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Mahnbescheid Rückzahlung Darlehnsvertrag

12.05.2012 19:12 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
sehr geehrter herr anwalt,
heute habe ich vom amstgericht ein mahnbescheid erhalten, mit folgendem inhalt:

1.der antragssteller macht folgenden anspruch geltend:
hauptforderung:
rückzahlung dahrlehensvertrag gem händlerfinanzierung mit effektievem jahreszins 0,00% vom 01.06.06 554,90euro

2.kosten wie nebenstehend: 23,00euro

3. zinsen:
laufende, vom gericht ausgerechnete zinsen:
zu 1. zinsen von *5,000 prozentpunkten
über dem jeweils gültigen besitzinssatz aus ****554,90euro vom 19.04.07 bis 27.06.07 ****8,19euro
summe:****586,09euro

hinzu kommen laufende zinsen:
zu 1. zinsen von *5,000prozentpunkten
über dem jeweils gültigen besitzinssatz aus *****554,90euro ab dem 28.06.07

der antragsteller hat erklärt, dass der anspruch von einer gegeleistung nicht abhänge.

der antragsteller ist die targobank.

Habe mir im juni jahr 2006 eine küche über den antragsteller finanzieren lassen und bin bis zum heutigen tage davon ausgegangen dass ich den kreditvertrag ordnungsgemäß beglichen habe.
nach rücksprache eines sacharbeiters der targobank, wurde mir gesagt, dass ich versucht worden bin erst telefonisch dann auch schriftlich benachrichtigt worden zu sein.
als ich dem mitarbeiter gesagt habe, dass ich nie ein schreiben erhalten habe, meine er, dass die targobank mich mehrfach versucht hat zu erreichen,jedoch kann ich mich nur an ein einziges schreiben erinnern aus dem jahr 2007 welches ich per unterschrift entgegennehmen musste. ich bin mir jetzt nicht mehr sicher was es genau war- mahnung , erinnerrung etc. dabei ist zu erwähnen, das ich in der zeit mehrfach umgezogen bin und meine jetztige adresse hat die targobank vom einwohnermeldeamt erfaren.

nun zu meinen fragen:
ist der anspruch noch durchsetzbar durch die targobank, da nach §195 die regelmäßige verjährungsfrist 3 jahre beträgt und sie nach § 199 absatz 1 mit dem schluss des jahres beginnt indem der anspruch entstanden ist, dass müsste demnach heißen das der anspruch der targobank am 31.12.2009 um 24 uhr verjährt ist bzw dass ich die einrede der verjährung erheben kann?

spielt bei der verjährung die mahnung eine rolle, denn nach der mahnung sind ja auch schon 5 jahre vergangen?
soll ich gegen den Bescheid vom Amtsgericht widerspruch einlegen?

Ich bedanke mich im vorraus.

MFG
12.05.2012 | 20:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihre Frage beantworte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt.

Ihre Ausführungen zur Verjährung sind richtig.

Bei einem Verbraucherdarlehensvertrag (<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/491.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 491 BGB: Verbraucherdarlehensvertrag">§ 491 BGB</a> ), der hier wohl vorliegt, ist aber die Vorschrift des <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/497.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 497 BGB: Verzug des Darlehensnehmers">§ 497 Abs. 3 S. 3 BGB</a> zu beachten:

"Die Verjährung der Ansprüche auf Darlehensrückzahlung [...] ist vom Eintritt des Verzugs nach Absatz 1 an bis zu Ihrer Feststellung in einer in § 197 Abs. 1 Nr. 3 bis 5 bezeichneten Art gehemmt, jedoch nicht länger als zehn Jahre von Ihrer Entstehung an."

In Verzug gerät man durch Mahnung (<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/286.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 286 BGB: Verzug des Schuldners">§ 286 Abs. 1 BGB</a> ) oder wenn spätestens zur kalendermäßig bestimmten Zeit die geschuldete Leistung nicht erbracht wurde (<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/286.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 286 BGB: Verzug des Schuldners">§ 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB</a> ).

Es scheint damit in Ihrem Fall die Verjährung gehemmt und damit noch nicht eingetreten ist.
Der Anspruch wäre damit durchsetzbar.


Da Sie davon ausgehen, dass das Darlehen beglichen wurde, sollten Sie gegen den Mahnbescheid Widerspruch einlegen und von der Gegenseite eine Aufstellung über das Darlehen und die geleisteten Raten anfordern, um die Begründetheit der Forderung prüfen zu können.

Unter Umständen sollten Sie einen Rechtsanwalt mit der Prüfung der Unterlagen und damit der Berechtigung der Forderung beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt<!--dejureok-->


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