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Mahnung Inkasso

02.06.2018 13:59 |
Preis: 50,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Guten Tag,
wir haben 2015 eine Küche gekauft die bei Anzahlung von 80% 31 900 € gekostet hat. Als die Küche geliefert und eingebaut wurde, war eine Rechnung über 33 585 € dabei.
Ich habe dies sofort am gleichen Tag per Email unserem Verkäufer gemeldet und um Übersendung einer ordentlichen Rechnung gebeten. Dies Mail wurde auch beantwortet und er würde sich darum kümmern.
Nachdem die Küche eingebaut war und ein paar Mängel beseitigt, habe ich den VK angerufen damit er mit meiner Frau einen Termin zur , von ihm versprochenen Einweisung machen soll. Dies hat er bestätigt, aber nie angerufen.
Eine geänderte Rechnung kam auch nicht.
Ein Jahr später hat mich die Buchhaltung angerufen wegen dem offenen Posten.
Ich habe ihr gesagt das die Rechnung immer noch nicht eingegangen ist und die Einweisung auch noch nicht erfolgte. Dies habe ich per Email nochmals gesendet.
Passiert ist nichts.
Ende letzten Jahres hat der Geschäftsführer, nach erfolglosen Versuchen der Kontaktaufnahme ,eine Mahnung geschickt und eine Gutschrift über 98 € für die nicht erfolgte Einweisung.
Wir haben nichts unternommen.
Dann kam ein Schreiben einer Anwaltskanzlei, mit Zinsaufstellung und Mahnkosten.
Nach Recherche im Internet habe ich den fehlenden Betrag ohne Zinsen und Mahnkosten sowie ohne Vorlage der gewünschten Rechnung beglichen.
Dann kam ein Schreiben des Möbelhauses indem er sich für die Zahlung bedankt aber nicht versteht das die Mahngebühren nicht bezahlt sind, ich solle diese Bezahlen sonst würde die Kanzlei einen Mahnbescheid beantragen. Von den Zinsen keine Rede.
Heute kam der Mahnbescheid, Auftraggeber das Möbelhaus.
Nach Recherchen im Internet steht das ohne eine richtig ausgestellte Rechnung die Zinsen und Mahngebühren nicht bezahlt werden müssen?
Was tun.
MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zinsen und Mahngebühren sind klassischer Verzugsschaden. Diesen müssen Sie ersetzen, wenn Sie mit der Zahlung in Verzug gewesen sind. Verzug setzt Fälligkeit voraus. Eine Rechnung ist grundsätzlich keine Fälligkeitsvoraussetzung. Die Zahlung des Kaufpreises wird, sofern nichts anderes vereinbart ist, mit Vertragsschluss fällig.

Dies vorausgestellt, dürften Sie mit der Zahlung des Kaufpreises in Verzug gewesen sein, so dass Mahngebühren und Zinsen grundsätzlich als Verzugsschaden gefordert werden können. Ob die Höhe des Verzugsschaden korrekt berechnet wurde, müsste konkret geprüft werden.

Ihr Anspruch auf Übersendung einer korrekten Rechnung bleibt davon natürlich unberührt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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