Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mahnbescheid / Vollstreckungsbescheid im Familienverfahren - Zugewinnausgleich

23.03.2017 18:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Anwälte,

folgende Ausgangssituation:

Seit 4 Jahren ist im Familiengericht mein Zugewinnausgleich anhängig.

Zigfach wurde der Gegenseite (meinem Ex) Fristverlängerung gewährt.

Unter anderem gehört uns zu jeweils 50 % eine Eigentumswohnung in der meine Eltern wohnen. (Alte Bäume verpflanzt man nicht ... )

Zwischenzeitlich, nachdem mein alkoholkranker Ex. seine neue Frau geschwängert hat ist er inzwischen untergetaucht. Es ist keine aktuelle (laut Nachforschung im Meldeamt ) ladungsfähige Anschrift bekannt.

Von anderer Seite ist mir ein Schreiben einer anderen Kanzlei zugestellt worden wegen der Drittschuldnererklärung (Ex hat jetzt stetig steigende Verbindlichkeiten).

Somit zahlt er nichts mehr und die Gläubiger wollen sich natürlich an der Wohnung schadlos halten.

Nachdem ich meinen Anwalt nicht erreichen konnte und in totaler Verzweifelung war, habe ich einen Mahnbescheid online erstellt und diesen an die letzte bekannte Adresse zustellen lassen.

In der Höhe des Mahnbescheides wählte ich die Summe welche mir rechnerisch im Zugewinnausgleich zustehen dürfte. Der 50% Anteil an der Wohnung ist wesentlich weniger wert.

Nach Ablauf dieser Frist legte der Anwalt meines Ex gegen diesen Mahnbescheid Einspruch ein obwohl er angeblich untergetaucht ist. Ich hatte jedoch bereits den erhaltenen Mahnbescheid einem Gerichtsvollzieher übergeben und diesen an der letzten bekannten Adresse zustellen lassen.

Nun kam ein Schreiben vom Familiengericht das

a) das Verfahren dorthin abgegeben wurde
b) Die Zustellungsurkunde des Gerichtsvollziehers vorzulegen ist oder
c) Mitteilung das die Zustellung noch nicht veranlasst wurde.

Ferner muss ich in entsprechender Form den Antrag durch einen Anwalt begründen lassen.

Mein Anwalt ist der Meinung, dass ich das Verfahren einschlafen lassen soll, da dies nicht funktionieren wird, weil bereits beim Familiengericht das Zugewinnverfahren anhängig ist (Auskunfsstufe - er wird keine Auskunft erteilen und für die Vollstreckung durch den Gerichtsvollzieher ist er nicht greifbar - nächste Stufe wäre die Bezifferung ... ).

Was soll ich tun? Bin total verzweifelt und fürchte das ich letztlich keinen Cent sehen wird. Zu dem droht wahrscheinlich bald die Zwangsversteigerung der Wohnung und diese kann ich nicht abwenden oder? Mir wird ganz schlecht wenn ich daran denke, dass meine Eltern ausziehen müssten.

Vielen Dank für die Antwort



Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Den mit dem Mahnbescheid geltend gemachten Zahlungsanspruch im streitigen Verfahren weiterzuverfolgen halte ich für sinnlos: Dieses Verfahren dürfte unzulässig sein, weil derselbe Anspruch, wenn auch offenbar als Stufenantrag (erst Auskunft, dann Zahlung) bereits in einem anderen Verfahren verfolgt wird. Diese anderweitige Rechtshängigkeit macht das neue Verfahren unzulässig.

Wenn Sie Ihren Anspruch offenbar beziffern können, wäre der richtige Weg, im Zugewinnausgleichsverfahren den Zahlungsanspruch geltend zu machen.

Wenn Sie das Mahnverfahren nunmehr als streitiges Verfahren "parallel" zum Zugewinnausgleich weiterverfolgen, verursachen Sie weitere Verfahrenskosten, werden aber voraussichtlich an der anderweitigen Rechtshängigkeit scheitern.

Sie werden andere Gläubiger nicht daran hindern können, in den hälftigen Anteil an der Wohnung, die Ihrem Mann gehört, zu vollstrecken.

Konkrete Ratschläge zu geben, ist schwierig, da ich nicht beurteilen kann, welche Erfolgsaussichten das Zugewinnausgleichsverfahren bietet. Klären Sie mit Ihrem Anwalt, ob eine Bezifferung zum jetzigen Zeitpunkt möglich und sinnvoll ist. Möglicherweise kommen Sie dann rechtzeitig an einen Vollstreckungstitel, um Ihrerseits in den Anteil Ihres Mannes an der Wohnung zu vollstrecken.

Unter Umständen kann zur Sicherung Ihrer Forderung ein Arrest beantragt werden. Dies müssen Sie mit Ihrem Anwalt besprechen, der den Verfahrensstand und den Sachverhalt komplett kennt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69615 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und kompetente Hilfe - super! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Eine gute Erfahrung und eine verständliche Schilderung des Sachverhaltes. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gute und schnelle Antwort. Danke. ...
FRAGESTELLER