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Mahnbescheid ohne vorherige Mahnung oder Rechnung

| 29.10.2020 19:22 |
Preis: 33,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 08.04.2020 habe ich mich aus Neugier auf einer Erotik-Strip-Seite www.visit-x.net angemeldet und ein VIP-Paket für 30 € gebucht. Genutzt habe ich das Portal nur kurzzeitig und mein vermeintliches Guthaben von 30 € hatte ich mit 4 € verbraucht.
Die 30 € habe ich mit meiner Kreditkarte gezahlt, bei der ich angenommen hatte, sie sei gedeckt. Dem war aber nicht so und ich erhielt eine Mail mit der Aufforderung einen Zahlungsrückstand von 34 € binnen 7 Tage auf das Konto der nun mahnenden Gesellschaft zu überweisen.
Mein Online-Portal auf der Seite wurde gesperrt.

Ich dachte, es sei damit gut, da es in einer Mail vom 14.04.2020 hieß: "nach Klärung des Vorgangs sowie Ausgleich des Rückstandes können die Zugänge wieder freigegeben werden."
Zudem: "Da die Kreditkartenbuchung nicht durchgeführt werden konnte, weist Ihr Account einen Rückstand von 34 € auf."

Ich hatte nicht mehr die Absicht, die Seite zu nutzen und habe bis zum heutigen Mahnbescheid auch nie wieder etwas davon gehört oder gelesen.
Die auf dem Mahnbescheid angegebene Rechnungsnummer lag mir nie vor.

Können Sie mir bitte mitteilen, ob der Anspruch gerechtfertigt ist und wenn ja, zu welchem Teil ich ihm widersprechen kann? Die ursprüngliche Forderung beträgt 30 €, die gesamte Forderung inzwischen 175 €.

Grüße
H.
30.10.2020 | 07:54

Antwort

von


(676)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haben Sie einen Vertrag geschlossen und müssen daher das verbrauchte Guthaben bezahlen, also die 30 Eur aus dem gebuchten Paket.
Da Sie sich in Verzug befinden sind auch die Verzugskosten (Anwalt, Gericht) zu zahlen, die Forderung wird immer höher.

Ggf. käme Sittenwidrigkeit in Betracht, wenn die Seite nicht legal ist, das müsste aber anwaltlich genau geprüft werden.

Des weiteren ist fraglich, ob die Seite gesperrt werden durfte, und das Restguthaben verfällt. Grundsätzlich kann jedoch im Verzug des Vertrag gekündigt werden und Schadensersatz geltend gemacht werden - hier in Höhe des Paketes.

Aufgrund der Tatsache, dass Anwaltskosten noch höher werden, wenn Sie weiter dagegen vorgehen, würde ggf. eine Zahlung sinnvoll sein. Das Prozessrisiko könnte zu groß sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 02.11.2020 | 12:27

Und das gilt auch, wenn mir bis auf die erwähnte Email keine postalische Mahnung zugegangen ist?
Das Unternehmen behauptet nämlich, dass sowohl von dort eine Mahnung kam und auch dass der eingeschaltete Anwalt außergerichtlich angemahnt hätte.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.11.2020 | 16:26

Urlaubsbedingt melde ich mich erst jetzt, daher würde ich mich dann über eine Anpassung der Bewertung freuen.

Grundsätzlich kann auch ohne Mahnung eine Partei in Verzug geraten.
Sollte Ihnen ein Schreiben nicht zugegangen sein, muss die Gegenseite den Zugang beweisen.

Aber wie gesagt, ich würde wegen Sittenwidrigkeit ggf. den Vertrag anfechten.

Bewertung des Fragestellers 02.11.2020 | 12:23

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