) liegt rund 170km von Friedrichshafen entfernt.
Auch zeigte sich das Fitness-Center bisher stets kooperativ und kulant das Problem zu lösen. Unglücklicherweise bleibt der Fall aber immer wieder liegen bzw. wird nie korrekt weiterverarbeitet. So wird der Fall immer wieder von einem Sachbearbeiter aufgegriffen, der die genauen Umstände nicht kennt und dann eben entsprechende Maßnahmen einleitet.

Aktueller Stand ist nun jedenfalls, dass eine Service-Mitarbeiterin der Fitness-Kette Rücksprache mit einem Vorgesetzten halten will, um weiteres Vorgehen zu besprechen. Gespräche mit dem Inkasso-Büro selber zeigten bisher wenig Hoffnung auf Erfolg, zumal mir auch mehrmals nahegelegt wurde, keinen Kontakt mit dem Fitness-Studio selber mehr zu führen und alles über sie laufen zu lassen. Ich hoffe nun jedenfalls, dass der Fall bei Fitness-Center in die richtigen Hände gelangt und endlich abgeschlossen wird.

Viele Grüße

Sebastian Braun

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2013 | 13:34

Sie müssen aber darauf achten, dass Sie die Vorgänge schriftlich und nachweisbar darstellen, damit Sie Nachweise in der Hand haben. Wenn Sie die Sache mit dem Fitnessstudio außergerichtlich klären könnten, wäre das natürlich hervorragend.

Offenbar liegt aber Ihre Kündigung nicht den entsprechenden Stellen vor. Aus den Umständen ergibt sich jedenfalls, dass Sie umgezogen sind (ob nun zu den Eltern oder nach Pforzheim ist dann zweitrangig). Wenn Sie jetzt noch eine Abmeldebestätigung für Friedrichshafen vorlegen könnten, stünde einer einvernehmlichen Lösung sicher nichts im Wege.

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