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Mahnbescheid von Seiler & Kollegen (Telekom Anwälte)

| 09.01.2013 13:58 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Guten Tag,

ich stehe grade vor einem großen Problem und hoffe auf die Hilfe hier.

Ich habe vor ca 1 1/2 Jahren ein Vertrag bei der Telekom abgeschlossen, den ich aufgrund einer finanziellen Notlage (Schlaganfall im nahen Familienkreis) nicht weiter bedient habe und mich auch um die Mahnungen leider nicht gekümmert habe. Selbst Schuld, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich zu viel anderes um die Ohren.

Nach einiger Zeit kam ein Schreiben von der Kanzlei Seiler & Kollegen die mit der Forderung beauftragt wurden. Ich hatte per Email darum gebeten, dass eine Ratenzahlung vereinbart wird, da ich den offen Betrag gerne in Raten zahlen wollte.

Allerdings kam nie eine Antwort und ich habe es auf sich beruhen lassen. Nun kam gestern ein gerichtlicher Mahnbescheid mit einer Forderung von knapp 700 EUR. Leider kann ich diese auch nicht auf einmal zahlen und habe bei Seiler & Kollegen angerufen um nach einer Ratenvereinbarung zu fragen. Am Telefon wurde mir gesagt, dass ich sowas schriftlich einreichen muss etc. Jetzt habe ich eben eine Email geschickt, will mich aber nicht drauf verlassen, dass die auch wirklich antworten.

Wie soll ich mich jetzt am besten bzgl. des Mahnbescheids verhalten? Der Betrag ist ja gerechtfertigt und ich möchte auch zahlen, Fakt ist aber, dass ich den Betrag nicht auf einen Schlag zahlen kann.

Jetzt möchte ich gerne wissen wie ich am besten vorgehen sollte. Lohnt sich ein Widerspruch, obwohl der Betrag ja korrekt ist? Soll ich den Vollstreckungsbescheid abwarten und dann eine Ratenzahlung mit dem Gerichtsvollzieher vereinbaren oder weiter im Vorfeld mit Seiler & Kollegen sprechen, dass die den Mahnbescheid zurücknehmen und wir uns so einigen können?

Hintergrund ist, dass ich natürlich vermeiden möchte, dass die Kosten unnötig in die Höhe getrieben werden und ich natürlich auch keinen Schufa Eintrag erhalten möchte.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Angaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung nicht ersetzen kann.

Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wie soll ich mich jetzt am besten bzgl. des Mahnbescheids verhalten?
Lohnt sich ein Widerspruch, obwohl der Betrag ja korrekt ist?

Wenn die Forderung der Höhe nach gerechtfertigt ist, was Sie genau prüfen sollten, sollten Sie keinen Widerspruch einlegen. Die Sache würde dann mit hoher wahrscheinlichkeit an das zuständige Gericht übergeben, wodurch Ihnen noch mehr Kosten entstehen würden. Auch durch Einschaltung eines Gerichtsvollziehers würden sich die Kosten erhöhen.

Ich würde Ihnen Raten, die Anwälte noch einmal schriftlich, (Einschreiben/Rückschein) zu kontaktieren und Ihre Zahlungsbereitschaft anzuzeigen, indem Sie die Forderung der Höhe nach anerkennen.

Dabei sollten Sie auch eine angemessene Ratenzahlungsbitte äußern. Mit Angemessen meine ich, eine monatliche Rate, auf die sich die Anwälte auch einlassen werden. Denn bitte beachten Sie, dass dies lediglich ein Entgegenkommen darstellt. Ein Recht zu einer Ratenzahlung besteht nicht.

Wie hoch dieses Ratenangebot sein sollte, kann ich nicht konkret beziffern und hängt letztentlich von Ihren persönlichen Verhältnissen ab.

Ich würde jedoch 100,00 Euro im Monat bei dieser Summe vorschlagen.

Machen Sie deutlich, unter Umständen durch Vorlage einer Verdienstbescheinigung, dass die Begleichung des gesamten Betrages nicht möglich ist.

Sie sollten dann jedoch die Rate zum vereinbarten Zeitpunkt zahlen, da grds. bei Verzug einer Rate, der gesamte Betrag fällig wird.

Erfahrungsgemäß lassen sich die meisten Gläubiger auf Ratenzahlungen, wenn diese Angemessen sind, ein.



Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Für Nachfragen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Ich weise abschließend darauf hin, dass es durch Hinzufügen und Weglassen wesentlicher Umstände im Sachverhalt, durchaus zu einer anderen rechtlichen Bewertung kommen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 16.01.2013 | 11:16

Leider gab es keine Reaktion seitens Seiler & Kollegen. Weder per Telefon, Email noch per Post. Ich habe jetzt Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelegt, da ich auch von Seiler & Kollegen zu keinem Zeitpunkt eine Kostenaufstellung (wie setzt sich der Betrag zusammen) erhalten habe. Diese habe ich mehrfach angefordert und habe auch angeboten im Monat ca. 150 EURO abzuzahlen.

Sollte dieser Fall jetzt vor Gericht landen, greift in diesem Falle eine Rechtsschutzversicherung und wenn ja, kann ich dann Ihre Dienste in Anspruch nehmen?

Viele Grüße.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.01.2013 | 13:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst Danke für die freundliche Bewertung.

Ob die Versicherung greift, hängt von den Versicherungsbedingungen ab. Sie sollten bei Ihrer Versicherung den Sachverhalt tel. schildern und Fragen, ob diese die Kosten übernehmen würde.

Ich würde Sie gerne vertreten, jedoch sehe ich hier ein Enfernungsproblem. Sollte die Anwesenheit beider Parteien vor Ort/Gericht notwendig sein, ist dies für mich kaum machbar.

Wenn die Versicherung eintritt, sollten Sie einen Anwalt vor Ort einschalten. Dieser kann dann alle Unterlagen einfordern und Sie auch bestmöglich ortsnah vertreten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.01.2013 | 11:16

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