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Mahnbescheid geschickt nun nach 3 Jahren sollen wir Anwalt der Gegenseite zahlen

04.05.2016 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

im Jahr 2012 wollten wir ein Grundstück kaufen und waren uns auch schon einig über den Kauf
Der Verkäufer war an allem beteiligt und meinte um Zeit zu gewinnen könnten wir ja schon die amtlichen Sachen in die Wege leiten.

Wir beauftragten einen Architekten und bekamen auch eine Baugenehmigung vom Bauamt.

Nun kurz vor Vertragsunterzeichnung beim Notar sprang der Verkäufer ohne uns ein Grund zu nennen ab und lies uns auf den schon angefallenen Kosten sitzen.

Wir versuchten eine Einigung bezüglich des Verkaufs doch das klappte nicht, er wollte nicht mehr.
Die Anfrage sich an den Kosten die bereits entstanden sind zu beteiligen blieb auch fruchtlos.

Ich schrieb Ihm eine Rechnung über die uns entstandenen Kosten, doch der Zahlungsaufforderung kam er auch nicht nach.

Ich lies Ihm ein gerichtlichen Mahnbescheid im November 2012 zukommen, dem widersprach sein Anwalt.

Wir sprachen mit unserem Anwalt über die Aussicht einer Klage und entschieden uns "zähneknirschend" es zu lassen und unter "schlechte Erfahrung zu verbuchen"

Nun mehr als 3 Jahre später schreibt mir der Anwalt des damaligen Grundstücksverkäufers und kündigt an ein Gerichtsverfahren gegen uns, wegen seiner Kosten von 457,91 EUR, einzuleiten wenn wir Ihm die Kosten nicht begleichen.
Gleichzeitig schreibt er noch das die vermeintliche Forderung aus dem Mahnbescheid auf jeden Fall verjährt ist.

Bin nun ziemlich verärgert das ich zu den damals entstandenen Kosten auch noch den Anwalt der Gegenseite zahlen soll obwohl ich den nicht beauftragt habe und auch kein Gericht mich dazu verurteilt hat.
Mein Rechtsempfinden sagt das jeder selbst seinen Anwalt zu zahlen hat solange es kein gerichtliches Urteil existiert das was anderes sagt.

Außerdem wenn den der Mahnbescheid verjährt ist warum nicht die Kostennote des Anwalts.
Wir schrieben zurück und schilderten dem Anwalt das so und schrieben das wir durchaus ein Recht hätten diese Kosten die durch die Gegenseite entstanden sind erstattet zu bekommen doch wir liessen es dann aus Kostengründen eine Klage zu erheben.
Ebenso wäre es ja nicht notwending für die Gegenseite einen Anwalt zu beauftragen nur um ein haken bei ich widerspreche in den Mahnbescheid zu schreiben.

Nun nach einigen Wochen bekommen wir Post vom Landgericht
Seltsamerweise mehr als 3 Jahre nach dem einreichen des Mahnbescheids
Es wird uns aufgegeben in der Mahnsache den geltend gemachten Anspruch innerhalb von 2 wochen zu begründen
die Begründung muss in form einer Klageschrift erfolgen

dachte eigentlich die sache wäre schon verjährt weil wir damals keine klage einreichten
denke damit hat sicher der anwalt der gegenseite was zu tun

muss ich darauf antworten wenn ich die sache nicht mehr verfolgen will?
oder kann es sein das dies ein schachzug des anwalts der gegenseite ist um uns doch noch die anwaltskosten der gegeneseite so aufzudrücken falls wir uns nicht über einen anwalt äußern und klage erheben?

04.05.2016 | 19:34

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben einen Mahnbescheid beantragt, dem der Gegner damals anwaltlich widersprochen hat. Nun hat der Gegner gem. § 696 ZPO die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt. In dieser Vorschrift heißt es:

"Wird rechtzeitig Widerspruch erhoben und beantragt eine Partei die Durchführung des streitigen Verfahrens, so gibt das Gericht, das den Mahnbescheid erlassen hat, den Rechtsstreit von Amts wegen an das Gericht ab, das in dem Mahnbescheid gemäß § 692 Abs. 1 Nr. 1 bezeichnet worden ist, wenn die Parteien übereinstimmend die Abgabe an ein anderes Gericht verlangen, an dieses. Der Antrag kann in den Antrag auf Erlass des Mahnbescheids aufgenommen werden. Die Abgabe ist den Parteien mitzuteilen; sie ist nicht anfechtbar. Mit Eingang der Akten bei dem Gericht, an das er abgegeben wird, gilt der Rechtsstreit als dort anhängig."

Der Rechtsstreit ist nun also vor dem zuständigen Landgericht rechtshängig. Reagieren Sie auf das Schreiben des Gerichts nicht, kann die Gegenseite mündliche Verhandlung beantragen und Abweisung der Klage durch Versäumnisurteil erwirken, wenn Sie den Termin ebenfalls ignorieren.

Da für Verfahren vor dem Landgericht, wo die Sache jetzt ist, Anwaltszwang besteht, sollten Sie das weitere Vorgehen mit einem Anwalt abstimmen. Am Günstigsten könnten Sie das Verfahren durch Klagerücknahme beenden - ob das sinnvoll ist, vermag ich aber ohne genaue Kenntnis der Sachlage nicht zu sagen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

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