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Mahnbescheid wegen angeblichem Vertragsabschluss


26.09.2005 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

hallo,
habe folgendes Problem.
Am Donnerstag bekam ich folgende E-Mail, dass ich mich angeblich dort angemeldet habe und ich einen Vertrag für 2!! Jahre abgeschlossen hätte. Ich hätte den Vertrag am 18.8.05 abgeschlossen und am 7.9.05 wäre eine Rechnung an mich versand worden. Ich habe weder am 18.8 eine Bestätigung dieses Vertrages noch am 7.9. eine Rechnung erhalten. Zudem wäre meine IP Adresse als Beweis mitgeloogt worden. Ist das überhaupt Rechtens!! (Erst nach dieser E-Mail habe ich überhaupt diese Seite mal angeklickt und dort stand nichts über das mitloogen der ip adresse. Zudem ist mir schleierhaft, woher die meine ip Adresse und Name und Anschrift herbekommen haben. (Bei Abfrage der WHOIS Datenbank stimmt zumindest mein Provider!, ob der Rest stimmt, weiß ich nicht!).
Nach weiterer Recherche im Internet fand ich heraus, dass noch mehrere Personen die gleiche E-Mail bekommen haben, obwohl sie sich dort nie angemeldet haben. Wie soll ich mich jetzt verhalten. (einfach nicht auf die e-mail reagieren?, oder Anzeige bei der Polizei stellen. Auf Hilfe hoffend und dank im vorraus.
( Im Anhang, die mir von der "Firma" zugesandte E-Mail).

Erste Mahnung - Ihre Rechnungsnummer Rech-PROBY-xxxxx
Guten Tag Frau XXXXXX
am 2005-08-18 haben Sie (mit der IP xxx.xxxxxxxxx) sich für das Eintragungspaket unseres Probeneintragungsdienstes Proby angemeldet.

Unser Eintragsteam trägt sie für ein ganzes Jahr lang monatlich in mindestens 75 Produktproben- und Gutscheinangebote ein! Wir erziehlen mit unseren Eintragungen im Durchschnitt einen Wert von 800 Euro an Produktproben jährlich! Also es lohnt sich auf alle Fälle! Sie müssen nichts bezahlen ausser unsere 84 Euro! Also weder Portokosten noch sonstiges!

Leider ist bis heute kein Zahlungseingang ersichtbar gewesen. Die Zahlungsfrist war 7 Tage und Ihre Rechnung ist am 2005-09-07 12:05:02 an Sie verschickt worden.

Bitte überweisen Sie folgenden Betrag innerhalb von 10 Tagen, also bis zum 2005-10-01:

Proby Eintragsservice, Mahnbetrag: 84 Euro

auf das Konto:

Kontoinhaber: Petra XXXXx
Konto: xx
BLZ: xxxxxxx
Bank: Sparkasse Saarbrücken
IBAN:xxxxxxx
SWIFT-BIC: xxxxxxxxx
Als Verwendungszweck geben Sie bitte Ihre Proby.de-Rechnungsnummer (PROBY-xxxxxxx) an.

Falls Ihnen derzeit die Begleichung des offenen Betragen nicht auf einmal möglich sein sollte, wären wir natürlich bereit mit Ihnen einen Ratenzahlungsvereinbarung zu treffen.

Nach Fristablauf werden alle weiteren Mahnkosten aufgrunde Ihres Zahlungsverzuges vollständig zu Ihren Lasten gehen. Im Mailanhang finden Sie nochmals die Rechnung im PDF-Format.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Proby.de-Team

Kontakt:
Service Hotline - 0900-566533-30 (1,99 € /min)
FAX - 0900-566533-39 (1,99 € /min)
Email - service@proby.de



26.09.2005 | 12:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Zunächst einmal ist es unmöglich, Ihre IP-Adresse mitzuloggen, wenn Sie nicht auf der Webseite waren. IP steht für Internet Protocol. Jedem Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, wird eine IP-Nummer zugeordnet. Anhand dieser Adresse kann der Rechner im Netz identifiziert werden. Vielleicht hat jemand aus Ihrer Familie oder jemand anderes, der Zugang zu Ihrem Computer hat, die Webseite angeklickt und dadurch wurde die IP-Adresse mitgeloggt. Anders ist das nicht möglich. Ob die Speicherung rechtmäßig war, bedarf einer eingehenden Prüfung, die für diesen Einsatz nicht möglich ist. Es ist aber nicht grundsätzlich verboten.

2.Die Frage ist jetzt, ob hier tatsächlich ein Vertrag geschlossen wurde. Laut dem Anbieter, dessen Webseite ich mir angesehen habe, kommt der Vertrag erst nach Ausfüllen und Abschicken des Formulars zustande.

3.Ich würde ein Schreiben aufsetzen und darauf hinweisen, dass Sie dieses Formular nicht ausgefüllt haben. Bitten Sie um Zusendung Ihrer angeblichen Anmeldung. Bitten Sie um die Übermittlung Ihrer Daten (voller name, Adresse, Telefon, Geburtsdatum).

Wenn es nämlich so ist, dass das Unternehmen diese Daten nicht hat, ist das ein erster Hinweis darauf, dass hier ein Betrug versucht wird. Sagen Sie auch ganz deutlich, dass Sie eine Anzeige wegen Betrugs erstatten werden.
Wenn Sie dann tatsächlich die Daten erhalten, müssen Sie überlegen, ob jemand anderes von Ihrem Computer dieses Formular mit Ihren Daten ausgefüllt haben könnte. Dann muß neu überlegt werden, was zu tun ist. Schlimmstenfalls müssen Sie dann die Kosten tragen, das muß aber dann noch im Einzelnen geprüft werden.

4.Jetzt lehnen Sie erst mal jede Zahlung ab und fordern Ihre Daten aus dem angeblich ausgefüllten Formular an.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2005 | 14:07

hallo,
vielen dank für ihre antwort.
bei der e-mail von proby haben sie mir gleich die rechnung als pdf datei mitgesandt. darauf ist ersichtlich name, und anschrift. die telefonnummer rauszukriegen ist ja dann nicht mehr schwer. (ebenso das geburtsdatum).
ich bin mir sicher, dass niemand in meiner familie sich dort angemeldet hat. schon allein der tatsache willens, dass ich mich vor ca. 1 jahr auf eine ähnliche firma (probendienst ect) eingelassen habe und dort mit wirkung vom 30.11.05 gekündigt habe. kann das vielleicht sein, dass diese firma meine daten weitergegeben hat. zudem habe ich schon erwähnt, dass im netz ne menge anderer leute ebenfalls gleichlautende e-mails von dieser firma bekommen haben, ohne sich dort je angemeldet zu haben. da stimmt doch was nicht.
danke für ihre hilfe und antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.09.2005 | 15:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie ganz sicher sind, dass von Ihrem Computer aus die Daten nicht bei dem Forum angemeldet wurden, müssen Sie zur Polizei und Anzeige erstatten wegen versuchtem Betrug. Wenn Sie auch noch andere Personen kennen, die von dieser Firma derartige E-Mails erhalten haben, sollten diese ebenfalls Anzeige erstatten.

Vorab würde ich aber auch die Betreiber anschreiben und darüber informieren, dass Sie eine Strafanzeige wegen Betrugsversuch erheben werden. Wenn diese eine "reine" Weste haben, werden sie auf Ihr E-Mail reagieren und vielleicht erhalten Sie dadurch weitere hilfreiche Informationen.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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