Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.392
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mahnung und angebliche Zahlungserinnerung für Leistung aus dem Jahr 2006


| 02.12.2009 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Guten Tag,

ich habe am 25.11. eine Mahnung eines Inkasso-Büros erhalten, die angebliche Call-by-call- und Internet-Verbindungen aus dem Juli 2006 eintreiben möchte (innerhalb von 10 Tagen), verbunden mit einer überdurchschnittlich hohen Inkassovergütung und Auslagen -knapp 50 Euro. Dem gegenüber stehen 3,16 Euro, die angeblich nicht gezahlt wurden und 5 Euro Mahnspesen, die mir angeblich einen Monat früher in Form einer Zahlungserinnerung gestellt wurden, die ich aber NIE erhalten habe.
Leider habe ich die entsprechenden Unterlagen aus dem Jahr 2006 nicht mehr zur Verfügung.
Ich habe im Internet recherchiert und ein (Ein-)Schreiben aufgesetzt (aber noch nicht abgeschickt), in dem ich das Inkasso-Unternehmen auffordere, mir nach TKG § 45 i ein Prüfprotokoll zukommen zulassen und bis zum Eingang der Unterlagen gegenüber der Forderung von meinem Zurückbehaltungsrecht (§273 BGB) Gebrauch zu machen.
Auch gegen die 5,00 Euro Mahnspesen habe ich schriftlich Widerspruch eingelegt.
Im Internet habe ich vielfältigste Geschichten über dieses Inkasso-Unternehmen gelesen, häufig ist von Betrug und Abzocke die Rede.
Auf der anderen Seite kann ich nicht mit 100%iger Sicherheit ausschließen, dass ich ein Call-by-Call-Unternehmen genutzt habe.
Wie soll ich mich zu der Forderung verhalten?
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten.

I Die Forderung der Gegenseite wird aller Voraussicht nach mit Ende des Jahres 2009 verjähren. Die Verjährung hemmen würde grds. die Beantragung eines Mahnbescheides oder aber auch Verhandlungen über die Forderung.
Über die Forderung sollte daher nicht „verhandelt“ werden.

II. Ein Vorgehen nach § 45i TKG ist jetzt nicht mehr erfolgreich, weil die Frist zur Anforderung des Protokolls längst abgelaufen ist.

III. Möglich ist aber ein Bestreiten der Hauptforderung in Höhe von 3,16 €. Denn der Telekommunikationsanbieter muss das Bestehen dieser Forderung beweisen. Es ist gut möglich, dass er dies nach Ablauf von fast drei Jahren nicht mehr kann, etwa, weil er die erforderlichen Nachweise bereits gelöscht hat.

IV. Ich würde nach allem einen Mittelweg beschreiten:
Zahlen Sie an das Inkassounternehmen die Hauptforderung in Höhe von 3,16 €. Erklären Sie jedoch ausdrücklich, dass Sie dies ohne „Anerkennung einer Rechtspflicht“ tun.
Gegen die Zahlung von Inkassokosten etc. sollten Sie sich verwehren, diese Kosten also nicht zahlen.
Wenn es zu einem Prozess über die Mahnkosten etc. kommen sollte, so muss die Gegenseite zunächst einmal das Bestehen der Hauptforderung beweisen. Kann Sie dies nicht, so können auch keine Inkassokosten usw. entstanden sein, wobei die Berechtigung zur Geltendmachung von Inkassokosten als Verzugsschaden ohnehin in der Rechtsprechung nach wie vor umstritten ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

--
Mit freundlichen Grüßen
St. Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
--------------
Prinz-Georg-Str. 91
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 / 44 97 630
Fax: 0211 / 44 97 631

E-Mail: schmidt@kanzlei-sas.de
WWW: http://www.kanzlei-sas.de
Bewertung des Fragestellers 04.12.2009 | 12:08


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?