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Mahnbescheid wegen nicht bezahlter Rechtsanwaltskosten

14.05.2012 09:01 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Ein Rechtsanwalt sollte für mein Pflegekind gegen einen Bescheid des Jugendamts Klage erheben. Das Pflegekind hatte Anspruch auf Prozesskostenhilfe. Der Anwalt lud mein Pflegekind und mich als Pflegevater zu einem Gespräch in seine Kanzlei. Dort lehnte er es ab unter Zugrundelegung der Prozesskostenhilfe Klage zu erheben weil er mit der dadurch zu erhaltenden Bezahlung seinen Lebensstandard nicht halten könne. Ich sollte den Anwalt beauftragen (obwohl ich gar keine Klage für meine Pflegekind erheben kann). Dies habe ich abgelehnt. Mein Pflegekind hat dann selbst Klage eingereicht. Der Rechtsanwalt verlangte dann für seine "Beratung" 249,90 € von mir. Da ich dafür keine Grundlage sah habe ich ein Schlichtungsverfahren bei der Rechtsanwaltskammer vorgeschlagen. Darauf erhielt ich keine Antwort. Ein halbes Jahr später kam nun ein gerichtlicher Mahnbescheid. Macht es Sinn dem Mahnbescheid zu widersprechen oder muss ich mit weiteren juristischen Winkelzügen rechnen?

Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen gestellte Frage beantworte ich Ihnen anhand des von Ihnen gestellten Sachverhaltes sowie des gebotenen Einsatzes wie folgt:

Ob der Anwalt Anspruch auf die in Rechnung gestellten Kosten für die Beratung hat, kann von hier nicht abschließend beurteilt werden. Der Anwalt ist allerdings verpflichtet, Sie vor Durchführung einer Beratung auf die anfallende Kosten hinzuweisen. Im übrigen dürfen die Kosten für eine Erstberatung (sofern es bei einer einmaligen Beratung geblieben ist), den Nettobetrag von höchstens 190,00 € nicht übersteigen.

Ob hier tatsächlich eine Beratung stattgefunden hat, kann nach den von Ihnen gemachten Angaben nicht beruteilt werden. Lediglich der Hinweis, der Anwalt übernehme den Fall nicht unter Zugrundlegung der Prozeßkostenhilfe, reicht sicherlich aus, eine Beratungsgebühr in Rechnung zu stellen. Ich würde Ihnen raten, sich auf jeden Fall selbst an die Schlichtungsstelle bzw. die für den Anwalt zuständige Anwaltskammer zu wenden.

Sofern die geltend gemachten Kosten nicht berechtigt sind, sollten Sie auf jeden Fall Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen, da die Forderung sonst tituliert wird.

Der Anwalt muß dann seinen Anspruch auf dem Klageweg geltend machen. Sollte der Anspruch des Anwalts berechtigt sein, erhöhen sich dann allerdings die Kosten.

Sofern keine Beratung stattgefunden hat, bzw. Sie nicht vorher über die anfallenden Kosten aufgeklärt worden sind, ist jedoch davon auszugehen, daß die Klage abgewiesen sind.

Sollten Sie der Auffassung sein, der Anspruch des Anwalts sei zumindest in einer bestimmten Höhe gerechtfertigt, würde ich dies dem Anwalt mitteilen und ihm diesen Betrag überweisen. Ich würde Ihnen allerdings auf jeden Fall raten, die Anwaltskammer einzuschalten und dies dem Kollegen mitzuteilen.

Ich hoffe, Ihnen damit einen ersten Überblick verschafft zu haben, darf Sie allerdings darauf hinweisen, daß die Änderung weniger Details eine andere Beurteilung der Sach- und Rechtslage zur Folge haben kann.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie gern die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Für eine positive Bewertung wäre ich Ihnen danbkar.

Viele Grüße,
Claudia Bertram

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