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Mahnung gg. 16jährige Tochter

| 07.10.2017 13:07 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag!
Unsere Tochter (geb. Juli 2001) hat am 4.8.17 im örtlichen Einkaufszentrum einen uns nicht bekannten Gegenstand zu einem Preis von 18,35 € gekauft und mittels EC-Karte bezahlt. Am 24.8.17 ist sie zu einem Schulaustausch für 1 Jahr in die USA gereist. Da wir vor dem US-Jahr die Taschengeldüberweisung ausgesetzt hatten, hat die Bank die Lastschrift des Verkäufers mangels Deckung zurückbelastet.
Heute (5.10.17) erhielt meine Tochter (Brief durch mich als Vater geöffnet) eine Mahnung mit Gebühren, externe Kosten für Adressermittlung, Kosten für Beitreibung etc. i.H.v. knapp 60€. mit der Zahlungsaufforderung.

Fragen:
1. Besteht für unsere Tochter eine Verpflichtung zur Zahlung?
2. Wenn unsere Tochter nicht bezahlt, haben wir als Eltern in der Zahlungspflicht?
3. Was kann im "Worst Case" der Nichtbezahlung geschehen, z.B. Schufa-Eintrag bei unserer Tochter, Vollstreckungsbescheid, Rechtsfolgen bis zum Erreichen bzw. nach Erreichen der Volljährigkeit o.ä.?

Beste Grüße und Dank für eine zeitnahe Antwort!

07.10.2017 | 13:44

Antwort

von


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31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Besteht für unsere Tochter eine Verpflichtung zur Zahlung?

Grundsätzlich gilt für Kinder zwischen sieben und siebzehn Jahren der sogenannte Taschengeldparagraph: Die Minderjährigen sind zwar nicht voll geschäftsfähig, können aber Rechtsgeschäfte wirksam abschließen, wenn sie das Geld dafür von ihren Eltern zur freien Verfügung erhalten haben. Das beinhaltet ggf. auch die Zahlung per EC-Karte. Sie wissen nicht, was Ihre Tochter gekauft hat, aber der Preis von unter zwanzig Euro bei einer Sechzehnjährigen spricht für, dass das Rechtsgeschäft wirksam zustande gekommen ist. Das gilt insbesondere, wenn es sich um "übliche" Anschaffungen eines Teenagers, wie Kosmetik, Süßigkeiten, Musik, Bücher, Kleidung oder ähnliches handelt.


2. Wenn unsere Tochter nicht bezahlt, haben wir als Eltern in der Zahlungspflicht?

Nein, Vertragspartnerin ist Ihre Tochter, nicht Sie.


3. Was kann im "Worst Case" der Nichtbezahlung geschehen, z.B. Schufa-Eintrag bei unserer Tochter, Vollstreckungsbescheid, Rechtsfolgen bis zum Erreichen bzw. nach Erreichen der Volljährigkeit o.ä.?

Der Anspruch kann gerichtlich gegen Ihre Tochter durchgesetzt werden, per Klage oder Mahn- und Vollstreckungsbescheid. Aus diesem Titel kann mindestens dreißig Jahre gegen Ihre Tochter vollstreckt werden, also selbstverständlich auch nach Volljährigkeit. Hinzu kommen die Verfahrenskosten, die in keinem Verhältnis zur Hauptforderung stehen, sowie Verzugszinsen. Es darauf ankommen zu lassen und eine weitere Erhöhung der Kosten zu riskieren, ist nach Ihrer Schilderung des Sachverhalts nicht ratsam.

Es tut mir Leid, dass ich Ihnen keine für Sie angenehmere Auskunft geben kann.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


Bewertung des Fragestellers 07.10.2017 | 14:05

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