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Mahnung von Autohaus


| 24.12.2005 17:47 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Gute Abend liebe Damen und Herren,

ich möchte mich heute mit folgendem Problem an Sie wenden:

Ich habe im Jahr 2003 für einen Bekannten mit angemeldeten Gewerbe gelegentlich Besorgungsfahrten mit dessen PKW gemacht.
Eines Tages ist der PKW plötzlich stehengeblieben. Nach Rücksprache mit meinem Bekannten sollte ich das Fahrzeug in die Wekstatt X bringen lassen, und dort reparieren lassen.Ich habe noch am selben Tag das Auto in die besagte Werkstatt gebracht, und den dortigen Mitarbeitern den Fahrzeugschein übergeben.
Während den Repaeraturarbeiten wurde von Seiten der Werkstatt eine Beule in das Auto gefahren.Das entsprechende Teil wurde noch Rücksprache anstanzlos ersetzt.
Gleichzeitig kam die Frage auf, ob TÜV gleich "mitgemacht" werden sollte, da er nächsten Monat fällig wurde.Mein Bekannter stimmte auch diesem zu.
Ein paar Tage später bekamm ich dann den Anruf aus der Werkstatt, dass das Auto fertig wäre, und ich es abholen sollte.
Mein damiliger Bekannter war beruflich verhindert, da er sehr oft geschäftlich im ganzen Bundesgebiet unterwegs ist.
Nach ein paar Tagen holte er sich das Auto bei mir ab, und die Sache war für mich eigentlich erledigt.

Nun hat sich aber folgendes zugetragen.
Mein damaliger Bekannter hat es wohl versäumt, rechtzeitig die Rechnung zu begleichen.Denn eines Tages rief das Autohaus beimir an, um sich für die Adresse meines damiligen Bekannten zu erkundigen, da die Mitarbeiter im Autohaus offenbar den Fahrzeugschein falsch abgeschrieben haben. Die PLZ und der Wohnort stimmen nicht.
Ich sagte ihnen am Telefon die Richtige Anschrift, und somit sollte die Sache in Ordnung sein.
Leider nicht, den Monate später bekam ich die erste Mahnung auf MEINE Anschrift.( Die Besitzer kennen mich persönlich, da wir in einem kleinen Dorf wohnen)
Ich fragte im Autohaus nach was das sollte, und man sagte mir, man wüßte nicht mehr weiter, um an das Geld zu kommen.Also hat man eine Mahnung an mich geschrieben,damit ich meinem damaligen Bekannten dies weiterreichen könnte.
Genauso ging es mit der 2 Mahnung, die ebenfalls an mich adressiert wurde.
Ich stellte daraufhin meinen damiligen Bekannten zur Rede, und forderte ihn auf die Sache klarzustellen.Er gab mir ein Teil des Geldes was in der Mahnung gefordert wurde, mit der Bitte es als Anzahlung im Autohaus vorbeizubringen.
Das tat ich auch, mit der Frage was meine Rolle in der ganzen Sache ist.
Hier wurde mir wieder die hillosigkeit des Autohauses genannt, um an das Geld zu kommen.
Es folgte eine 2. sowie eine dritte Mahnung ebenfalls an meine Adresse. Diese Ignorierte ich, da wegen der ganzen Geschichte die Freundschaft, sowie das Vertrauensverhältnis zwischen mit und meinem Bekannten gestört war.
Mittlerweile ist er auch Umgezogen, wie ich durch dritte mitbekommen habe.

Heute am 24.12.05 lag eine Letzte Zahlungsaufforderung sowie eine Kopie der Werkstattrechnung vom März 2003 in meinem Briefkasten.
Mir werden Gerichtliche Schritte angedroht, wenn ich binnen 3 Tage nicht den Betrag Y bezahle.

Nun meine Frage an Sie.
Wie soll ich mich diesbezüglich verhalten, bzw. wie ist rein rechtlich gesehen meine Rolle in dem oben genannten Fall?
Muß ich mir diese Drohungen bieten lassen? Außerdem stand auf dem Umschlag für alle (Briefträger etc.) sichtbar, der Vermerk "Letzte Aufforderung"
Muß ich diesen Betrag zahlen, nur weil ich das Auto im Auftrag in die Werkstatt gebracht habe?
Wenn ja, wie ist das mit Verjährung, weil die Rechnung aus dem Jahr 2003 stammt?
Ich hoffe Sie können mir in meinem Fall helfen.

Wünsche noch frohe und besinnliche Feiertage

24.12.2005 | 18:01

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

Ausgangspunkt für Ihre Frage, wer den letztlich Vertragspartner geworden ist, ist die Vorschrift des § 164 BGB. Danach kann eine Willenserklärung bzw. ein Vertrag für einen Dritten abgegeben werden, wenn die fremde Willenserklärung offenkundig für den Dritten mit dessen Vertretungsmacht abgegeben wurde. Dies würde ich aufgrund der Umstände, nämlich der Übergabe des fremden KFZ-Scheins, beinahe bejahen. Haben Sie natürlich keinen Hinweis auf die Vertretung erteilt, könnte dies problematisch sein, da der fremde Brief allein nicht zwingend auf die Vertretung hinweist. Jedenfalls müssten Sie beweisen, dass Vertretungsmacht vorlag. Ob dies möglich ist, kann ich so nicht abschließend beurteilen

Die Haftung in dem Fall, dass die Vertretungsmacht nicht nachweisbar ist, richtet sich nach § 179 BGB. Danach haftet der Vertreter grds. selbst, wenn der Vertretene nicht nachträglich genehmigt. Dies dürfte durch die Geldhingabe wiederum gegeben sein, müsste aber ebenfalls nachgewiesen werden. Von daher wäre ohne Nachweis tatsächlich eine Haftung Ihrerseits gegeben. Allerdings haben Sie gegen den Freund dann einen Anspruch auf Verwendungsersatz. Insoweit wäre es ratsam gewesen, das Auto bis zum Ausgleich nicht herauszugeben.

Sie sollten daher einen Anwalt Ihres Vertrauens mit dem Sachverhalt betrauen. Eine abschließende Beurteilung der Beweisfragen lässt sich im Rahmen dieser summarischen Prüfung nicht vornehmen. Sollten Sie tatsächlich verklagt werden, könnte im Rahmen einer Streitverkündung ein Haftungsprozess gegen den Freund vorbereitet werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben. Ich wünsche Ihnen ein Frohes Fest!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-


Burgwedel, den 24.12.2005
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)




Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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