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Mahnbescheid und Seiler&Kollegen


04.10.2005 12:09 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von



Hallo,
da ich 2004 probleme mit der Telekom hatte und ihre Rechnungen bis zur Klärung nicht bezahlt habe (gesamt ca. 310€)wurde zum Schluß das ganze an die o/g Rechtsanwaltkanzelei weiter geleitet. Mit den Herrschaften habe ich mich zum Schluß auf ´ne Ratenzahlung geeinigt die ich bis auf ca.380€ ohne Verzug auch zurück bezahlt habe. Da ich aber der Meinung war das auch mit der Summe würden meine Schulden abgegolten habe ich weiterer Zahlungen eingestellt. Nach ca. zwei Monaten haben sich aber Seiler&Kollegen bei mir schriftlich gemeldet mit der Aufforderung zu weiteren vereinbarten Zahlungen, da ich nicht damit einverstanden war hatte ich schriftlich von o/g eine Auflistung meiner Zahlungen angefordert mit dem Hinweis mir mitzuteilen wieviel ich noch den zurück zu zahlen hätte. In dessen Antwort wurde mir ´ne Summe von über 100€ angegeben mit der ich schon rechtens nicht einverstanden war, somit habe ich auch das ganze "liegen" lassen. Vor ein paar Tagen habe ich eine Mahnung von Amtsgericht Euskirchen, Antragsteller...(Seiler&Kollegen) mit der Aufforderung zu bezahlen, allerdings in dem Schreiben heisst dass das die Summe sich auf 60,89€ (Telekom Rechnung????)+18€ (Gerichtkosten)+ 25€ (Rechtsanwaltskosten)+3,75€ (Auslagen)+ Zinsen also insgesammt 109,48€.Meine Frage.... hat Sinn sich gegen Seiler&Kollegen zu währen und Widerspruch einzulegen oder soll ich die Forderung auch wenn ich der Meinung bin, zu unrecht zu bezahlen.
Gruß Tizzi61
04.10.2005 | 14:49

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

ob die von der Telekom gegen Sie geltend gemachten Ansprüche rechtens sind kann ich aus Ihren Schilderungen nicht abschliessend entnehmen.

Wie hoch war jetzt eigentlich die Forderung ? 310 EUR ? Waren noch weitere 380 EUR offen ? In welcher Höhe wurden Zahlungen mit Seiler und Kollegen schriftlich vereinbart ?

Grds gilt in Ihrem Fall, dass die Telekom als Anspruchstellerin im Falle eines Prozesses Ihre Ansprüche durch Einreichung korrekter Rechnungen beweisen muss. Kann Sie dies nicht, dann wird Sie mit Ihrem Anspruch im Prozess abgewiesen.

Selbst wenn aber die Telekom Rechungen einreicht, so kann beispielsweise bei völlig überhöhten Telefonrechungen durch den Kunden als Gegenbeweis alte Rechungen (ca die drei Monate vor der überhöhten Rechung) eingereicht werden, die beweisen, dass die neue Rechung völlig aus dem Rahmen fällt und daher derartige Leistungen nicht in Anspruch genommen wurden.

Auch werden von der Telekom oft Dienste in Rechnung gestellt, die nicht gebucht wurde (Internetanschluss usw). Auch hier kann der Kunde einwenden, dass solche Dienste nicht gebucht wurden. Dann muss die Telekom nachweisen, dass derartige Verträge geschlossen wurden.

Wie ich ihren Schilderungen entnehmen, scheint die Telekom aber Schwierigkeiten zu haben über Ihre Forderung abzurechnen. Zunächst 100 EUR Forderung, dann 60,89 EUR, das ist schon seltsam. Bei der Mahnung des Amtsgerichts Euskirchen handelt es sich um einen Mahnbescheid , dem muss keine Rechnung der Telekom beigefügt werden.

Bewahren Sie auf jeden Fall alle Bankbelege auf aus denen hervorgeht, dass Sie an Seiler und Kollegen bzw die Telekom bezahlt haben. Wenn also tatsächlich keine Forderungen mehr offen sein sollte, dann lohnt sich der Widerspruch auf jeden Fall.Sollten Sie der Auffassung sein, dass der Telekom nur noch ein Anspruch in geringerer Höhe zusteht, dann können Sie dem Mahnbescheid auch in Höhe des Restbetrages widersprechen. Diesen sollten Sie dann unverzüglich einlegen.Sie haben zwei Wochen Zeit, seit Zustellung des Mahnbescheides. Sie müssen Ihn aber nicht begründen.
Sollte die Telekom im Falle eines Prozesses unterliegen, muss Sie alle aus dem Prozess erwachsenen Kosten selber tragen. Im anderen Falle müssen Sie die Kosten (Anwalt und Gericht ) tragen.
Wie gesagt, kann ich Ihre Erfolgschancen derzeit allerings nicht abschliessend beurteilen

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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