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Mahnbescheid eventuell Verjährung?

29.09.2006 18:09 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Folgender Fall

Werstattrechnung mit Finanzierung vom 08.09.2003
anzahlung 260 € bar bezahlt
1.Rate 187,43€ fällig 06.10.2003wurde mit Einzugsermächtigung abgebucht.
2.Rate 187,43€ fällig 03.11.2003 wurde nicht abgebucht trotz ausrreichender Deckung des Kontos


Am 19.09.2006 bekam ich einen Mahnbescheid vom Amtsgericht ohne vorherige Mahnung

Forderung 187,43€ + Mahnkosten + Zinsen für 3 Jahre ingesamt 265€


1. Frage. Ist die Rechnung eventuell verjährt

2.Frage . Muss ich Mahnkosten zahlen und ZInsen.

Wie kann am ´besten vorgehen um möglichst wenig oder garnichts zu zahlen. Meiner Meinung nach liegt der Fehler bei der Werstatt da sie schlciht vergessen hat das Geld abzubuchen.

Bitte um schnelle Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Die Forderung der Werkstatt ist nicht verjährt. Derartige Forderungen verjähren in drei Jahren, allerdings beginnt diese Verjährungsfrist erst am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist. Da die Forderung in Ihrem Fall im Jahr 2003 entstand, begann die Verjährungsfrist am 31.12.2003 und endet somit am 31.12.2006.

Zinsen und Kosten müssen Sie meiner Meinung nach jedoch nicht zahlen. Hierzu sind Sie nur verpflichtet, wenn Sie mit der Zahlung der Hauptforderung in Verzug waren. In Verzug geraten Sie, wenn Sie eine Verpflichtung aus Gründen, die Sie zu vertreten haben, nicht zum festgesetzten Zeitpunkt oder nicht auf eine Mahnung hin erfüllen. In Ihrem Fall sind die Gründe, die zur Nichtzahlung der letzten Rate führen, nicht von Ihnen zu vertreten; man könnte sogar sagen, Sie hatten Ihre Verpflichtung bereits erfüllt, als Sie eine Einzugsermächtigung für ein ausreichend gedecktes Konto erteilten. In jedem Fall fehlt es am Verzugseintritt auf Ihrer Seite, so dass Sie dem Gegner nicht schadenersatzpflichtig sind und damit die Zinsen und Kosten nicht zahlen müssen, nur die Hauptforderung.

Sollte der Einzug der letzten Rate aber doch fehlgeschlagen sein, weil das Konto keine ausreichende Deckung aufwies, oder sollten Sie zwischendurch doch eine Mahnung erhalten haben, sähe die Beurteilung allerdings anders aus.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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