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Mahnbescheid per rate (Teil)

| 22.04.2015 21:48 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Einem Mahnbescheid kann auch teilweise widersprochen werden. Der unstreitige Teil der Forderungen wird Gegenstand eines Vollstreckungsbescheides, aus dem der Gläubiger die Zwangsvollstreckung betreiben kann. Der restliche Teil wird auf Antrag an das zuständige Gericht zur Verhandlung abgegeben.

Hallo,

ich mache es kurz:
Ich war selbständig.
einen Ganzen Monat lang gingen die Heizungen gar nicht ( DEZEMBER )
darauf hin habe ich auf rat eines Anwalts hier die miete um 60% gemindert.

Ich bekam vom Anwalt des Vermieters Rechnung und Mahnung zu dem restbetrag doch ich blieb bei meiner Meinung da ich auch 134 Kunden als Zeugen habe die in einem gerichtlichen fall aussagen würden, dass die Heizungen im laden defekt waren.
Nun.
Ich konnte aufgrund meiner finanziellen situation die mieten für Januar und Februar nicht zahlen . das mietverhältnis endete fristgerecht nach meiner vor einem Jahr eingereichten Kündigung zum letzten tag im Februar.

Nun erhielt ich natürlich die Mahnung zu januar und Februar und dem Dezember.
Ich schrieb dem Anwalt dass ich schnellstmöglich die offenen Beträge überweisen werde aber den Monat von der mietminderung nicht einsehe und daher nicht zahlen werde.

Heute erhielt ich einen gelben brief.. ein Mahnbescheid mit dem die offenen Beträge aus Januar und Februar aufgelistet waren und die Forderung aus dem Monat Dezember..

Was kann ich da nun tun..
ich würde gerne Für die berechtigten offenen Beträge einen ratenplan ( 10 Raten) vereinbaren aber bin noch immer nicht dazu bereit die mietminderung ungeltend zu machen. Die anwaltskosten betragen Für 2 schreiben mit dem hinweis zur Zahlung, und Mahnung 300 Euro ! Ist auch der Hammer…

Haben sie einen detaillierten , guten Rat?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Bei dem Ihnen vorliegenden Mahnbescheid steht Ihnen die Möglichkeit offen, einen Widerspruch mit dem dazu dem Schreiben beigefügten Formular einzulegen.

Da Sie und Ihr Anwalt der Auffassung sind, die Minderung der Dezembermiete sei berechtigt gewesen, während Sie die offenen Mietforderungen für Januar und Februar anerkennen, sollten Sie einen Teilwiderspruch in Betracht ziehen.

Beim Teilwiderspruch sollten Sie in der Zeile "Ich widerspreche nur einem Teil des Anspruchs, und zwar..." bei Hauptforderung den auf die geminderte Miete entfallenden Teil der Hauptforderung eintragen. Sie können auch eine kurze Berechnung des Teilbetrags auf einem weiteren Blatt beifügen.

Natürlich müssen Sie auch den Rest des Formulars ausfüllen und dieses fristgerecht an das zuständige Mahngericht zurücksenden.

Dieses Vorgehen hat zur Folge, dass Ihr Vermieter einen Vollstreckungbescheid hinsichtlich der Mieten für Januar und Februar erhält. Aus diesem kann der Vermieter bzw. dessen Anwalt die Zwangsvollstreckung gegen Sie betreiben. Dies hat den Vorteil, dass wegen dieser Forderungen, die ja nach Ihrer Schilderung anerkannt werden, keine weiteren Anwalts- und Gerichtskosten für ein Hauptsacheverfahren vor dem zuständigen Gericht anfallen. Natürlich kommen bei einer Zwangsvollstreckung weitere Kosten auf Sie zu. Sie können jedoch dann die zwei Mieten nebst Zinsen und Kosten auf einen Schlag bezahlen um die Zwangsvollstreckung zu vermeiden oder Ihrem Vermieter die von Ihnen gewünschte Ratenzahlung dann noch vorschlagen - einen Anspruch auf Ratenzahlung haben Sie jedoch nicht.

Hinsichtlich der geminderten Dezembermiete wird das Verfahren, sollte Ihr Vermieter dies beim Mahngericht beantragt haben, an das zuständige Amtsgericht oder Landgericht abgegeben. Sollte das Verfahren an das Amtsgericht oder Landgericht abgegeben werden, können Sie sich vor diesem Gericht gegen den Zahlungsanspruch hinsichtlich der geminderten Miete für Dezember verteidigen.

Hinsichtlich der Anwaltskosten kann ohne genauen Gegenstandswert nicht gesagt werden, ob diese richtig berechnet sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.04.2015 | 22:44

Danke für Ihre Antwort.
Wenn ich die Teilerkennung mache , muss ich dann sofort dem Anwalt schreiben und einen ratenplan vorschlagen oder erstmal dann noch auf weitere schreiben vom Amtsgericht warten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.04.2015 | 22:52

Sollten Sie einen Teilwiderspruch in Betracht ziehen, bekommen Sie hinsichtlich der Mieten Januar und Februar in wenigen Tagen den Vollstreckungsbescheid vom Mahngericht zugestellt. Der Vermieter erhält dann das Original und kann den Gerichtsvollzieher oder das Vollstreckungsgericht mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen beauftragen.

Sie haben also einige wenige Tage Zeit, sich mit dem Anwalt oder Ihrem Vermieter wegen der Ratenzahlung in Verbindung zu setzen, bevor die Zwangsvollstreckung beauftragt werden kann. Wie lange genau, kann man nicht sagen. Einen rechtlichen Anspruch auf Ratenzahlung haben Sie wie gesagt allerdings nicht.

Hinsichtlich der Dezembermiete erhalten Sie bei Abgabe des Verfahrens von dem zuständigen Amts- oder Landgericht Post hinsichtlich der weiteren Verteidigung gegen den Anspruch.

Bewertung des Fragestellers 10.05.2015 | 22:10

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