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Mahnung und Forderung an meinen Expartner geschickt

21.09.2010 18:41 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
ich lebe seit Februar 2010 von meinem Mann getrennt, jedoch hatten wir noch ein Gemeinschaftskonto bei der Postbank, das ständig zwischen 3000 u.4000Euro im Minus war. Mein Mann erklärte er sich bereit, die Kontorückführung zu übernehmen. Er zahlte allerdings den ausgemachten Beitrag nur die ersten Monate, da er seit Langem wegen einer OP im Krankenstand ist und es ihm finanziell nicht mehr möglich war. Per Schreiben teilte die Postbank uns mit, dass sie das Gemeinschaftskonto kündigen und die Forderungen der Inkassofirma Accredis übergeben. Jedoch erhielt dieses Schreiben nur mein Mann,
obwohl ich mich offiziell umgemeldet habe und der Postbank meine neue Adresse gegeben habe (leider besitze ich dafür keinen Nachweis, da ich, als ich den Nachsendeauftrag bei der Postbank in Auftrag gegeben habe, der Dame mündlich mitteilte, dass ich auch Postbankkunde bin und ab sofort eine neue Adresse habe). 5 Tage bekam ebenfalls nur mein Mann (an uns beide adressiert) ein Schreiben von der Inkassofirma selbst, die zu der Haupforderung von rund 4200 Euro, 409Euro Bearbeitungsgebühr , 5,12%Zinsen, 20Euro Auslagenpauschalen + 19% Mehrwertsteuer zusätzlich verlangte. Mein Mann teilte mir die Problematik leider erst nach dem Brief von der Inkassostelle mit. Als ich bei der Postbank diesbezüglich anrief, war die simple Antwort, dass sie nur die eine für das Gemeinschaftskonto verantwortliche Adresse haben. Sie seien jetzt auch nicht mehr Ansprechpartner, sondern die Inkassofirma Accredis. Ich hätte jetzt die Möglichkeit, aus privaten Quellen das Geld zu beziehen und es mit einem Mal zu überweisen. Jedoch finde ich die Höhe der Bearbeitungsgebühren so wie so manch anderer eine Unverschämtheit. Ist es mein Recht, selber eine eigene Mahnung zu erhalten oder ist es auch rechtens, dass sie nur an meinen Mann geschickt worden ist? Wie kann ich mich sonst noch gegen die hohen Gebühren wehren?
Vielen Dank im Voraus!

Sehr geehrter Fragensteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage und hoffe Ihnen auf Basis Ihrer Angaben wie folgt weiterhelfen zu können:
Ihre Frage kann vertragsrechtlich aber auch familienrechtlich zu entscheiden sein, da es letztlich darauf ankommt mit wem der Vertrag geschlossen und v.a. fortgeführt wurde.
Klar dürfte sein, dass Sie den Girovertrag beide abgeschlossen haben und somit auch beide für das Konto haften.
Jetzt geben Sie an einen Vertrag mit Ihrem Ehemann geschlossen zu haben, dass er für die Kontorückführung zuständig sein soll, wenn ich Sie richtig verstanden habe.
In einem solchen Fall gilt aber diese Vereinbarung mit Ihrem Mann nicht im Verhältnis zur Bank, da diese darüber entscheiden darf, welchen Schuldner Sie in einem solchen Falle der Schuldübernahme haben möchte.
Das bedeutet letztlich dass Sie trotz der Absprache mit Ihrem Mann schuldrechtlicher Ansprechpartner der Bank sind.
Dadurch dass Sie allerdings noch verheiratet sind gilt aus familienrechtlichen Gründen eine Vertretungsfiktion, eben auch für den Erhalt der Mahnung an Ihren Mann. Deshalb müssen Sie sich die nur Ihrem Mann zugestellte Mahnung auch grundsätzlich zurechnen lassen. Dies gilt allerdings nicht wenn Sie getrennt leben.
Dann wiederum ist es eine beweisrechtliche Frage, ob Sie Ihrer nebenpflicht nachgekommen sind, die Bank über Ihren Wegzug zu informieren. Wenn Sie das nicht beweisen können, gilt die Mahnung als ordnungsgemäß zugegangen.
Im Verhältnis zu Ihrem Mann ist es dann aber so, dass er Ihnen aus der Absprache dann wiederum haftet.
Der Höhe der Kosten des Inkassounternehmens scheinen angesichts des Schuldbetrages nicht überzogen. Inkassokosten sind grundsätzlich in Höhe der üblichen Rechtsanwaltsgebühren erstattungsfähig. Dies wären bei dem genannten Kaufpreis in etwa der von dem Inkassounternehmen geforderter Betrag.
Zusammenfassend bleibt also festzuhalten, dass der Betrag im wesentlcihen stimmt und Sie aber unter Umständen Ihren Mann aus derinternen Absprache haftbar machen können.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Einblick* in die Rechtslage verschafft zu haben und stehe Ihnen jederzeit und ausgesprochen gern für (kostenlose) Rückfragen zur Verfügung!

Sollten Sie ein persönliches Gespräch wünschen, können Sie mich über 123recht.net auch im Wege einer (kostenpflichtigen) Telefonberatung konsultieren (http://www.123recht.net/loginvoip.asp?lawyerid=104930).

Da wir bundesweit tätig sind, vertrete ich Sie auch gerne anwaltlich, wenn Sie dies wünschen, wobei die Kommunikation auch via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen kann und einer Beauftragung nicht entgegen steht.

Ich bedanke mich nochmals herzlichst für Ihre freundliche Frage und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus München,

Ihr
Alexander Stephens

__________________________________________________________________________________

*Hinweis:
Bei der obigen Beantwortung Ihrer Frage, die ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Bitte berücksichtigen Sie deshalb, dass dies eine umfassende juristische Begutachtung nicht ersetzen kann und soll.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung unter Umständen sogar völlig anders ausfallen. Nutzen Sie deshalb die kostenlose Rückfragemöglichkeit, sollten noch Fragen offen stehen. Über eine positive Bewertung durch Sie würde ich mich sehr freuen.

Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2010 | 19:22

Sehr geehrter Herr Stephens,
vielen Dank für die rasche Antwort! Ich werde nochmals zu der Postbank gehen, bei der ich meine Adresse angegeben habe, vielleicht ist sie dort noch lokal im Computer gespeichtert...Mir erscheint es dennoch nicht schlüssig, wie ein Gläubiger einer Firma die Geldforderungen seines Schuldners abgeben ( im Sinne von verkaufen )darf und diese Firma dann das Recht besitzt, Geld draufzuschlagen. Ist das nicht ein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht (ebenso wie die an mich nicht zugestellte Mahnung)? Im Internet liest man ja von so einigen Fällen, bei denen Inkassogebühren nicht anerkannt worden sind. Wäre Ihnen über eine Antwort meiner Nachfrage sehr dankbar.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.09.2010 | 14:39

Liebe Fragenstellerin,

ich bedanke mich für die absolut berechtigte NAchfrage die ich Ihnen wie folgt beantworten möchte:

Eine Forderung darf man abtreten und verkaufen das sieht das Gesetz als Möglichkeit auch vor.

Eine Schadensvermeidungspflicht gibt es tatsächlich, aber nur dann, wenn beispielsweise ein Inkassounternehmen und ein Rechtsanwalt beauftragt würden.

Wie gesaagt: Sollten Sie nachweisen können, dass Sie Ihre Adresse der Bank mitgeteilt haben, dann wäre die Mahnung nicht zugegangen und noch kein Verzug eingetreten. Dann würden auch die Inkassokosten noch nicht fällig sein!

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