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Mahnbescheid berechtigt ?


17.11.2006 15:54 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Guten Tag,

es geht um folgendes.

Ein Kunde bestellt über unseren Shop (online) 2 Artikel und einen damit verbunden Einbauservice. Er bzahlt die Rechnung sendet aber sein Gerät nicht für den Einbauservice zu, er wird auch 2 mal aufgefordert das bitte zu tun.

Es folgen keinerlei Reaktionen bis sich aufeinmal ein Anwalt meldet mit vertretung des Kunden per Mail. Er forderte umgehnd Rückerstattung des Betrags auf sein Konto da die Ware beim Kunden nicht eingegangen sei.

Daraufhin wurde die Mail beantwortet mit bitte um klarstellung da der Kunde ja sein Gerät dazu einsenden muss. (es war keine Vollmacht beigefügt, wir baten darum die ua vorzulegen sonst könnte ja jeder kommen).

Daraufhin haben wir nichts mehr von dem angeblichen Anwalt gehört (kein Fax,Mail,Post) bis aufeinmal ein Mahnbescheid eintriftt.

Ist der Mahnbescheid berechtigt ? Ich denke eher nicht da es sich ja "scheinbar" um ein Fehler des Kunden handelt ob er den Sinn des Einbauservices verstanden hat konnte nicht geklärt werden da kein Kontakt möglich war.

Wir haben kein Problem mit der Rückerstattung des Betrags was wir auch dem Anwalt mitteilten jedoch solle er eine Vollmacht vorlegen oder der Kunde selbst vom Rücktrittrecht gebrauch machen (Kunde hat sich nicht einmal gemeldet). Wobei es ja auf induvituelle System einabauten kein Rücktrittsrecht gibt.

Ich weiss man sollte als Frima lieber ein Anwalt hinzuziehen, jedoch bin ich eine 1 Mann Firma mit sehr wenig Umsatz was uns Finazell schnell aus der Bahn wirft.

Die Frage ist er berechtigt und da es ein kleiner Streitwert ist inkl Kosten vom Mahnbescheid weniegr als 250 €.

Und was sollte man machen, dem Kudnen das Geld zurücküberweisen dem Bescheid wiedersprechen zumindest den Kosten. Welche Gefahr besteht das die Sache nur teurer wird (natürlich ist alles Belegbar/nachweisbar).

Vielen danke vorab.

Gruss Smora
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Zunächst möchte ich Ihnen kurz die Rechtsnatur eines Mahnverfahrens erläutern:

Das Mahnverfahren ermöglicht die Vollstreckung einer Geldforderung ohne Klageerhebung, also ohne Urteil.

Nach Zustellung des Mahnbescheids haben Sie zwei Wochen Zeit einen Widerspruch einzulegen.

Der Widerspruch bewirkt, dass der Antragsteller keinen Vollstreckungsbescheid erwirken kann, sondern zur Klärung der umstrittenen Forderung in das ordentliche Verfahren des Zivilprozesses überleiten kann, d. h es kommt zu einem Gerichtsverfahren mit mündlicher Anhörung.

Zur Klärung, ob der Bescheid berechtigt ist, müssen Sie prüfen, ob die Lieferung des Gegenstandes an Sie und der damit mögliche Einbau Vertragsbestandteil ist.

Falls dies so ist, haben Sie nichts falsch gemacht und sie können dem Mahnbescheid widersprechen. Nach Ihren Aussagen haben Sie alle Belege und Nachweise für ein Verfahren.

Ohnehin müssen Sie in einem späteren Verfahren keine Kosten tragen, wenn Sie obsiegen.

Falls sie sich aber lediglich verpflichtet haben, die bestellte Ware an den Kunden zu liefern, ohne Verpflichtung zum Einbau, dann könnte der Mahnbescheid aus Verzugsgesichtspunkten begründet sein.

In dem Fall sollten sie zur Vermeidung weiterer Kosten den Mahnbescheid akzeptieren und keinen Widerspruch einlegen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhalts wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern.

Gerne könnne Sie meine Kanzlei in dieser Sache kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen

Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt –

Westerbachstraße 23 F
61476 Kronberg

Fon : 06173 – 70 29 06
Fax : 06173 – 70 28 94

www.recht-und-recht.de
kakridas@recht-und-recht.de



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