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Mahngebühren gerechtfertigt?

24.10.2014 20:05 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Zusammenfassung: Wer eine Rechnung nicht in der gültigen Frist (nach § 286 BGB im Zweifel 30 Tage) bezahlt, kann sofort verklagt werden und muss sämtliche zusätzliche Kosten durch Mahnung, Inkasso oder Klageerhebung zusätzlich tragen.

Ich habe im Mai bei einem Internet-Händler Müsli für den Preis von 22,40 € bestellt. Ob und wie ich damals bezahlt habe, erinnere ich nicht mehr.
Vor etwa drei Wochen bekam ich eine Mail von einer mir unbekannten Mailadresse, in der ich aufgefordert wurde, diesen Betrag + 20 € Mahngebühren zu erstatten, genauere Informationen sollte ich dem Anhang (einer pdf-Datei) entnehmen. Auf den ersten Blick kam mir diese Mail wie Spam vor, ich löschte sie deshalb. Später kam ich auf die Idee, daß dies vielleicht das Müsli war, ich schaute in meinen Kontoauszügen nach, der Betrag war im Mai tatsächlich nicht von meinem Konto abgegangen, ich konnte den Löschvorgang jedoch nicht mehr rückgängig machen. Ich schrieb daraufhin eine Mail an die Info-Mailadresse des Internet-Händlers, mir bitte noch mal eine Mail bzw. eine Brief zuzuschicken, wenn ich bei diesem Händler tatsächlich noch einen offenen Posten haben sollte. Daraufhin passierte nichts mehr.
Heute bekam ich einen Brief von einem Inkassobüro, in dem ich aufgefordert werde, 96,40 € zu zahlen (Grundforderung von 22,40 € + bisherige Mahnkosten von 20 € + vorgerichtliche Inkassogebühren gem. § 4 Abs. 5 RDGEG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG von 45 € + vorgerichtliche Inkassoauslagen gem. § 5 Abs. 5 RDGEG i.V. m. Nr. 7002 VV RVG). Muss ich das wirklich zahlen? Ich habe ja bisher nur eine Mahnung per Email erhalten, und auch diese ist ja erst Monate nach dem Kauf eingegangen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Dem Grund nach müssen Sie diese Kosten tragen. I.d.R. muss eine Rechnung binnen 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang bezahlt werden (§ 286 BGB). Geschieht dies nicht (Grund egal), so kann der Gläubiger grds. sofort Klage erheben. Er kann aber auch erst mahnen. Die hierfür entstehenden Kosten haben Sie ebenfalls zu tragen; Einzelheiten haben Sie sicher mit den AGB anerkannt. Übliche Mahnkosten liegen bei 5 bis max. 10 Euro. 20 Euro dürften unzulässig hoch sein.

Die sonstigen Inkassokosten dürften hingegen korrekt sein.

Zusammenfassung: Sie müssen das Müsli, angemessene Mahnkosten sowie die Inkassokosten zahlen. Das Prozessrisiko liegt bei ca. 280 Euro, es lohnt sich also kaum, zu streiten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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