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Mahnung von Eon


07.07.2006 12:21 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Hallo,

ich bin allein erziehende Mutter von zwei Kindern (8 und 11) für die ich Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt erhalte. Ich habe letztes Jahr ein Haus gekauft und musste nun wegen der Kinder Anfang des Jahres meinen Ganztagsjob aufgeben und wieder Teilzeit arbeiten. Somit ist es finanziell natürlich sehr eng bei uns.

Wegen einer defekten Heizung habe ich von meiner vorher angemieteten Wohnung nun von Eon eine Gasnachzahlungsauforderung von über 2.200 Euro erhalten. Diese kann ich natürlich nicht bezahlen, da finanzielle Reserven nicht mehr vorhanden sind und ich von der Bank keinen Kredit mehr aufgrund meiner Situation erhalte.

Ich habe Eon die Situation geschildert und gebeten, einen angemessenen Ratenvorschlag mir zu unterbreiten, worauf ich einen Ratenvorschlag von 360 Euro im Monat bekam. Ich habe dort angerufen und gesagt, dass ich diese Raten nicht zahlen kann, worauf mir am Telefon gesagt wurde, dies muss ich schriftlich einreichen, dann könne man auf 12 Monatsraten aufstocken. Dies habe ich getan und Eon monatliche Ratenzahlung in Höhe von 100 Euro angeboten. Was heute Eon allerdings abgelehnt hat. Wenn ich nicht in 14 Tagen die erste Rate in Höhe von 380 Euro zahle (was ich definitiv nicht kann) wird der volle Betrag sofort fällig und das gerichtliche Mahnverfahren eröffnet.

Soll ich es auf eine Lohnpfändung ankommen lassen oder einfach ignorieren und die meinerseits angebotenen 100 Euro Raten (die mir auch schon schwerfallen) zahlen?

Vielen Dank für Ihre Antwort und lieben Gruß
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie bestreiten die Forderungen nicht. Sie können derzeit aber nicht die gesamten Raten bezahlen.

Aus meiner Sicht der sollten Sie nochmals die Gegenseite schreiben und ihnen darlegen, daß Sie derzeit nicht genügend Gehalt haben, um höhere Raten als 100 € zu zahlen. Sie sollten in diesem Zusammenhang auch darlegen, dass sie zwei Kinder zu versorgen haben und dass die Einkommen unter der so genannten Pfändungsfreigrenze legte. In diesem Fall wird die Firma EON überlegen müssen, ob sie nicht auf einem Mahnbescheid verzichtet und lieber die geringeren Raten akzeptiert.

Im übrigen kommt eine Lohnpfändung nur dann in Betracht, wenn ein rechtskräftiger Vollstreckungstitel vorliegt. Wenn die Firma gegen Sie ein Mahnbescheid beantragt, Damen können Sie gegen diesen Mahnbescheid innerhalb von zwei Wochen Widerspruch einlegen. Tun sie dies nicht, wird Vorstellungsbescheid beantragt. Gegen diesen Vollstreckungsbescheid - aus dem vorläufig schon vollstreckt werden kann - haben Sie immer noch die Möglichkeit, einen Einspruch einzulegen.

Parallel zu dem oben genannten Schreiben sollten Sie einen Betrag in Höhe von 100 € als erste Rate überweisen.

Ich weise nur daraufhin, dass die Firma nicht verpflichtet ist, ihn überhaupt Ratenzahlungen anzubieten.

Mit freundlichen Grüßen



Klaus Wille
Rechtsanwalt
www.anwalt-wille.de

Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2006 | 14:47

Sehr geehrter Herr Wille,

vielen Dank für Ihre Antwort. Den Sachverhalt habe ich EON bereits mehrfach schriftlich und mündlich dargelegt, allerdings ohne Erfolg. Originalton: Das berührt mich zwar menschlich, aber nicht beruflich, dann müssen Sie eben noch die ganzen Folgekosten für das Mahnverfahren tragen.

Ab welchem Einkommen liegt man unter der Pfändungsfreigrenze? Und aus welchem Grund könnte ich gegen Mahnbescheid bzw. Vollstreckungsbescheid Einspruch bzw. Widerspruch einlegen. Die Forderung bestreite ich ja nicht, ich kann nur nicht zahlen. Die erste Rate habe ich heute bereits überwiesen, allerdings nur die 100 Euro.

Vielen Dank und lieben Gruß


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2006 | 14:58

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vielen Dank für Ihre weitere Anfrage.

Bei drei Personen liegt die Pfändungsfreigrenze bei 1569,99 €. Nur bei höheren Beträgen kann vollstreckt werden. Das heißt aber nicht, dass die Firma ihren z. B. das Konto zeitweilig schließen kann. Sie müssten dann u. a. der Gericht die Freigabe des Kontos beantragen.

Sie sollten es daher nicht darauf ankommen lassen, dass die Gegenseite vollstreckt. Vielmehr rate ich sich vorher mit der Firma zu einigen. Denn bei fruchtlosen Vollstreckungen kann unter anderem die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung beantragt werden. Dann droht Ihnen u.a. einen Eintrag in der SCHUFA.

Ich rate daher dringend davon ab, es so weit kommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen



Klaus Wille
Rechtsanwalt

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